Verkehrslandeplatz Bremerhaven-Luneort

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Flugplatz Bremerhaven
EDWB airfield 2012-05-28 Fotoflug Cuxhaven Wilhelmshaven DSC 3839 (crop).JPG
Kenndaten
ICAO-Code EDWB
IATA-Code BRV
Koordinaten

53° 30′ 25″ N, 8° 34′ 22″ OKoordinaten: 53° 30′ 25″ N, 8° 34′ 22″ O

3 m (10 ft) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 2 km südwestlich von Bremerhaven
Basisdaten
Eröffnung 1956
Schließung 1. März 2016
Betreiber Flugplatzbetriebsgesellschaft Bremerhaven mbH
Terminals 1
Passagiere 23.000 (2007)
Start- und Landebahnen
07/25 658 m × 19 m Asphalt
16/34 1200 m × 30 m Asphalt

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Der Flugplatz Bremerhaven (auch Verkehrslandeplatz Bremerhaven-Luneort oder Regionalflugplatz Bremerhaven) ist ein 2016 stillgelegter deutscher Verkehrslandeplatz in Bremerhaven. Er liegt im Stadtteil Fischereihafen auf einer kleinen Insel im Süden der Stadt zwischen dem Hafen im Osten, der Lune im Westen und Südwesten sowie der Weser im Norden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Luftfahrtgeschichte am Luneort begann 1956 mit Segelflügen des Luftsportvereins Unterweser. 1959 erhielt der Flugplatz eine Lizenz für Motorflüge und wurde zunächst vom Aero-Club Bremerhaven genutzt. Fünf Jahre später wurde die Genehmigung auch auf Hubschrauber ausgedehnt und am 15. Juni 1964 wurde die Flugplatzbetriebsgesellschaft Bremerhaven mbH gegründet. Ab 1965 war die OLT die erste kommerzielle Fluggesellschaft, die den Flugplatz ansteuerte.

Empfangshalle

Im September 1991 begann sein Ausbau mit dem Ziel der Weiterentwicklung hin zu einem kommerziellen Regionalflugplatz. Im Oktober 1992 wurde eine neue Landebahn von 920 Metern Länge in Betrieb genommen und im August begann man mit dem Bau eines neuen Abfertigungsgebäudes und eines neuen Kontrollturms. Der ausgebaute Flugplatz wurde am 21. Juli 1995 neu eröffnet. Bis 2002 folgte eine Verlängerung der Start- und Landebahn 16/34 auf die heutige Länge, die Ausdehnung der Betriebszeit auf 24 Stunden sowie ferner die Zulassung des Flugplatzes für den Nacht- und Instrumentenflug. Nach dem Flugzeugunglück der Bremerhaven Airline auf dem Weg nach Wangerooge vom Dezember 2001 (s. u.) sanken die Fluggastzahlen im Linienflugverkehr von 9000 im Jahr 2002 um fünf Prozent auf 8400 im Folgejahr. In der Folge musste die Bremerhaven Airline Insolvenz anmelden, was den endgültigen Verlust der Wangerooge-Linie zur Folge hatte. Im gleichen Zeitraum stieg die Anzahl der gewerblichen Starts und Landungen um sechs Prozent auf 6900 an. Im Bedarfsverkehr nach festen Zeiten, also linienflugartig, verband der OFD Bremerhaven mit Helgoland. Darüber hinaus nutzte das Alfred-Wegener-Institut den Flugplatz Bremerhaven als Heimatbasis für sein Polarflugzeug POLAR 5 vom Typ Basler BT-67.

Im September 2011 beschloss die Bremerhavener Stadtverwaltung, den Flugplatz zugunsten des Offshore-Terminals (OTB) zu schließen. Der Instrumentenflugverkehr (IFR) am Flugplatz wurde am 30. November 2015 eingestellt. Bis zum 29. Februar 2016 war noch eingeschränkter Sichtflug-Betrieb (VFR) möglich.[1] Seit dem 1. März 2016 ist der Platz geschlossen. Ein Teil des Flugbetriebs zog auf den ca. 35 Kilometer nördlich gelegenen Militärflugplatz Cuxhaven-Nordholz um, dessen ziviles Terminal die militärische Flugplatzinfrastruktur mitnutzt.[2]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flugplatz Bremerhaven – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Flugsicherung (DFS): Nachrichten für Luftfahrer (NfL), Nr. 1-665-16 vom 2. Februar 2016: Genehmigungsänderung für den Verkehrslandeplatz Bremerhaven@1@2Vorlage:Toter Link/ssl.bremen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 15. Mai 2017.
  2. Artikel der Nordsee-Zeitung über die Schließung, abgerufen am 22. September 2011.
  3. Unfallbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, abgerufen am 12. Mai 2013 (PDF, 3 MB)