The Animals

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The Animals
Eric Burdon & the Animals (1964)
Eric Burdon & the Animals (1964)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock, Bluesrock
Gründung 1962
Auflösung 1969
Website www.theanimalswebsite.com
Letzte Besetzung
Eric Burdon
Hilton Valentine
John Steel
Alan Price
Bryan ‚Chas‘ Chandler († 1996)
John Weider
Mick Gallagher (kurz 1965)
Dave Rowberry (ab 1965) († 2003)
Barry Jenkins
Danny McCulloch († 2015)
Vic Briggs
Zoot Money
Andy Summers

The Animals waren eine britische Rockband der 1960er Jahre.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1958 wurde die Alan Price Combo gegründet, die eine bekannte Band in den Clubs von Newcastle upon Tyne wurde. 1962 stieß ein vorheriges Mitglied der Band The Pagans, Eric Burdon, zur Band. Der Legende nach wurde die Band vom Publikum wegen ihres wilden Auftretens Animals genannt, worauf sich die Band entsprechend umbenannte.[1] Ab 1964 spielte sie in London. Ihre Musik war stark von Folk und Blues geprägt. Entdecker und erster Produzent bis Anfang 1966 war Mickie Most. Ihre erste Single war eine Coverversion von Bob Dylans Baby Let Me Take You Home. Die nächste Single The House of the Rising Sun wurde ein Riesenerfolg, auch in den USA. Es folgten die Singles I'm Crying, Boom Boom, Don’t Let Me Be Misunderstood und Bring It On Home To Me, bis Orgelspieler Alan Price ausstieg. Als Ersatz holte man sich dann den Keyboarder Mick Gallagher – auf welchen Aufnahmen er zu hören ist, ist allerdings bisher leider nirgendwo nachzuschlagen – er war laut John Steels Erinnerungen kurze Zeit zwischen dem Weggang von Alan Price und dem Einsteigen von Dave Rowberry Bandmitglied an den Tasten.

Mit Dave Rowberry am Klavier stand im Juli 1965 die neue Band fest. Es folgten die Hits We Gotta Get Out Of This Place, It’s My Life, Inside Looking Out und Don't Bring Me Down. See See Rider (1966) erreichte Platz 1 der Kanada-Single-Charts. Im September brach die Band plötzlich auseinander und Chas Chandler wurde Produzent von The Jimi Hendrix Experience. Burdon nahm ein Solo-Album auf, dessen Single „Help Me Girl“ sich gut verkaufte, im Gegensatz zum Album. Prompt stellte er eine Band mit neuer Besetzung auf die Beine, sie nannten sich Eric Burdon & The New Animals (oder einfach „The New Animals“). Nach Auftritten in Deutschland und Australien waren sie Teil des Monterey Pop Festivals im März 1967. Im April darauf folgte die Single When I Was Young. Als Hauptvertreter der Flower Power- und der Psychedelic-Bewegung konnten „Eric Burdon & The Animals“, in wechselnder Besetzung, weitere Top 10-Singles mit San Franciscan Nights, Good Times, Monterey, Sky Pilot und Ring of Fire verbuchen. Im Februar 1969 löste sich die Band endgültig auf und die Mitglieder versuchten sich als Solokünstler.

Während Burdon mit der Funkband War seine neue Richtung gefunden hatte, tourten unabhängige Musiker unter dem Namen „The Animals“. Nachdem noch mehr Coverbands den Namen benutzten und es bis dahin noch keine Rechte dafür gab, entschlossen sich die fünf Original-Mitglieder, ein neues Album aufzunehmen. Dies wurde im Dezember 1975 verwirklicht. Jedoch wurde es wegen Urheberrechts-Problemen erst 18 Monate später veröffentlicht. Die Platte Before We Were So Rudely Interrupted erhielt respektablen Zuspruch.

1983, als Burdon und Price erfolgreiche Solokarrieren hinter sich hatten und nachdem Chandler mehrere Jahre Slade produziert hatte, nahmen die fünf Original-Mitglieder nochmals ein Album auf, Ark. Die Platte fand zwar keinen Anklang bei der Kritik, brachte es jedoch zu erheblichen Verkaufszahlen und enthielt eine Single, The Night, die noch im selben Jahr die US-Charts erreichte.

Bis Anfang 1984 hielt ihre Welttournee an. Chandler gab in der Presse bekannt, dass sich die Band erneut wegen Burdons Verhalten auflöste. Price wäre jedoch in der Lage mit ihm erneut aufzunehmen, da er, seiner Meinung nach, der beste weiße Sänger überhaupt sei. Im August folgte die Live-Platte Rip it to Shreds – Greatest Hits Live.

