Uralski Awtomobilny Sawod

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Uralski Awtomobilny Sawod, UralAZ
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1941
Sitz Miass, Russland
Branche Fahrzeugbau
Website www.uralaz.ru

Das Uralski Awtomobilny Sawod (russisch Ура́льский автомоби́льный заво́д (УралАЗ); Autowerk im Ural), kurz auch UralAZ, ist einer der größten Hersteller von schweren Nutzfahrzeugen in Russland. Das Werk wurde 1941 gegründet, als die ZIS-Werke kriegsbedingt aus Moskau in den Ural verlagert wurden. Heute gehört UralAZ zur GAZ-Gruppe und firmiert als Awtomobilny Sawod „URAL“.

Geschichte[Bearbeiten]

Ein Ural-375D im Gelände
Ural-63685 aus aktueller Produktion des Werks

Am 30. November 1941 beschloss das Staatliche Verteidigungskomitee die Evakuierung von Produktionsteilen (Gießerei, Motoren- und Getriebefertigung) des „Moskauer Automobilwerks namens Stalin“ (heute OAMO ZIL) nach Miass, Tscheljabinsker Oblast. Das Werk „Ural Automobilwerk namens Stalin“ wurde gegründet. Die Verlagerung begann im März 1942. Am 14. Februar 1943 beschloss das Staatliche Verteidigungskomitee die Fertigung des Lkw „UralZIS-5“ im neuen Werk. Dabei handelte es sich um eine Kopie des ZIS-5. Am 8. Juli 1944 begann die Serienfertigung, bereits am 20. Juli 1944 kam der erste Lkw aus dem Uralwerk an die Front. Das Fahrzeug wurde 1955 leicht überarbeitet und erhielt die Bezeichnung UralZIS-355. 1957 erfolgte eine grundlegende Überarbeitung, die als Modell UralZIS-355M ab Dezember 1957 serienwirksam wurde. In der Fachliteratur wurde dem Fahrzeug Überlegenheit gegenüber dem vergleichbaren ZIL-164 bescheinigt.[1]

Während die Firmenbezeichnungen der meisten sowjetischen Hersteller bereits in den 1950er-Jahren entstalinisiert wurden, erfolgte die Umbenennung von „UralZIS“ in „UralAZ“ erst 1961. Im Folgenden wurden der Ural-375D und Ural-4320 Meilensteine der geländegängigen Nutzfahrzeuge. Sie waren vorwiegend militärischer Verwendung vorbehalten, wurden aber auch für zivile Zwecke produziert. Am 21. Januar 1986 wurde das 1.000.000. Fahrzeug fertiggestellt. 2001 wurde „UralAZ“ in die Autoholding „RusPromAvto“ integriert und 2005 ein Teil der GAZ-Gruppe.[2]

Modelle[Bearbeiten]

  • 1944: UralZIS-5 (Kopie des ZIS-5)
  • 1946: UralZIS-21A (Holzvergaserversion des UralZIS-5, Kopie des ZIS-21 bzw. ZIS-21A)
  • 1955: UralZIS-355 (Kopie des ZIS-5 mit minimalen Änderungen, siehe dort)
  • 1957/58: UralZIS-355M (zweiachsiger Lkw)
  • 1961: Ural-375D (dreiachsiger Lkw)
  • 1977: Ural-4320 (dreiachsiger Lkw)
  • Ural-432065 (zweiachsiger Lkw)
  • Ural-4322 (dreiachsiger Baukipper)
  • Ural-4420 (dreiachsige Sattelzugmaschine im modernisierten Langhauberdesign)
  • Ural-63099 (dreiachsiger Militärlastwagen)
  • Ural-6361 (dreiachsiger Lkw)
  • Ural-6368 (dreiachsiger Lkw mit Abrollcontainer)
  • Ural-6470
  • Ural-6563 (schwerer vierachsiger Baukipper)

Aktuelle Modelle[Bearbeiten]

  • Ural-3255
  • Ural-32551
  • Ural-32552
  • Ural-4320
  • Ural-43206 (zweiachsige Variante des Ural-4320)
  • Ural-44202
  • Ural-542362 (schweres vierachsiges Geländefahrzeug)
  • Ural-5557
  • Ural-55571
  • Ural-58312
  • Ural-583166
  • Ural-59602
  • Ural-6370 (dreiachsiger geländegängiger Militärlastwagen in verschiedenen Ausführungen)
  • Ural-69022
  • Ural-690222

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neue sowjetische Lastkraftwagen. In: Kraftfahrzeugtechnik 4/1958, S. 138–139
  2. LIM GmbH: Geschichte des Ural-Werkes. www.russlandauto.de, abgerufen am 25. Januar 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: UralAZ – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma