Wasserkraftwerk Bukse Fjord

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Wasserkraftwerk Bukse Fjord

BW

Lage
Wasserkraftwerk Bukse Fjord (Grönland)
Wasserkraftwerk Bukse Fjord
Koordinaten 63° 55′ 16″ N, 50° 53′ 26″ W63.921111111111-50.890555555556Koordinaten: 63° 55′ 16″ N, 50° 53′ 26″ W
Land: GronlandGrönland Grönland
Ort: Nuuk
Gewässer: Bukse Fjord
Kraftwerk
Eigentümer: Nukissiorfiit
Betriebsbeginn: 1993
Technik
Turbinen: 3
Sonstiges
Stand: 2013

Das Wasserkraftwerk Bukse Fjord ist das erste Wasserkraftwerk in Grönland.[1]

Es befindet sich südlich der Stadt Nuuk an der grönländischen Fjordküste.

Das Kraftwerk liegt 600 Meter tief in einem Berg und besteht aus Tunneln von insgesamt 14 Kilometern Länge. Der See, aus dem sich das Kraftwerk speist, befindet sich 249 Meter über dem Wasserspiegel im Bukse Fjord. Er enthält mit einem effektiven Volumen von 1,9 Kubikkilometern mehr als das Sechsfache des Jahresverbrauchs des Kraftwerks.[2] Nach seiner Fertigstellung war das Kraftwerk zunächst mit zwei Turbinen ausgestattet, die jeweils 15 Megawatt lieferten. Ende 2008 kam eine dritte Turbine dazu, was zu einer Gesamtleistung von 45 Megawatt führte.[3] Mit dem erzeugten Strom wird die ungefähr 60 Kilometer entfernte grönländische Hauptstadt Nuuk versorgt.[2] Hierfür wurde eine über 57 Kilometer lange Stromleitung gebaut, die auch über zwei Fjorde führt. Um den Ameralik-Fjord zu überspannen wurde die weltweit größte Spannweite im Freileitungsbau realisiert, diese beträgt 5,376 Kilometer.[3][4]

Inzwischen wurden weitere Wasserkraftwerke in Grönland errichtet oder sind in Planung.[1]

Der amerikanische Konzern Alcoa plant, die auf Grönland geförderten Bauxit-Erze mit Hilfe der durch die Wasserkraftwerke erzeugten Energie vor Ort zu verhütten.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Hydropower in Greenland. Greenland Development Inc., abgerufen am 8. März 2013 (englisch).
  2. a b J. Raae Andersen und Elisabeth Teisen: Grønlands første store vandkraftværk. In: Ingeniøren. 6. Juli 1990, abgerufen am 8. März 2013 (dänisch).
  3. a b Buksefjorden for fuld kraft. In: Sermitsiaq. 5. Dezember 2008, abgerufen am 8. März 2013 (dänisch).
  4. Peter A. Friis und Rasmus Ole Rasmussen: Denmark - Greenland and the Faeroe Islands - Greenland. The Royal Danish Ministry of Foreign Affairs, archiviert vom Original am 22. April 2010, abgerufen am 8. März 2013 (englisch).
  5. Ingrid Meissl Årebo: Grönland vor zukunftsweisenden Entscheidungen. In: Neue Zürcher Zeitung. 10. November 2012, abgerufen am 8. März 2013.