Wardawar

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Вардавар2.jpg

Wardawar (armenisch Վարդավառ), auch Vardavar, ist ein Fest in Armenien, bei dem sich die Menschen gegenseitig mit Wasser bespritzen. Gefeiert wird Wardawar genau 14 Wochen (98 Tage) nach Ostersonntag. Neben Armenien wird das Fest auch in der Türkei von verschiedenen Gruppen begangen.

Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt unterschiedliche Namen für das Fest. Wardawar wird auch als "Fest der Umwandlung" bezeichnet. Das Wort Wardawar hat zudem noch weitere Übersetzungen, deren Ursprung aber nicht gesichert ist: "Das Glühen der Rose", "Das Bespritzen mit dem Wasser", "Rosenbrand" oder auch "Feuerbrand".[1] Das Brauchtum ist in Armenien verknüpft mit dem Fest der Verklärung Christi, das eines der fünf Hochfeste der armenischen Kirche ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im vorchristlichen Armenien hatte man Wardawar der zoroastrischen Göttin der Liebe und der Schönheit, Astghik, gewidmet, deren Hauptheiligtum sich in Aschtischat befand. Die Menschen besprengten sich damals zum Zeichen innerer und äußerer Reinheit mit Rosenwasser oder normalem Wasser.

Datum des Wardawar in den Jahren:

  • 2013: 7. Juli
  • 2014: 27. Juli
  • 2015: 12. Juli
  • 2016: 3. Juli

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mardiros H. Ananikian: Armenian Mythology. Kapitel 8: Nature Worship and Nature Myths. 3. Water. (The Mythology of All Races. Volume VII) New York 1925
  • S. H. Taqizadeh: The Iranian Festivals Adopted by the Christians and Condemned by the Jews. In: Bulletin of the School of Oriental and African Studies. Vol. 10, No. 3, University of London, 1940, S. 632–653

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tessa Hofmann: Annäherung an Armenien: Geschichte und Gegenwart. C.H. Beck, München 2006, S. 210