Vespa 125

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Vespa
Vespa 2.JPG
Vespa 125
Hersteller Piaggio
Produktionszeitraum 1948 bis 1969
Klasse Motorroller
Motordaten
Getriebe 3-Gang, 4-Gang (Handschaltung)
Bremsen Trommelbremsen
Radstand (mm) 1180
Maße (L × B × H, mm): 1735 × 655 × 895
Leergewicht (kg) 83 / 87
Vorgängermodell Vespa 98
Nachfolgemodell Vespa 125 GT

Die Vespa 125 war ein Motorroller des Herstellers Piaggio, der seine klassische Produktlinie unter dem Markennamen Vespa vertreibt. Das Erfolgsmodell wurde von 1948 bis 1969 angeboten.

Geschichte und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vespa 125, die auf der Vespa 98 basierte, unterschied sich durch den 125-cm³-Motor und ein überarbeitetes Schaltgestänge von der Ur-Vespa. Der Vergaser hatte einen Choke, der mit einem unter dem Sattel befestigten Hebel bedient wurde. Im Gegensatz zu den Bandfedern der Vespa 98 hatte die Vorderradschwinge nun eine Schraubenfeder. Auch das Hinterrad war gefedert, weshalb die bei der Vespa 98 noch kreisrunde Öffnung in der Motorabdeckung nach unten hin geöffnet war, damit der Motor schwingen konnte. Auch der Sattel wurde besser gefedert.

Mit dem 1957 vorgestellten Modell beendete Piaggio die Ära der Baureihen mit dem auf dem Kotflügel sitzenden Scheinwerfer („Lampe unten“) und präsentierte eine neue Modellreihe, das aus zwei längs verschweißten Blechpresshälften bestand, die in einem rationelleren Produktionsverfahren hergestellt werden konnten und Largeframe genannt wurde. Technisch gesehen wurde die Motorschwinge nun zugleich auch die linke Motorhälfte und in die rechte Motorhälfte wurde die Kühlluftführung integriert. Auch der Lenker wurde völlig neu gestaltet. Ein Jahr später folgte die Vespa 150; von beiden wurde die Vespa 125 Super bzw. die Vespa 150 Super abgeleitet und zusätzlich mit der Vespa 150 GL und der Vespa 125 GT eine größere Modellreihe abgeleitet sowie auch die Rallymodelle bis zur Vespa Rally 200 geschaffen. Das hiermit eingeführte Chassis bleibt durch laufende Überarbeitung bis 1979 im Programm.

Die erste Serien VNA1T und VNA2T hatten noch eine Dreigangschaltung und mussten mittels Kickstarter gestartet werden.

Die VNB wurde gemeinsam mit ihrer großen Schwester VBA Ende 1959 präsentiert. Wie diese erhält auch die VNB einen drehschiebergesteuerten Motor, der sich mit 2 % Benzin-Öl-Gemisch fahren lässt. Auch eine Batterie war anfangs Standard, konnte aber später abgewählt werden. Mit jeder Serie werden geringe Modifikationen an Chassis, Technik und Anbauteilen vorgenommen, sodass man sie am Schriftzug, der Beleuchtung oder am Tachometer identifizieren kann. Mit der VNB5T hält ein vierter Gang Einzug.

Die als Vespa 125 Super vorgestellte VNC ist die letzte Vespa auf 8"-Rädern, beide Räder haben nun aber selbstbelüftende Bremstrommeln. Der leicht veränderte Karosserie wirkt insgesamt etwas kantiger, die Backen haben eine Zierleiste aus Aluminium und motorseitig gibt es 5 Schlitze.

Nachfolger ist die Vespa 125 GT, die zwar den Motor übernimmt, aber auf einen stark modifizierten Rahmen baut.

Erste Modellreihe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweite Modellreihe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Frankreich wurde in Lizenz die VNA als Vespa ACMA 125 Type N gebaut und in Deutschland die VNB als Vespa 125 Augsburg Typ 232 und Typ 392.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vespa 125 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lutz-Ulrich Kubisch, Günther Uhlig: Vespa. 1. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-613-03672-7.
  • Roberto Leardi, Luigi Frisinghelli, Giorgio Notari: Vespa Tecnica '56 - '64. Band 2, CLD Libri, Pontedera 2004, ISBN 88-87748-37-3.