Untergrundkirche

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Als Untergrundkirchen werden christliche Gemeinschaften bezeichnet, die aufgrund staatlicher oder geistlicher Repression und Verfolgung dazu gezwungen sind, sich im Geheimen und in Privathäusern zu Gottesdiensten und Versammlungen zu treffen. Ein Beispiel hierfür ist das frühe Christentum, das zur Zeit seiner Verfolgung durch die Römer eine Untergrundkirche war. Auch die französischen Hugenotten und die Böhmischen Brüder konnten sich nach Beginn der Verfolgungen nur noch im Geheimen organisieren. Vom 16. bis ins späte 18. Jahrhundert waren in Irland der öffentliche Gottesdienst und alle historischen Kirchengebäude der anglikanischen Church of Ireland vorbehalten; der Katholizismus konnte nur im Verborgenen praktiziert werden. Zur Zeit des Kommunismus nach 1945 gab es in den osteuropäischen Staaten ebenfalls heimlich agierende christliche Glaubensgemeinschaften, die sich dem staatlich verordneten Atheismus widersetzten.

Bis heute hat sich auch in Nordkorea eine Untergrundkirche gehalten, die im Geheimen agiert. Das christliche Hilfswerk Open Doors schätzt, dass sie aus etwa 300.000 Christen besteht.[1]

Auch in islamisch geprägten Ländern finden sich in kleinen Netzwerken Untergrundkirchen, etwa im Iran, in Afghanistan oder in Somalia. Sie bestehen zumeist aus christlichen Konvertiten vom Islam, die nicht an Gottesdiensten der traditionellen Kirchen teilnehmen können. Im Iran werden regelmäßig Leiter und Mitglieder dieser Hauskirchen festgenommen und zu Gefängnisstrafen verurteilt.[2]

Untergrundkirchen in China[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Länder mit Untergrundkirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Open Doors Deutschland e.V.: Nordkorea. Abgerufen am 9. November 2017.
  2. Open Doors Deutschland e.V.: Blickpunkt Iran. Abgerufen am 9. November 2017.