Waffendrill

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Der Waffendrill ist eine Übung zur Handhabung von Waffen. Er dient vor allem dem sicheren, raschen und gewandten Umgang mit Handfeuerwaffen wie Gewehren (z. T. mit Bajonett), Maschinengewehren, Maschinenpistolen und Pistolen. Waffendrill wird bei allen bewaffneten Organisationen durchgeführt. In Wehrpflichtarmeen bildet er einen wichtigen Teil der Rekrutenausbildung.

Inhalte sind unter anderem die Trageweise, die Lade- und Entladetätigkeiten, die Anschlagarten, das Zerlegen und Zusammensetzen der Waffen und die Störungserkennung und -beseitigung. Ziel des Waffendrills ist die sichere Beherrschung der Waffe unter allen Umständen. Deswegen müssen Soldaten auch mit verdeckten Augen (Simulation von Dunkelheit) oder nach körperlicher Belastung (Wettläufe, Hindernisparcours) alle Tätigkeiten schnell und sicher ausführen können. Häufig bekommen die Soldaten im Rahmen des Waffendrills auch mehrere verschiedene Waffen (MG, Gewehr, MP und Pistole) gleichzeitig im zerlegten Zustand vorgelegt und müssen diese dann mit verbundenen Augen funktionsfähig zusammensetzen. Hintergrund ist die Überlegung, dass jemand, der durch bloßes Fühlen auch kleinste Teile der richtigen Waffe zuordnen und in diese einsetzen kann, seine Waffen beherrscht.

Der Sinn des militärischen Drills ist es, verschiedene Standardabläufe wie oben aufgezählt als Automatismus zu verinnerlichen, damit sich der Soldat im Einsatz auf das nicht übbare (die konkrete Gefechtssituation) konzentrieren kann, ohne sich bewusst Gedanken über z. B. die Bewegungen und Waffenmanipulationen machen zu müssen.

Die formale Ausbildung im Exerzierdienst mit Waffen, um diese nach einem vorgeschriebenen Bewegungsmuster zu schultern oder zu präsentieren, ist kein Waffendrill, da hier nicht die Beherrschung der Waffe angestrebt wird. Beim Exerzieren mit Waffen geht es um die Körperbeherrschung der beteiligten Soldaten. Insofern betreiben Drillteams auch keinen Waffendrill, um ihre Vorführungen einzuüben, sondern Exerzieren.