Wahl zum Senat der Vereinigten Staaten 1986

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blau: Demokraten, rot: Republikaner, hellerer Farbton: Gewinne

Die Wahl zum Senat der Vereinigten Staaten 1986 fand am 4. November statt. Sie war Teil der Wahlen in den Vereinigten Staaten an diesem Tag und gehörte zu den Halbzeitwahlen (engl. midterm elections) zwischen zwei Präsidentschaftswahlen während Präsident Ronald Reagans zweiter Amtszeit. 1980 hatten die Republikaner im Zuge der ersten Wahl Ronald Reagans 12 Senatssitze von den Demokraten erobern können. Sechs dieser Sitze gingen 1986 wieder verloren.

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Wahl standen die 34 Sitze der Klasse III, Nachwahlen für vorzeitig aus dem Amt geschiedene Senatoren der anderen Klassen fanden keine statt. 12 dieser Senatoren gehörten der Demokratischen Partei an, 22 den Republikanern. 21 Amtsinhaber konnten ihre Sitze verteidigen, 9 Demokraten und 12 Republikaner. Die Republikaner konnten einen bisher von den Demokraten gehaltenen Sitz erobern, verloren aber neun Sitze an die Demokraten. Damit ging die Zahl der republikanischen Senatoren von 53 auf 45 zurück, während die Demokraten sich von 47 auf 55 verbesserten und damit die Mehrheit im Senat eroberten.

Veränderungen nach der Wahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 1987 starb der demokratische Senator von Nebraska Edward Zorinsky. Gouverneurin Kay A. Orr ernannte den Republikaner David Karnes zu seinem Nachfolger. Damit verringerte sich die demokratische Mehrheit auf 54 zu 46 Sitze.

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staat Amtierender Senator Partei Ergebnis Neuer Senator
Alabama Jeremiah Denton Republikaner Zugewinn Demokraten Richard Shelby
Alaska Frank Murkowski Republikaner wiedergewählt Frank Murkowski
Arizona Barry Goldwater Republikaner von Republikanern gehalten John McCain
Arkansas Dale Bumpers Demokrat wiedergewählt Dale Bumpers
Colorado Gary Hart Demokrat von Demokraten gehalten Tim Wirth
Connecticut Chris Dodd Demokrat wiedergewählt Chris Dodd
Florida Paula Hawkins Republikaner Zugewinn Demokraten Bob Graham
Georgia Mack Mattingly Republikaner Zugewinn Demokraten Wyche Fowler
Hawaii Daniel Inouye Demokrat wiedergewählt Daniel Inouye
Idaho Steve Symms Republikaner wiedergewählt Steve Symms
Illinois Alan J. Dixon Demokrat wiedergewählt Alan J. Dixon
Indiana Dan Quayle Republikaner wiedergewählt Dan Quayle
Iowa Chuck Grassley Republikaner wiedergewählt Chuck Grassley
Kalifornien Alan Cranston Demokrat wiedergewählt Alan Cranston
Kansas Bob Dole Republikaner wiedergewählt Bob Dole
Kentucky Wendell Ford Demokrat wiedergewählt Wendell Ford
Louisiana Russell B. Long Demokrat von Demokraten gehalten John Breaux
Maryland Charles Mathias Republikaner Zugewinn Demokraten Barbara Mikulski
Missouri Thomas Eagleton Demokrat Zugewinn Republikaner Kit Bond
Nevada Paul Laxalt Republikaner Zugewinn Demokraten Harry Reid
New Hampshire Warren Rudman Republikaner wiedergewählt Warren Rudman
New York Al D’Amato Republikaner wiedergewählt Al D’Amato
North Carolina Jim Broyhill, ernannt Republikaner Zugewinn Demokraten Terry Sanford
North Dakota Mark Andrews Republikaner Zugewinn Demokraten Kent Conrad
Ohio John Glenn Demokrat wiedergewählt John Glenn
Oklahoma Don Nickles Republikaner wiedergewählt Don Nickles
Oregon Bob Packwood Republikaner wiedergewählt Bob Packwood
Pennsylvania Arlen Specter Republikaner wiedergewählt Arlen Specter
South Carolina Ernest Hollings Demokrat wiedergewählt Ernest Hollings
South Dakota James Abdnor Republikaner Zugewinn Demokraten Tom Daschle
Utah Jake Garn Republikaner wiedergewählt Jake Garn
Vermont Patrick Leahy (Politiker) Demokrat wiedergewählt Patrick Leahy (Politiker)
Washington Slade Gorton Republikaner Zugewinn Demokraten Brock Adams
Wisconsin Bob Kasten Republikaner wiedergewählt Bob Kasten
  • ernannt: Senator wurde vom Gouverneur als Ersatz für einen ausgeschiedenen Senator ernannt, Nachwahl nötig
  • wiedergewählt: ein gewählter Amtsinhaber wurde wiedergewählt

Bundesstaaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

North Carolina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1980 gewählte Senator John Porter East hatte sich im Juni 1986 das Leben genommen, zu seinem Nachfolger wurde Jim Broyhill ernannt. Im November fanden Wahlen sowohl für die verbleibenden Wochen der Amtszeit von East als auch für die neue sechsjährige Amtszeit statt. In beiden musste sich Broyhill dem Demokraten Terry Sanford geschlagen geben. Die Wahl um die restlichen acht Wochen der Amtszeit von East gewann Sanford mit 50,9 % gegen 49,1 % für Broyhill, die Wahl um die neue Amtszeit mit 51,8 % zu 48,2 %.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]