In den 1990er Jahren entstanden weitere Bands unter ähnlichen Namen wie z. B. „Danny McCulloch’s Animals“ oder „Animals II“ um Gitarrist Hilton Valentine, die jeweils ein Album veröffentlichten. 1994 wurden The Animals in ihrer Urformation (also ohne Dave Rowberry – aber mit Alan Price) in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.[2]

Auch Burdon verwendete den Namen erneut, um drei Live-Alben zu veröffentlichen.

Seit 2001 treten „The Animals & Friends“ in wechselnder Besetzung mit einigen ehemaligen Mitgliedern auf. 2004 erschien ein Studioalbum mit neuen Tracks. Zu diesen „Animals & Friends“ gehörte neben dem Drummer John Steel bis zu seinem plötzlichen Tod im Juni 2003 auch Dave Rowberry am Klavier. Ab Juni 2003 übernahm Mick Gallagher wieder das Klavier. Vom Magazin Rolling Stone wurde Eric Burdon 2008 in die Liste der besten Sänger und Sängerinnen aller Zeiten aufgenommen. Am 29. Januar 2015 verstarb Danny McCulloch, der ehemalige Bassist der Band, an einem Herzinfarkt.[3]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Eric Burdon/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[4][5] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
The Animals
1964 The Animals 6
(20 Wo.)
7
(27 Wo.)
1965 The Animals on Tour 99
(9 Wo.)
1965 Animal Tracks 6
(26 Wo.)
57
(25 Wo.)
1966 Animalization 20
(30 Wo.)
1966 Animalism 4
(17 Wo.)
33
(22 Wo.)
Eric Burdon & the Animals
1967 Eric Is Here 121
(13 Wo.)
1967 Winds of Change 42
(20 Wo.)
1968 The Twain Shall Meet 79
(29 Wo.)
1968 Every One of Us 152
(8 Wo.)
1969 Love Is 123
(10 Wo.)
1977 Before We Were So Rudely Interrupted 70
(11 Wo.)
erste Wiedervereinigung
1983 Ark 66
(10 Wo.)
zweite Wiedervereinigung
Eric Burdon and War
1970 Eric Burdon Declares "War" 14
(4 Mt.)
50
(2 Wo.)
18
(27 Wo.)
1970 The Black Man's Burdon 20
(4 Mt.)
21
(4 Wo.)
82
(9 Wo.)
1976 Love Is All Around 140
(5 Wo.)
als War featuring Eric Burdon; nachträglich veröffentlichte Aufnahmen von 1970/71
The Eric Burdon Band
1974 Sun Secrets 51
(16 Wo.)
1975 Stop 171
(5 Wo.)
Eric Burdon
2004 My Secret Life 93
(1 Wo.)
2006 Soul of a Man 43
(4 Wo.)
2013 ’Til Your River Runs Dry 57
(1 Wo.)

Weitere Alben

  • 1971: Guilty! (Eric Burdon & Jimmy Witherspoon)
  • 1977: Survivor (Eric Burdon)
  • 1980: Darkness Darkness (Eric Burdon)
  • 1980: The Last Drive (Eric Burdon)
  • 1982: Comeback (The Eric Burdon Band)
  • 1983: Power Company (Eric Burdon)
  • 1988: I Used To Be An Animal (Eric Burdon)
  • 1995: Lost Within the Halls of Fame (Eric Burdon)
  • 2008: Mirage (Eric Burdon)


Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Liner Notes zum Album House Of The Rising Sun (Sampler von Eric Burdon featuring The Animals & War), zu lesen auf den verlinkten Abbildungen im zugehörigen Discogs-Eintrag Eric Burdon Featuring The Animals & War – House Of The Rising Sun. In: Discogs. Abgerufen am 30. April 2016.
  2. Rock and Roll Hall of Fame The Animals in der Rock and Roll Hall of Fame
  3. RIP The Animals’ Danny McCulloch: Read A Moving Family Tribute, abgerufen am 21. Juni 2015 (englisch)
  4. Chartquellen: DE1 DE2 DE3 AT [ CH] UK1 UK2 [ US1] [ US2]
  5. US-Singles: Joel Whitburn’s Top Pop Singles 1955–2006. Billboard Books, New York 2007, ISBN 0-89820-172-1. / US-Alben: The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Barry Graves, Siegfried Schmidt-Joos, Bernward Halbscheffel: Rock-Lexikon, Band 1 + 2: ABBA – ZZ Top, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2003.