Vespa GTS

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Cockpit Vespa GTS 300 ABS Super E4 Modell 2018
Vespa GTS 300 ABS/ASR Sondermodell "Notte" aus 2018
Heck einer Vespa GTS 300 Super

Die Vespa GTS ist ein Motorroller des Herstellers Piaggio, der seine klassische Produktlinie unter dem Markennamen Vespa vertreibt.

Vespa GTS 300 Super

Modellgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Serie, GT[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heck der Vespa GT mit Schriftzug
Armaturen einer Vespa GT

Angespornt durch den Erfolg der Vespa ET brachte Piaggio 2003 die Vespa GT heraus und vollzog damit eine Abkehr von den bisherigen Konstruktionsprinzipien wie luftgekühlten Zweitakt-Motoren, Fußbremse und Schaltgetriebe, die beispielsweise der Vespa PX und der Vespa Cosa ihre Identität verliehen. Neben dem Design erinnerte nur mehr die Karosserie aus Stahlblech an die vergangene Zeit. Zunächst kritisch betrachtet, überzeugten die Fahrzeuge aber durch hohe Alltagstauglichkeit und gute Qualität. Angeboten wurden die Modelle Vespa GT 125 und Vespa GT 200, die auch mit einem angehängten L bezeichnet oder Granturismo genannt wurden und technisch auf moderne Komponenten aus dem Piaggio-Konzern zurückgriffen. Im Jahr 2004 wurde als erste Modellpflegemaßnahme das ringförmige Rücklicht mit einem durchgehend roten ersetzt und die Abgaswerte des Motors durch Maßnahmen im Auspufftrakt verbessert.

Zweite Serie, GTS (Euro 3)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vespa GTS mit Standlicht in der Kaskade

Mit leicht veränderter Optik und einem 244 cm³ großen Einspritzmotor erschien 2005 die Vespa GTS zunächst als Vespa GTS 250 i.e., die optional auch mit ABS angeboten wurde, und ein Jahr später auch die Vespa GTS 125. Abgesehen von modifizierten Motoren unterscheidet sich die Vespa GTS von der Vespa GT durch ein zweites, vorne in die Kaskade integriertes Standlicht, einer Finne am vorderen Kotflügel, einem verchromten Gepäckträger, einer ergonomischen Sitzbank, einer sportlicher geformten Kunststoffbeplankung und ein anderes Rücklicht. Die Vespa GTS 250 i.e. hat zusätzlich eine digitale Instrumentenanzeige. 2006 erhielt die Vespa GTS 250 i.e. von der Zeitschrift Motorrad den Titel "Bike of the Year" in der Kategorie Scooter verleihen.

Dritte Serie, GTS Super[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 wurde mit der Vespa GTS 300 i.e. Super ein 278 cm³ großer Motor eingeführt, wobei bei diesen Modellen auch das Erscheinungsbild abgeändert wurde: Felgen schwarz lackiert, Kaskade mit kantigerem Design und ohne Standlicht, abgedunkelter Scheinwerfer, analoge Armaturen, serienmäßig ohne Gepäckträger und die Sitzbank mit einem weißen Keder. Seit 2009 wird dieses Modell auch mit einem 124 cm³ großen Einspritzmotor als Vespa GTS 125 i.e. Super angeboten. Seit 2012 gibt es den 278 cm³ große Motor auch in der Vespa GTS 300 i.e., die im Design einer Vespa GTS 250 i.e. ähnelt, allerdings über analoge Instrumente verfügt. Eine Abwandlung sind die seit 2008 vorgestellte Vespa GTS 300 i.e. Super Sport und die im Jahr darauf angebotene Vespa GTS 125 i.e. Super Sport, die sich durch eine matte Lackierung und eine Sportsitzbank vom Grundmodell unterscheiden. Eine weitere Abwandlung stellt die GTS Touring dar, die eine kurze Scheibe und einen Frontgepäckträger hat und ebenfalls nur mit dem 278 cm³ großen Motor erhältlich ist.

