Ute Verstegen
Ute Verstegen (* 1970 in Stuttgart) ist eine deutsche christliche Archäologin und Professorin.
Leben und Leistungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ute Verstegen studierte zwischen 1989 und 1998 Kunstgeschichte, Klassische Archäologie, Ur- und Frühgeschichte sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, daneben Spätantike und Christliche Archäologie an den Universitäten Köln, Bonn und Barcelona.[1] Während des Studiums machte sie Praktika in den Bereichen Denkmalpflege und nahm an archäologischen Grabungen teil.[1]
Die Wissenschaftlerin schloss das Studium mit der Promotion mit dem Thema St. Gereon in Köln in römischer und frühmittelalterlicher Zeit ab.[1] 2000 war sie freie Mitarbeiterin des Projekts Wege der Renaissance des Weserrenaissance-Museums auf Schloss Brake in Lemgo.[1] 2001 wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln und baute das Bildarchiv Prometheus mit auf.[2] Von 2001 bis 2004 hatte sie Lehraufträge am Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln. Im April 2004 wurde sie Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Christliche Archäologie und Kunstgeschichte der Universität Erlangen[1] und von 2004 bis 2009 stellvertretende bzw. Frauenbeauftragte der Theologischen Fakultät.[1]
Im April 2013 erfolgte die Habilitation mit der Arbeit Heiliger Ort – sakraler Raum. Kontinuität und Wandel in der Inszenierung der Herrenorte in Jerusalem.[1] Seit 2013 war Verstegen Professorin für Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte an der theologischen Fakultät der Universität Marburg.[1] Seit 2016 lehrt Verstegen als Professorin für Christliche Archäologie und Kunstgeschichte am Fachbereich Theologie der Universität Erlangen.[1]
Verstegen ist Studiendekanin im Fachbereich Theologie an der Universität Erlangen-Nürnberg und Vorstandsmitglied bzw. Mitglied in zahlreichen Gremien der Universität.[1] Zusätzlich hat sie Mitgliedschaften über die Universität hinweg inne wie z. B. bei der Zentraldirektion des Deutschen Archäologischen Instituts oder der DiF-AG Theologie des Hochschulforums Digitalisierung der Hochschulrektorenkonferenz.[1]
Forschungsschwerpunkte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Verstegens Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind die Archäologie und visuelle Kultur des Frühchristentums, die Sakralarchitektur und Bauornamentik in Spätantike und Mittelalter, transkulturelle Prozesse sowie das Urheberrecht in Kunstgeschichte und Archäologie. Sie ist in verschiedenen Bereichen der Visual Digital Humanities aktiv.[1]
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1996 bis 1998: Promotionsstipendium des Römisch-Germanischen Museums Köln, Reisestipendium der Stiftung Archäologie in Köln[1]
- 1998 bis 1999: Postdoktoranden-Stipendium des Landes Nordrhein-Westfalen[1]
- 1999: Köln-Preis durch den Senat und das Kuratorium der Universität zu Köln für die Dissertation[1]
- 2000 bis 2001: Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts für die Dissertation[1]
- 2006: Preis der Offermann-Hergarten-Stiftung, Köln für die veröffentlichte Dissertation[1]
- 2009 bis 2010: Habilitationsstipendium der FAU Erlangen-Nürnberg[1]
Schriften (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die mittelalterlichen Mosaiken in der Krypta von St. Gereon in Köln. In: Kölner Jahrbuch 32, 1999, S. 433–476.
- St. Gereon in Köln in römischer und frühmittelalterlicher Zeit. Dissertation Universität Köln 2003.
- Ausgrabungen und Bauforschungen in St. Gereon zu Köln, 2 Bände, von Zabern, Mainz am Rhein 2006, ISBN 978-3-8053-3352-8.
- Normalität oder Ausnahmesituation? Multireligiöse Raumnutzungen aus historischer Perspektive. In: Bärbel Beinhauer-Köhler, Mirko Roth, Bernadette Schwarz-Boenneke (Hrsg.): Viele Religionen – ein Raum?! Analysen, Diskussionen und Konzepte. Frank & Timme, Berlin 2015, ISBN 978-3-7329-0065-7, S. 77–98.
- mit Stefanie Hoss: Early Christian Themes and Symbols on Roman Militaria of the 4th to 6th/7th Centuries CE. In: Frontières, Supplément 3, 2025, S. 119–149. DOI: 10.4000/14dyk.
- Christliche Archäologie. In: Frederike van Oorschot; Christopher A. Nunn (Hrsg.): Kompendium Computational Theology, Bd. 2: Potentiale Digitaler Forschung in der Theologie. Heidelberg: heiBOOKS, 2026, S. 91–131, DOI:10.11588/heibooks.1715.c25584.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Prof. Dr. Ute Verstegen - Lehrstuhl für Christliche Archäologie. In: ca.phil.fau.de. (Seite an der Universität Erlangen).
- Prof. Dr. Ute Verstegen. In: ute-verstegen.de. (privaten Website von Ute Verstegen).
- Ute Verstegen. In: uni-erlangen.academia.edu.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 Prof. Dr. Ute Verstegen. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, abgerufen am 25. August 2026.
- ↑ Ute Verstegen: H-Net Discussion Networks - ANN: Stellungnahme von prometheus zur Urheberrechtsnovellierung. In: h-net.msu.edu. 23. April 2006, archiviert vom am 24. März 2016; abgerufen am 24. März 2016.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Verstegen, Ute |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Christliche Archäologin |
| GEBURTSDATUM | 1970 |
| GEBURTSORT | Stuttgart |