Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing

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Logo der Genossenschaftsbanken  Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing eG
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Marienplatz 1
84130 Dingolfing
Rechtsform eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 743 913 00[1]
BIC GENO DEF1 DGF[1]
Verband Genossenschaftsverband Bayern e.V.
Website www.volksbank-dingolfing.de
Geschäftsdaten 2017[2]
Bilanzsumme 435,1 Mio. Euro
Einlagen 335,3 Mio. Euro
Kundenkredite 243,8 Mio. Euro
Mitarbeiter 72
Geschäftsstellen 5
Mitglieder 5.848
Leitung
Vorstand Michael Beham
Josef Wenninger
Aufsichtsrat Christoph Urban (Vors.)
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland

Die Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing eG ist eine deutsche Genossenschaftsbank mit Sitz in Dingolfing. Mit fünf Geschäftsstellen erstreckt sich das Geschäftsgebiet über Dingolfing, Frontenhausen und Reisbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1905 versammelten sich unter dem Vorsitz des Drechslermeisters F. X. Haberzagl 13 Bürger der Stadt Dingolfing, um nach den Leitsätzen von Hermann Schulze-Delitzsch eine Handwerker-Kredit-Genossenschaft zu gründen und beschlossen noch am selben Abend das Statut. Am 1. Januar 1906 nahm die Handwerker-Kredit-Genossenschaft ihre Tätigkeit im Gasthof Huberbräu am Marienplatz auf. Ende des ersten Geschäftsjahres hatten bereits 59 Mitglieder Anteile gezeichnet. Die Geschäftsguthaben beliefen sich auf 4039 Goldmark, die Gesamteinlagen erreichten die Höhe von 43.475,18 Mark. An Darlehen waren 21.100,-- Mark und an Kontokorrentkrediten 24.209,98 Mark ausgereicht. Am 12. Januar 1915 firmiert die Handwerker-Kredit-Genossenschaft in die „Gewerbe-Bank e.G.m.b.H. Dingolfing“ um. Weil aber zwischenzeitlich auch Landwirte, Gewerbetreibende und Angehörige aller Berufsstände als Mitglieder beigetreten waren, erfolgte zwei Jahre später eine Änderung in „Gewerbe- und Landwirtschaftsbank e.G.m.b.H. Dingolfing“. Im Zuge der allgemeinen Umbenennung der gewerblichen Kreditgenossenschaften erfolgte in der Generalversammlung vom 30. März 1941 eine neuerliche Firmenänderung in „Volksbank Dingolfing e.G.m.b.H.“.

Die Bilanzsumme der Bank stieg in den 1950er Jahren um das Achtfache. Am 6. Januar 1960 eröffnete die Stadtzweigstelle „Kreuzstraße“. Am 8. Mai 1961 kaufte die Bank das alte Schulhaus am Marienplatz Nr. 29 von der Stadt Dingolfing. Am 21. Dezember 1963 erfolgte die feierliche Einweihung des neuen Hauptstellengebäudes. In Griesbach und in Teisbach wurden 1964 ebenfalls Zweigstellen gegründet. 1968 wurde in Frontenhausen das Anwesen Kirchgasse Nr. 1 käuflich erworben. Hier entstand der Neubau der Zweigstelle Frontenhausen, der am 1. Oktober 1970 in Betrieb genommen wurde. 1975 machte die Volksbank mit 23 % den größten Bilanzsummensprung. Das angemietete Zweigstellengebäude Kreuzstraße wurde im Jahr 1977 käuflich erworben, anschließend umgebaut und am 30. Juni 1979 eröffnet. Im gleichen Jahr wurde die Zweigstelle Frontenhausen umgestaltet.

1980 wies die Bank zum 1. Januar eine Mitgliederzahl von 2894 auf und es waren 44 Mitarbeiter beschäftigt. 1982 wurden die beiden Tochterunternehmen „Immobilien GmbH der Volksbank Dingolfing“ und „Immobilien GmbH der Volksbank Dingolfing & Co. Betriebs KG“ gegründet. 1985 wurde der Hauptstellenneubau am Marienplatz, Ecke Bruckstraße, fertig gestellt. Er galt seinerzeit mit seiner Konzeption als eines der modernsten Bankgebäude in Bayern. Die Bilanzsumme überschritt 1991 erstmals die 200-Millionen-DM-Grenze und schloss bei 205,25 Mio DM. Die Volksbank Dingolfing und die Raiffeisenbank Mittleres Vilstal fusionierten 1993 zur Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing, deren Geschäftsgebiet fast den gesamten Altlandkreis Dingolfing umfasst. Am 6. März 2010 wurde die neugebaute Filiale Frontenhausen-Marklkofen im neuen Industriegebiet eröffnet. Mit dem Abriss und Neubau des Nebengebäudes der Hauptstelle am Marienplatz wurde im Jahr 2015 ein Beratungscenter eröffnet, in dem zentral die Verbundpartner Bausparkasse Schwäbisch Hall und R+V-Versicherung untergebracht sind.

Geschäftsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bank hat ihr Gebiet auf die Stadt Dingolfing und die Märkte Frontenhausen und Reisbach definiert, in dem sich ihr Filialnetz aus fünf Geschäftsstellen und sechs Selbstbedienungsstellen erstreckt. Seit 1. April 2016 betreibt die Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing eG an folgenden Orten Geschäftsstellen:

  • Dingolfing, Marienplatz 1
  • Dingolfing, Kreuzstraße 4
  • Frontenhausen-Marklkofen, Sonnenstraße 1
  • Frontenhausen, Kirchgasse 1 (Selbstbedienungsstelle)
  • Marklkofen, Hauptstraße 1a (Selbstbedienungsstelle)
  • Reisbach, Marktplatz 53
  • Teisbach, Marktplatz 11

Mitgliedschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing eG wird als Genossenschaftsbank von über 5.800 Mitgliedern getragen. Mitglieder sind Miteigentümer, Träger und Kunden der Bank, sowie Kapitalgeber und Gewinnbeteiligte. Auf der jährlich stattfindenden Vertreterversammlung erhalten die Vertreter Informationen über die geschäftspolitische und wirtschaftliche Entwicklung der Bank. Den Mitgliedern stehen eine Verzinsung der Geschäftsanteile, regelmäßige Aktionen aber auch Vorteile bei Verbundpartnern zur Verfügung.[3]

Gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volksbank-Raiffeisenbank Dingolfing eG ist ein regionaler Förderer in Sozialem, Sport, Kultur und Jugendarbeit. Damit einbegriffen sind u. a. Kooperationen mit Vereinen und Schulen sowie gemeinnützigen Institutionen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Zahlen & Fakten 2017
  3. Mitgliedschaft

Koordinaten: 48° 37′ 44,7″ N, 12° 29′ 52,4″ O