Vespa LX

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Vespa LX 50

Die Vespa LX ist ein Motorroller des Herstellers Piaggio, der seine klassische Produktlinie unter dem Markennamen Vespa vertreibt.

Modellgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Armaturen der Vespa LX 50

Die Vespa LX wurde Ende 2004 als Nachfolger der Vespa ET vorgestellt und war ab 2005 mit einem 50-cm³-Zweitaktmotor, einem 125-cm³-Viertaktmotor sowie einem 150-cm³-Viertaktmotor erhältlich. In Italien war auch ein 50-cm³-Viertaktmotor mit zwei Ventilen im Programm. Technisch baut die Vespa LX auf der Vespa ET auf, von der sie die Motoren übernommen hat.

Modellpflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Modellpflege werden seit 2008 auch ein 50-cm³-Vierventil-Viertaktmotor und seit 2010 der 125-cm³- und 150-cm³-Viertaktmotor mit Benzineinspritzung angeboten. Sämtliche Modelle verfügen über eine selbsttragende Karosserie aus Stahlblech, einen luftgekühlten Einzylindermotor und ein Variomatikgetriebe. Durch den kurzen Radstand ist die Vespa LX sehr wendig und eignet sich besonders für den Stadt- und Kurzstreckenverkehr. Das Staufach unter der Sitzbank und das Fach im Beinschild machen sie auch ausreichend alltagstauglich.

Im Rahmen weiterer Maßnahmen erhielt die Vespa LX im Jahr 2010 einige optische Elemente der Vespa GTS wie die Finne am vorderen Kotflügel oder den verchromten Einlass am Beinschild. Zugleich wurden die beiden hubraumstärkeren Motoren mit einer elektronischen Benzineinspritzung versehen, wodurch sich der Verbrauch etwas senkte.

Seit Sommer 2012 wird in der Vespa LX auch jener neu entwickelte 3-Ventil-Motor angeboten, der Ende 2011 gleichzeitig mit Vespa Quarantasei vorgestellt wurde und auch in der in Indien produzierten Vespa LX verbaut wird. Dieser Motor verbraucht bei etwas höherer Leistung rund 30 % weniger Kraftstoff und verfügt über längere Wartungsintervalle. Außerdem wurde die Variomatik überarbeitet.

Vespa S[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als sportlicher Ableger der Vespa LX wurde 2009 die Vespa S vorgestellt. Die Vespa S verfügt über die Technik der Vespa LX und unterscheidet sich nur optisch in einigen Details: Ein viereckiger Frontscheinwerfer, eine Sportsitzbank, andere Spiegel, eine Retro-Armaturentafel und hochgezogene Kunststoffverblendungen verleihen ihr eine sportliche Note. Auch technisch profitiert die Vespa S von der Modellpflege an der Vespa LX.

Nachfolger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Herbst 2013 wurde die Vespa LX von der Vespa Primavera abgelöst, die auf der Vespa LX basiert und auch die Motoren der Vespa LX übernimmt. Ebenso wurde die Vespa S von der Vespa Sprint abgelöst, die eine optisch leicht abgewandelte Vespa Primavera darstellt.

Sondermodelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vespa LXV 125

Das Kürzel LX steht im römischen Zahlensystem für 60: 2006 feierte Piaggio das 60-jährige Jubiläum der Vespa. 2006 wurde auch das Jubiläumsmodell, die Vespa LXV vorgestellt, die mit einem verchromten Lenker, klassischen Armaturen und einer Ledersitzbank an die ersten Fahrzeuge der Marke Vespa erinnert – das V steht dabei für Vintage. Technisch ist sie identisch mit der Vespa LX. Jährlich erscheinen auch Sondermodelle mit besonderer Ausstattung oder Lackierungen: Die Vespa LX 125 Touring verfügt über zwei verchromte Gepäckträger und einen Mini-Windschild, die Vespa LX 50 Rosa Chic ist mit einer rosa Metallic-Lackierung versehen und die Vespa S 50 College hat eine Zweifarben-Lackierung. Auch von der Vespa S gibt das Sondermodell Vespa S Sport mit seitlichen Sportstreifen, Chromteilen, einer Ziernaht auf der gerippten Sitzbank und einem roten Stoßdämpfer an der Vorderradschwinge.

Modellübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktsituation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 2006 und 2014 wurden weltweit etwa 740.000 Vespa LX produziert und verkauft. Alleine in Deutschland wurden bis Ende 2013 rund 50.000 Vespa LX mit 50 cm³ und rund 10.000 Vespa LX mit 125 cm³ zugelassen.[1]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Vespa LX – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bericht auf Spiegel.de, abgerufen am 23. Januar 2015.