Vindhyagebirge

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Vindhyagebirge
Lage des Vindhyagebirges

Lage des Vindhyagebirges

Vindhyagebirge während des Monsuns

Vindhyagebirge während des Monsuns

Lage Madhya Pradesh, Uttar Pradesh, Gujarat (Indien)
Koordinaten 22° 40′ N, 81° 45′ OKoordinaten: 22° 40′ N, 81° 45′ O
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Vindhyagebirge bei Mandu

Das Vindhyagebirge (engl.: Vindhya Range; Hindi विन्ध्याचल, Vindhyācala) ist ein bis zu 850 m[1] hoher Gebirgszug in Zentralindien. In der langen indischen Geschichte bezeichnete der Begriff „Vindhya“ alle mittleren Gebirgszüge nördlich des Dekkan-Plateaus und südlich des Ganges – heute hat sich eine andere geografische Eingrenzung durchgesetzt, die den östlichsten Teil, d. h. die Gegend um Amarkantak, einer eigenen Gebirgsregion (Maikal-Range) zurechnet. Der indische Bundesstaat Madhya Pradesh ist in hohem Maße vom Vindhyagebirge geprägt.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Vindhyagebirge erstreckt sich über rund 1000 km in West-Ost-Richtung vom äußersten Osten des Bundesstaates Gujarat bis in den Südosten Uttar Pradeshs. Dabei verläuft es größtenteils durch Madhya Pradesh und parallel zum südlich des Flusses Narmada gelegenen Satpuragebirge. Außerdem bildet das Gebirge die nördliche Grenze des Dekkan-Hochlandes. Die Südabdachung zum Graben des Flusses Narmada ist steil, nach Norden fällt das Vindhyagebirge sanfter ab.

Das Vindhya-Plateau ist nördlich des mittleren Abschnittes des Vindhyagebirges gelegen. Die beiden größten Städte Madhya Pradeshs, Indore und die Hauptstadt Bhopal befinden sich dort; nach Norden wird das Gebiet deutlich flacher und geht allmählich in die Gangesebene über – hier liegen Städte wie Gwalior, Morena oder Vidisha.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das für indische Verhältnisse recht wald- und regenreiche Vindhyagebirge erreicht im Südwesten von Indore bzw. nordöstlich von Mandu seine Maximalhöhe von ca. 850 m ü. d. M.; die meisten Städte und Dörfer befinden sich in Höhen von 200 bis 600 m. Die größeren Flüsse des Vindhyagebirges (Chambal, Betwa, Ken u. a.) entwässern vor allem in Richtung Norden und Nordwesten und münden letztlich in die Yamuna, die ihrerseits bei Allahabad in den Ganges mündet; im Süden nimmt die Narmada zahlreiche kleine Nebenflüsse auf und im Südwesten entspringt lediglich der Mahi, der in Gujarat in die Arabische See mündet.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Felsmalereien, die ältesten Zeugnisse menschlicher Kultur in Indien, befinden sich im heutigen Madhya Pradesh bei Bhimbetka oder nördlich von Bhanpura. Im flachen und fruchtbaren nördlichen Teil des Gebirges entstanden die buddhistischen Stupas von Sanchi, Bharhut u. a., auch die Höhlentempel von Udayagiri oder die einzigartige Heliodoros-Säule befinden sich hier. In der Gupta-Zeit, d. h. um 400 bis 600n.Chr. entstanden die ersten konstruktiven Hindu-Tempel Indiens (Sanchi, Tigawa, Kunda u. a.); das Mittelalter brachte die Großtempel von Khajuraho hervor. Später entstanden die Burgen und Paläste von Gwalior, Orchha und Mandu.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mandu – Karte mit Höhenangaben