Vierte Serie, GTS 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 wurden die Modelle abermals geändert und verfügen neben optischen Retuschen nun über eine modifizierte Vorderachse mit einem geringeren Losbrechmoment, die nun besser Bodenunebenheiten wegbügelt. Weitere Änderungen sind eine neue Instrumenteneinheit, zwei in den Blinkern integrierte Dauerleuchten, ein leicht vergrößertes Helmfach mit einem anderen Sattel und eine USB-Schnittstelle. Die Fahrzeuge gibt es auch in den Varianten GTS, GTS Touring, GTS Super und als GTS Super Sport, wobei der Motor mit 125 cm³ nicht als GTS und GTS Touring erhältlich ist. Zusätzlich ist für viele Modelle auf Wunsch ein ABS sowie ASR erhältlich. In Österreich ist zudem auch der 250-cm³-Motor wieder erhältlich.

Fünfte Serie (Euro 4)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Herbst 2016 werden neue Motoren verbaut, welche die seit 1. Januar 2017 geltende Euro-4-Abgasnorm erfüllen. Optisch orientieren sich die Modelle weitgehend an der vorangegangenen Serie, verfügen aber über eine neue Scheinwerferabdeckung. Die 125er Modelle verfügen über ein Start-Stopp-System und über zahlreiche weitere Optimierungen, um den Motorlauf verbrauchs- und damit abgasarm zu gestalten.

Sondermodelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßig erscheinen Modelle in besonderen Farben und leicht veränderter Ausstattung, jedoch auf der bekannten technischen Basis.

GTS Super Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Modelle der Super Sport-Serie verfügen über eine Sportsitzbank und teilweise über eine matte Lackierung. Die Fahrzeuge sind als Vespa GTS 125 i.e. Super Sport und als Vespa GTS 300 i.e. Super Sport erhältlich.

GTS Touring[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei diesem Sondermodell handelt es sich um eine Vespa GTS, die mit einer Scheibe, und dem vorderen und hinteren Gepäckträger aufgewertet wurde, die auch als Zubehör erwerbbar sind. Zusätzlich erscheinen alle Modelle in exklusiven Farben wie dolomitgrau oder weinrot. Anfangs war nur als Vespa GTS 300 i.e. Touring erhältlich, gibt es ab 2016 auch eine Vespa GTS 125 i.e. Touring.

Jubiläumsmodell GTV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vespa GTV

Zum 60-jährigen Firmenjubiläum im Jahre 2006 brachte Piaggio die Vespa GTV 250 i.e. heraus, die auf der Vespa GTS 250 i.e. basiert. Wesentliche Unterschiede im Design stellt der auf dem Kotflügel montierte Scheinwerfer dar, wie er seinerzeit bei den ersten Modellen 1947 ausgeführt wurde, sowie die mit zwei separaten, lederbezogenen Sätteln anstatt einer Sitzbank (im Ausland, z. B. in England teils nicht mit Leder bezogen). Später wurden andere Modelle vorgestellt, die in Motorisierung und Technik den jeweiligen GTS-Modellen entsprechen. Auch von der Vespa GTV gibt es Sondermodelle wie die Vespa GTV 300 i.e. Via Montenapoleone oder die Vespa GTV 300 i.e. Vie della Moda.

Sondermodell GT60[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Vespa GTV gab es zum 60. Jubiläum die Vespa GT60 in einer limitierten Auflage von 999 Stück. Im Aufbau entsprach sie der GTV, hatte jedoch einige abweichende Details: Es gab sie nur in einem uni Grauton (Farbcode 786/A), der dem der ersten Prototypen von Piaggio entsprach. Weiterhin hat die Vespa GT60 eine schwarze Echtleder-Sitzbank und verchromte Felgen. Dazu erhielt der Käufer eine Lederbox mit folgendem Inhalt: Nummerierte Plakette mit den Initialen des Käufers zum Anbringen am Roller, eine zusätzliche silberne Plakette, eine spezielle Ausgabe des Buches „Vespa, Italian style for the world“, einen Schlüsselanhänger aus Leder, einer Dokumententasche aus Leder, einer satinierten Abdeckplane, einer handsignierten Skizze der Vespa GT60 und einen umfangreichen Prospekt. Die Vespa GT60 erschien nie in den offiziellen Preislisten von Piaggio und wurde etwa um 10.000,- Euro angeboten. Fälschlicherweise wird der Farbcode der GT60 manchmal mit 780/A angegeben, da die Roller mit diesem Farbcodeaufkleber ausgeliefert wurden. Hier ist Piaggio offensichtlich ein Fehler unterlaufen. Die Farbe 780/A ist Grigio Avio und war nur für die GTV lieferbar. Im Prospekt zur GT60 wurde die Farbe mit dem Code 725 bezeichnet, im Ersatzteilkatalog wird jedoch die Nr. 786/A angeführt.

