War (Funk-Band)

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War, 1976

War [wɔːɹ] (deutsch „Krieg“) ist eine amerikanische Funk-Band, die vor allem in den 1970er und frühen 1980er Jahren erfolgreich war.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursprünge der Band gehen zurück bis ins Jahr 1962, als Howard E. Scott und Harold Brown in Compton (Kalifornien) eine Gruppe namens „The Creators“ gründeten. Während der nächsten Jahre kamen Charles Miller, B. B. Dickerson, Lonnie Jordan, Lee Oskar und Papa Dee Allen zur Gruppe, die sich 1968 in „Nightshift“ umbenannte. Produzent Jerry Goldstein brachte die vorwiegend als Live-Formation auftretende Band mit dem Sänger Eric Burdon zusammen, der sich gerade von der zweiten Inkarnation seiner Animals getrennt hatte.

Burdon änderte den Namen der Gruppe in „War“. 1970 erschien das Album Eric Burdon Declares "War", das ebenso wie die Hit-Single Spill the Wine (Platz 3 in den US-Billboard Charts) erfolgreich war. Es folgte das Doppelalbum The Black-Man’s Burdon.

1971 verließ Burdon die Gruppe während einer Europa-Tournee, angeblich wegen Erschöpfung. Die erste ohne Burdon aufgenommene LP War war nur ein mittelmäßiger Erfolg, aber das nächste Album All Day Music brachte die Gruppe 1971 schließlich auf Erfolgskurs. Der Titelsong und Slippin’ into Darkness erreichten als Auskopplungen beide die Top 40 in den USA.

Das Ende 1972 veröffentlichte Album The World Is a Ghetto war das erfolgreichste Album des Jahres 1973 in den USA.[1] Die gleichnamige, erste Auskopplung konnte sich zudem in den Top Ten platzieren, und The Cisco Kid kam bis auf Rang 2 in den US-Hot-100.

Deliver the Word (1973) enthält wiederum zwei erfolgreiche Hitsingles: Gypsy Man (Platz 8) und Me and Baby Brother (Platz 15). Das Album Why Can’t We Be Friends? (1975) verkaufte sich ebenfalls gut, und lieferte der Gruppe mit dem gleichnamigen Titelsong sowie Low Rider zwei weitere Top-10-Hits. Letzterer zählt heute zu den bekanntesten Titeln von War. Dieser Song lief im Film Nur noch 60 Sekunden mit Nicolas Cage und im Cheech-und-Chong-Film Viel Rauch um Nichts. Cypress Hill borgten sich ebenfalls die Hookline für ihren Hit Lowrider aus.

1977 landete War mit Platinum Jazz einen Überraschungserfolg. Ab 1978 begann sich die Gruppe aufzulösen. Das Album Outlaw von 1982 war nur noch mäßig erfolgreich. Erst zwölf Jahre später, 1994, erschien das bisher letzte War-Album Peace Sign, das jedoch floppte. Im selben Jahr wurden Sänger Lonnie Jordan die Rechte am Namen „War“ übergeben.

Dieser tourt heute unter diesem Namen. Die anderen überlebenden Mitglieder touren mit einer neuen Band als „Lowrider Band“. Am 21. April 2008 spielte Jordans War mit Eric Burdon erstmals seit 37 Jahren wieder zusammen. Der einmalige Live-Auftritt in der Royal Albert Hall wurde nur als Bootleg veröffentlicht. Jordan bestätigte in einem Interview, dass eine weitere Tour mit Burdon nicht ausgeschlossen ist. War veröffentlichte im Oktober 2008 eine Live-CD, Greatest Hits Live, die auch als Blu-ray und DVD erhältlich ist.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: War (Funk-Band)/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3][4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1970 Eric Burdon Declares "War" 14
(16 Wo.)
50
(2 Wo.)
18
(27 Wo.)
47
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1970
Eric Burdon & War
Produzent: Jerry Goldstein
1970 The Black-Man’s Burdon 20
(16 Wo.)
21
(4 Wo.)
82
(9 Wo.)
39
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Dezember 1970
Eric Burdon & War
Produzent: Jerry Goldstein
1971 War 190
(6 Wo.)
42
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1971
Produzent: Jerry Goldstein
1971 All Day Music 16 Gold
(49 Wo.)
6
(39 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1971
Produzenten: Chris Houston, Jerry Goldstein, War
1972 The World Is a Ghetto 1 Gold
(68 Wo.)
1
(48 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1972
Produzent: Jerry Goldstein
1973 Deliver the Word 6 Gold
(36 Wo.)
1
(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1973
Produzent: Jerry Goldstein
1975 Why Can’t We Be Friends? 8 Gold
(31 Wo.)
1
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1975
Produzent: Jerry Goldstein
1976 Love Is All Around 140
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1976
War feat. Eric Burdon
Produzent: Jerry Goldstein
1977 Galaxy 15 Gold
(23 Wo.)
6
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1977
Produzent: Jerry Goldstein
1978 Youngblood (Soundtrack) 69
(6 Wo.)
40
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1978
Soundtrack zum gleichnamigen Paul-Carter-Harrison-Film
Produzent: Jerry Goldstein
1979 The Music Band 41 Gold
(16 Wo.)
11
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1979
Produzent: Jerry Goldstein
1979 The Music Band 2 111
(13 Wo.)
34
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1979
Produzent: Jerry Goldstein
1982 Outlaw 48
(27 Wo.)
15
(33 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1982
Produzenten: Jerry Goldstein, Lonnie Gordon
1983 Life (Is so Strange) 164
(4 Wo.)
36
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1983
Produzenten: Jerry Goldstein, Lonnie Gordon
1994 Peace Sign 200
(1 Wo.)
52
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1994
Produzenten: Jerry Goldstein, Lonnie Gordon

weitere Studioalben

  • 1983: The Music Band Jazz
  • 1985: Where There’s Smoke
  • 1987: On Fire

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Billboard.com (Memento vom 20. Oktober 2006 im Internet Archive) – The Billboard 200 1973, Jahresauswertung
  2. Chartquellen: Singles Alben UK US
  3. Gold-/Platin-Datenbank US
  4. Joel Whitburn: Top R&B Albums 1965–1998, ISBN 0-89820-134-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]