Weißrussen

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Die Weißrussen (in neuerer Zeit oft Belarussen nach der Eigenbezeichnung беларусы/belarusy) bilden das Staatsvolk von Weißrussland (dort ca. 8,1 Millionen), größere weißrussische Minderheiten siedeln in Teilen Polens – insbesondere im Raum Białystok – und in Russland – hier insbesondere im Westen des Landes, in den Großstädten sowie in der Exklave Kaliningrad.

Die Weißrussen in den Städten sprechen heute überwiegend Russisch oder einen Trassjanka („Viehfutter“) genannten Mischdialekt aus russischen und weißrussischen Elementen. Die Verwendung der weißrussischen Sprache ist seit 1995 wieder zurückgegangen, nachdem Präsident Aljaksandr Lukaschenka das Russische als zweite Amtssprache (wieder-)eingeführt hat.

Weißrussische Diaspora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Schätzung lebten Anfang des 21. Jahrhunderts etwa 3,5 Millionen Personen weißrussischer Abstammung im Ausland.

Im 18. und 19. Jahrhundert spielten hauptsächlich politische Gründe eine Rolle für die Flucht ins Ausland. Die erste nennenswerte Migrationswelle fand jedoch im 19. und 20. Jahrhundert statt, bei der wirtschaftliche Gründe im Vordergrund standen. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs wanderten etwa siebenhunderttausende Personen nach Russland und fünfhundert- bis sechshundertausende in westliche Staaten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs befanden sich rund 1,5 Millionen Weißrussen als so genannte "Displaced Persons" im Ausland von denen nur ein Drittel wieder in die Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik zurückkehrte.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Weißrussen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. zbsb.org (weißrussisch)