Sondermodell Settantesimo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 70. Geburtstag der Marke Vespa wurde 2016 das Sondermodell Vespa GTS Settantesimo präsentiert, dessen herausragendes Merkmal die türkisblaue Farbe ist. Settantesimo ist italienisch und bedeutet Siebzigster oder Siebziger, was eine in Italien geläufige Abkürzung für den 70. Geburtstag darstellt. Technisch handelt es sich um eine GTS 300 oder um eine GTS 125, die mit Zubehör wie einem Gepäckträger sowie einem Ledersattel mit der eingeprägten Zahl 70 aufgewertet wurde.

Sondermodell Sei Giorni

Motor und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle aktue"Vespa Sei Giorni" llen Modelle verfügen über einen 1-Zylinder-4-Takt-4-Ventil-Motor gemäß Euro-3-Norm mit

Flüssigkeitskühlung, ein stufenloses Automatikgetriebe mit Drehkraftunterstützung und Fliehkraftkupplung, ein Fahrwerk mit 12-Zoll-Rädern und zwei Scheibenbremsen und verfügen damit über zeitgemäße Technik, haben jedoch eine Stahlblechkarosserie und zitieren die Formensprache der 1950er, was ihnen einen einzigartigen Charakter verleiht.

Abmessungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Länge: 1.940 mm
  • Breite: 755 mm
  • Höhe (mit Spiegel): 1740 mm
  • Höhe (ohne Spiegel): 1170 mm
  • Radstand: 1.395 mm
  • Sitzhöhe: 790 mm
  • Eigengewicht: 150 kg +/- 10 kg
  • zulässiges Gesamtgewicht: 340 kg

Farben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Grundfarben, die meist mehrere Modelljahre überdauern, erscheinen immer wieder Fahrzeuge in Sonderfarben, die nur eine oder zwei Saisons erhältlich sind. Sondermodelle wie die Super Sport und die GTV erscheinen ebenfalls in anderen Farben, wobei es hier ebenso Farben gibt, die über mehrere Jahre angeboten werden und Farben, die nur eine Saison lang angeboten werden.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonders verbreitet ist die Vespa GTS in Deutschland und Österreich, wo sie jährlich die Zulassungsstatistiken anführt. Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 3.455 Vespa GTS 300 und 889 Vespa GTS 125 neu zugelassen,[2] womit die Vespa GTS der mit Abstand meistverkaufte Motorroller ist. In Österreich sind rund 40 % aller neu zugelassenen Motorroller eine Vespa.

In anderen europäischen Ländern mit einem hohen Anteil an Motorrollern am Fahrzeugbestand, etwa in Italien, Spanien oder Frankreich, spielt die Vespa GTS nur eine untergeordnete Rolle. Marktführer sind dort kräftigere oder günstigere Motorroller.

Preisgestaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land   GTS 125 i. e. Super     GTS 300 i. e. Super Sport  
Deutschland   4.550,- 5.590,-
Österreich 3  5.300,- 6.500,-
Schweiz 4.669,- 5.734,-
Frankreich 4.499,- 4.999,-
Italien 4.800,- 5.430,-
Portugal 4.680,- 5.444,-
Spanien 4.148,- 5.161,-

  1 laut offizieller Webseite, abgerufen am 14. Feb. 2014
  2 in Euro (1 EUR = 1,22 CHF - Kurs vom 14. Feb. 2014)
  3 In Österreich gibt es sogenannte Aktionspreise

