Waheed Alli

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Waheed Alli

Waheed Alli, Baron Alli (* 16. November 1964) ist ein britischer Medienunternehmer und Politiker. Alli ist Mitgründer des Medienunternehmen Planet 24, einer Fernsehproduktionsfirma. Des Weiteren war er Vorsitzender von Carlton Television Productions. Als Politiker gehört Alli der Labour Party an und ist als Lord ein ernannter Life Peer im Vereinigten Königreich.

Alli wurde in Guyana geboren. Seine Mutter war als Krankenschwester und sein Vater als Mechaniker tätig. Alli besuchte das Stanley Technical College in South Norwood in London.

Berufsweg als Unternehmer[Bearbeiten]

Nach seiner Schulausbildung begann Alli für ein Finanzmagazin zu arbeiten und arbeitete sich im Mediengeschäft des Konzerns von Robert Maxwell hoch. Danach begann er eine zweite berufliche Karriere und begann als Investmentbanker zu arbeiten, wo es ihm gelang ein Vermögen zu verdienen.[1]

Mitte der 1980er lernte er seinen Lebensgefährten Charlie Parsons kennen, mit dem er gegenwärtig zusammenlebt.

Die dritte berufliche Karreriere startete Alli in der Fernsehindustrie, wo er erstmals öffentliche Aufmerksamkeit im Vereinigten Königreich erlangte. Alli und Parson starteten 24 Hours Productions, das im Vereinigten Königreich zum meist diskutiertesten Fernsehprogramm aufstieg.[2] 1992 fusionierte das Unternehmen von Alli und Parsons mit dem Unternehmen Planet Pictures von Bob Geldof. Das fusionierte Unternehmen erhielt den Namen Planet 24. Das Unternehmen stieg in den 1990er zum größten Fernsehproduktionsunternehmen im Vereinigten Königreich auf. Das Unternehmen wurde der größte unabhängige "supplier" für den Fernsehsender Channel Four. [3] Planet 24 war Vorreiter in neuen Genre-Fernsehprogrammen wie Gaytime TV, Big Breakfast und Survivor. Im März 1999 kaufte das Unternehmen Carlton Television Planet 24 für 15 Millionen £. Ein Jahr lang blieb Alli Vorstandsmitglied bei Carlton Television; er verließ das Unternehmen danach. [4] 2003 übernahm Alli den Vorsitz im Medienunternehmen Chorion, das unter anderem die Rechte an den Autoren Enid Blyton und Agatha Christie hält. Des Weiteren ist Alli Vorsitzender von Asos und Direktor von Olga Television (Produktionsunternehmen unter anderem vom Entertainer Paul O'Grady). Zudem hält Alli am Medienunternehmen Shine Limited Anteile, das er gemeinsam im März 2001 mit Elisabeth Murdoch, der Tochter vom Medienmagnaten Rupert Murdoch, gegründet hatte. Im März 2007 wurde Alli zum "non-executive" Direktor des Unternehmens SMG ernannt. [5]

Karrerie als Politiker[Bearbeiten]

1998 wurde Alli zum Life Peer als Baron Alli, of Norbury in the [[London Borough of Croydon],] ernannt. Alli wurde mit seiner Ernennung zum jüngsten und ersten offen schwulen Peer im House of Lords. Über Alli erreichte Premierminister Tony Blair[6] einen stärkeren Zugang seiner Partei zur jüngeren Generation im Vereinigten Königreich, und seither wird Alli „Tony's cronies“ zugerechnet. [7] Alli sitzt für die Labour Party im House of Lords und setzte sich dort für LGBT-Rechte und die Einführung der Civil Union ein. So erreichte Labour während dieser Zeit die Angleichung des Schutzalters für Homosexuelle von 18 Jahren auf 16 Jahre. Während parlamentarischer Auseinandersetzungen im House of Lords kam es zu heftigen Rededuellen mit einzelnen konservativen Mitgliedern. So erklärte Alli in einem Rededuell im April 1999 im House of Lords: „Ich war nie verwirrt über meine Sexualität. Ich bin verwirrt worden über die Art, wie ich als Ergebnis davon behandelt werde. Die einzige Verwirrung liegt im aufgezeigten Vorurteil, teils heute abend im Parlament, und zum großen Teil im Gesetz verankert.“[8] Alli war im House of Lords ebenso Vorkämpfer für die Aufhebung von Section 28. [9] Alli beeinflusste 2003 das Gesetz Communications Bill [10].

International gehört Alli zu den wenigen offen schwul lebenden bekannten Muslimen.

Privates Engagement[Bearbeiten]

Alli ist Präsident vom Croydon Youth Development Trust [11]. Croydon ist ein Stadtteil im Süden von London. Alli war 2006 Hauptredner auf der Internationalen Konferenz für LGBT Menschenrechte im Rahmen der Outgames in Montreal. 2002 wurde Alli Patron der Stiftung The Albert Kennedy Trust. Diese Stiftung hilft jungen LGBT Menschen im Vereinigten Königreich. Alli ist Kanzler von der DeMontfort University in Leicester.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel auf BBC
  2. Knittingcircle
  3. Knittingcircle
  4. Artikel im Guardian
  5. Artikel im Guardian
  6. http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/1047062.stm
  7. http://www.caribvoice.org/Profiles/peers.html
  8. I have never been confused about my sexuality. I have been confused about the way I am treated as a result of it. The only confusion lies in the prejudice shown, some of it tonight in the House, and much of it enshrined in the law.Artikel auf BBC
  9. Artikel auf Gmax
  10. Asianmedia
  11. [1]

Weblinks[Bearbeiten]