Weingut Franz Keller Schwarzer Adler

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Das Weingut Franz Keller Schwarzer Adler liegt im Ort Oberbergen (Vogtsburg im Kaiserstuhl) im deutschen Anbaugebiet Baden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Januar 2014 ist das Weingut mit Lagen wie Oberbergener Bassgeige, Achkarrer Schlossberg, Oberrotweiler Kirchberg, Oberrotweiler Eichberg Mitglied im Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter. Gegründet wurde das Gut um die Jahrhundertwende, zwischen 1895 und 1900, mittlerweile wird es in der dritten Generation von Fritz Keller geleitet, seit 2010 auch Präsident des Fußballbundesligisten SC Freiburg. Er übernahm es 1990 von seinem Vater Franz Keller (1927–2007), der als Gegner der großen Flurbereinigung in den 1970ern und 1980ern bekannt wurde und sich als Befürworter des Barriqueausbau sowie für durchgegorene Weine einen Namen machte. Franz Keller setzte sich außerdem für die Ertragsreduzierung in der Weinerzeugung ein. Zum Unternehmen gehören das Hotel „Schwarzer Adler“, dessen Restaurant seit 1969 mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet ist, die „KellerWirtschaft“ im neuen Weingut sowie das Winzerhaus „Rebstock“ und ein Import- und Export-Weinhandel. Neben dem Schwerpunkt des Vertriebs von klassischen Weinen aus Bordeaux und Burgund sind auch Weine aus weiteren wichtigen Anbaugebieten Europas im Sortiment.

Anbaugebiet/ Boden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kaiserstuhl ist die wärmste Weinregion Deutschlands. Wenige Kilometer nordwestlich von Freiburg im Breisgau erhebt sich der Kaiserstuhl zwischen Schwarzwald und Vogesen 16 Kilometer lang und bis zu 12,5 Kilometer breit auf einer Höhe von knapp 600 Metern aus der Rheinebene. Entstanden ist das stark abgetragene Gebirge aus einem vor etwa 15 Millionen Jahren aktiven Vulkan. Das Vulkanverwitterungsgestein wurde z. T. nachträglich mit einer Lössschicht bedeckt. Auf den schwarzen Böden wurzeln die Reben tief, um an Wasser und damit auch an Mineralien zu kommen.

Lagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oberbergener Bassgeige
  • Oberbergener Bassgeige Vum Kähner
  • Oberbergener Pulverbuck
  • Oberbergener Bassgeige Vum Schäfacker
  • Schlossberg
  • Eichberg
  • Kirchberg
  • Im Leh

Sortenspiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grauburgunder 36
  • Spätburgunder 30
  • Weißburgunder 15
  • Müller-Thurgau 7
  • Chardonnay 4
  • Sauvignon Blanc 2
  • Riesling 2
  • Silvaner 1
  • Gewürztraminer < 1
  • Merlot und Cabernet Sauvignon 1
  • Lemberger < 1

Das neue Weingut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingebettet in die Landschaft bietet das Weingut aufgrund seines – der Kulturlandschaft des Kaiserstuhls angepassten – terrassenartig gestalteten Gebäudes auch Einblicke in die Produktionsabläufe. Auf 4000 m² werden Traubenverarbeitung, Weinkeller, Abfüllung und Flaschenlager zusammengefasst. Das Energiekonzept: Begrünte Dächer, energiebewusstes, nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen u. a. durch Nutzen der natürlichen Isolationsmöglichkeiten des Bodens und der Gravitation.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Weinunternehmer des Jahres – Meininger Verlag 2014
  • Preis für das Lebenswerk – Falstaff 2013
  • Brillat Savarin Plakette 2012
  • Gault Millau 2011 – „Restaurateur des Jahres“
  • Gault Millau 2010 - Melanie Wager – „Sommelière des Jahres 2010“
  • Der Feinschmecker – „Beste Weinkarte 2010“
  • Eichelmann (2010) - Weingut des Jahres – „Beste Rotweinkollektion“
  • Schlemmeratlas (2009) „Weingut des Jahres 2010“
  • Diners Club Magazin (2009) - „Winzer des Jahres“ –
  • Der Metternich (2009) „Beste Weinkarte“
  • Staatsministerium Baden-Württemberg (2008) – Stern auf dem Platz des guten Geschmacks

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • André Dominé: Wein, h.f.ullmann publishing, 2013
  • Stuart Pigott: Wein spricht Deutsch, Scherz 2007
  • Stephan Reinhardt: The Finest Wines of Germany, Fine Wine Editions 2012
  • Marc Häberlin, Fritz Keller: Die Grenzgänger – Wie der Hummer aus dem Elsass nach Baden kam, Neuer Umschau Verlag 2014