Während in Italien, Spanien oder Frankreich die Vespa GTS preislich eher mit Alltagsfahrzeugen aus Japan, Taiwan oder Südkorea konkurriert, gelten im deutschsprachigen Raum Vespas oft als Ausdruck eines Lebensstils und unterliegen einer anderen Preisgestaltung, besonders in Österreich sind die Listenpreise hoch. Diesen Umstand machen sich einige Händler zunutze, indem sie Fahrzeuge aus Südeuropa zu günstigen Konditionen erwerben und in den deutschsprachigen Raum importieren, um dann diesen Preisvorteil an ihre Kunden weiterzugeben. Derart importierte Fahrzeuge kommen ebenfalls in den Genuss der Modalitäten des Europäischen Garantieprogramms von Piaggio & C. S.p.A., die in allen europäischen Ländern mit einem Piaggio-Vertriebs- und Kundendienstnetz gelten, sofern das Modell im Zielland auch offiziell verfügbar ist. Das Fahrzeug muss dafür aber in das Fahrzeugregister des jeweiligen Landes aufgenommen werden. Andererseits sind bei offiziell importierten Fahrzeugen größere Rabatte erzielbar.

Wertverlust[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da eine Vespa GTS ihren Wert gut erhält, liegen auch die Preise von gebrauchten Fahrzeugen höher als bei vergleichbaren Fahrzeugen aus Japan, Taiwan oder Südkorea.

Rostanfälligkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roststellen unter dem Trittbrett

Für den Unterboden der Vespa GTS werden Lacke mit geringer Lackschichtstärke verwendet und vor der Lackierung wird keine sorgfältige Hohlraumabdichtung durchgeführt. Folge ist manchmal eine erhöhte Rostanfälligkeit, die zu sichtbaren Schäden führen kann – besonders betroffen sollen Fahrzeuge ab Baujahr 2008 sein. Erst mit einer hochmodernen Lackierstraße, die 2017 im Piaggio-Werk in Pontedera in Betrieb genommen wurde, wurde hier eine deutliche Verbesserung erreicht.[3]

Boom 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem der Verkauf der Vespa GT im Jahr 2003 eher schleppend angelaufen war, steigerten sich die Verkaufszahlen mit dem Erscheinen der Vespa GTS 250 i. e. Im Jahr 2008 boomte aber der Verkauf von Vespas und seitdem liegen die Verkaufszahlen im deutschsprachigen Raum auf recht hohem Niveau, was auch das Geschäft mit jungen Gebrauchten stark belebte.[4]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konzeptbedingt sind Motorroller keine Motorräder, was sich positiv im Stauraum, der Sitzposition und der Soziustauglichkeit niederschlägt, aber negativ im Lenk-, Fahr- und Bremsverhalten in Erscheinung tritt: Das Fahrwerk ist komfortabel ausgelegt und eignet sich kaum für Geschwindigkeiten jenseits von 130 km/h, ebenso sind die Bremsen in Extrembedingungen überfordert und die kleinen Räder tragen wenig zur Stabilität bei. Nur im Bereich des motorisch vorgegebenen Rahmens mit maximal 16 kW (22 PS) ist die Vespa GTS daher stimmig ausgeführt, bei getunten Fahrzeugen mit bis zu 30 kW (40 PS) werden diese Grenzen aber sichtbar und es müssen ein besseres Fahrwerk und bessere Bremsen nachgerüstet werden. Andererseits ist die Vespa GTS derart komfortabel ausgelegt, dass Tagesetappen von 500 km und mehr ohne Rückenprobleme absolviert werden können und Gepäck für mehrtägige Touren kann im vorhandenen Stauraum untergebracht werden oder mit einem Topcase, Taschen im Fußraum usw. leicht erweitert werden.

