Varenne (Métro Paris)

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Metro-M.svg Varenne
Station métro Varenne - IMG 3715.jpg
Tarifzone 1
Linie(n) 13Paris m 13 jms.svg
Ort Paris VII
Eröffnung 20. Dezember 1923
Die Bahnsteige mit einem aus der Wendeschleife Invalides eingefahrenen Zug der Baureihe MF 77, Blickrichtung Süden
Auf dem Mittelbahnsteig stehen Repliken zweier Skulpturen von Auguste Rodin
Die Station nach dem Einbau der Bahnsteigtüren

Varenne ist eine unterirdische Station der Linie 13 der Pariser Métro.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der U-Bahnhof befindet sich unterhalb des Boulevard des Invalides im 7. Arrondissement von Paris.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namengebend ist die vom Boulevard des Invalides nach Osten abgehende Rue de Varenne. „Varenne“ ist eine Abwandlung des Wortes „garenne“ (dt: Wildkaninchenrevier). Dieser von Kaninchen besiedelte Bereich befand sich auf dem Gebiet der Abtei Saint-Germain-des-Prés.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station wurde am 30. Dezember 1923 in Betrieb genommen, als der erste Abschnitt der damaligen Linie 10 zwischen den Stationen Invalides und Croix-Rouge eröffnet wurde.[2] Am 27. Juli 1937 wurde die Führung einiger Metrolinien im Süden von Paris geändert, an der Station Saint-François-Xavier verkehrte fortan die Linie 14. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde der U-Bahnhof 1939 geschlossen und erst 1962 wiedereröffnet.

Die Linie 14 wurde am 9. November 1976 mit der Linie 13 verbunden und erhielt deren Linienbezeichnung. Die Liniennummer 14 wurde 1998 an eine Neubaustrecke vergeben.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station ist gewölbeartig aufgebaut und weist einen Seiten- und einen Mittelbahnsteig an drei Gleisen auf. Am auf der Ostseite befindlichen Seitenbahnsteig verkehren alle nordwärts verkehrenden Züge, am östlichen Gleis des Mittelbahnsteigs die von der Rive Droite kommenden. Dessen westliches Gleis ist den südwärts fahrenden Zügen vorbehalten, die aus der Wendeschleife am U-Bahnhof Invalides einfahren.

Die Station hat nur einen Ausgang. Im Zuge der Umstellung der Linie 13 auf automatischen Zugbetrieb wurden die Bahnsteige im Jahr 2012 mit Bahnsteigtüren versehen.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Linie 13 wird seit 1978 von Fahrzeugen der Baureihe MF 77 befahren. Vorher waren dort MF 67 unterwegs, die ihrerseits 1976 die Sprague-Thomson-Züge ablösten.[3]

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe der Station Varenne befinden sich der Museumskomplex Hôtel des Invalides mit der Grabstätte Napoleon Bonapartes im Invalidendom, das dem Werk des Bildhauers Auguste Rodin gewidmete Museum Musée Rodin und der Amtssitz des Premierministers Hôtel Matignon.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  •  Gérard Roland: Stations de métro. D’Abbesses à Wagram. 2003, ISBN 2862533076.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1.  Gérard Roland: Stations de métro d'Abbesses à Wagram. Christine Bonneton, Clermont-Ferrand 2011, ISBN 978-2-86253-382-7, S. 209.
  2.  Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. 2. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2000, ISBN 2-902808-87-9, S. 270.
  3. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes, 2. Auflage, S. 311
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Paris m 13 jms.svg Saint-François-Xavier
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Koordinaten: 48° 51′ 22″ N, 2° 18′ 54″ O