Obwohl das Helmfach für zwei Helme ausgelegt ist, fasst es nur Jethelme bestimmter Marken, die teilweise mit sanftem Druck in das Helmfach einzubringen sind. Die Betankung erfordert anfangs Fingerspitzengefühl und das Ablesen der Tankanzeige ebenso. Weitere Schwachstellen sind ein manchmal abspringender Zündkerzenstecker, ein empfindlicher Krümmer, der eine umsichtige Montage des Auspuffes verlangt, ein bei zu viel Nässe korrodierender Druckschalter zum Öffnen des Helmfaches und ein Seitenständer, der bei sehr starker Schräglage am Asphalt schleifen kann. Bis zum Modell 2014 musste man den Scheinwerfer und den Tacho abbauen, um die Batterie der im Tacho integrierten Uhr zu wechseln.

Zubehör[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt eine reichhaltige Palette an Anbauteilen wie Scheiben, Gepäckträger, Topcases, Sturzrahmen usw. um die Funktionalität der Vespa GTS an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Scheiben / Windschilder verringern den Winddruck, Topcases vergrößern die Transportkapazität und Sturzrahmen bieten auch einen Rammschutz beim Parken und gelten als sinnvolles Zubehör.

Reifen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reifen der Marken Michelin und Heidenau werden gerne genommen, ebenso die Reifen Dunlop und Metzeler. Die teilweise serienmäßig montierten Reifen von Sava hingegen zeigen Schwächen in Kurven und bei der Laufleistung.

Tuning[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt mehrere alternative Auspuffe, die den Klang des Motors verändern. Auch Veränderungen an der Variomatik sind beliebt, um die Beschleunigung zu erhöhen. Bei Änderungen am Hubraum erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeuges, dennoch werden diese manchmal zur Leistungssteigerung vorgenommen. Eine sinnvolle Maßnahme ist die Montage eines kurzen Windschildes (Scheibe), um die Aerodynamik zu verbessern. Bei Sportvariomatiken, die über mehr Drehzahl zwar psychologisch den Effekt einer kraftvolleren Beschleunigung vermitteln, hält sich der tatsächliche Zuwachs von 0,2 bis 0,5 Sekunden bei der Beschleunigung von 0 auf 50 km/h eher in Grenzen. Ebenso vermitteln Sportauspuffe über mehr Lautstärke akustisch zwar einen kräftigeren Motor, bewirken aber im mittleren Drehzahlbereich oft das Gegenteil, nämlich einen Leistungseinbruch. Durchaus sinnvoll kann aber die Kombination von Sportvariomatik und Sportauspuff sein, um den Leistungseinbruch im mittleren Drehzahlbereich wieder auszugleichen, womit man annähernd das ursprüngliche Niveau erreicht oder dieses übertrifft. Tipp: Anstelle eine Sportvariomatik kann man auch leichtere Variomatikrollen verwenden.

Führerschein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um eine Vespa GTS mit einem Hubraum von 125 cm³ fahren zu dürfen, ist der Führerschein der Klasse A1 nötig. In Österreich darf man auch mit dem Führerschein der Klasse B ein Motorrad mit 125 cm³ fahren, wenn man in der Fahrschule ein sechsstündiges Fahrtraining (ohne Prüfung) absolviert. In der Schweiz gibt es einen vereinfachten Zugang zur Klasse A1, wenn man die Klasse B hat: Es sind nur 8 Motorrad-Fahrstunden ohne Prüfung nötig und man erhält zusätzlich die Klasse A1. In Deutschland kann man mit dem Führerschein der Klasse 3 oder 4 eine Vespa mit einem Hubraum bis 125 cm³ fahren, sofern die Berechtigung vor dem 1. April 1980 erworben wurde.

Für eine Vespa GTS mit einem Hubraum über 125 cm³ ist aber immer der Führerschein der Klasse A2 bzw. A erforderlich. Es sei denn, ein Führerschein der alten Klasse 4 wurde vor dem 1. Dezember 1954 erworben. Dieser berechtigt grundsätzlich dazu, Zweiräder ≤ 250 cm³ zu führen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Werte ermittelt gemeinsam mit Heiko Hartung von http://www.bike-equipment.net
  2. Zulassungsstatistik 2015 des Industrie-Verband Motorrad Deutschland e. V., abgerufen am 15. Januar 2016
  3. Neue Vespa treibt es bunt auf diepresse.at vom 28. März 2017
  4. http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1427328/Vespa Die Presse vom 6. Juli 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]