Baden (Weinanbaugebiet)

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Daten
Weinbaugebiet: Baden
Bundesland: Baden-Württemberg
Weinbaufläche: 159 km² (2008)
Weinproduktion/Jahr: 1,1 Mio. Hektoliter
Weinkönigin: Franziska Aatz
Website: www.badischerwein.de
WeinbaugebieteDeutschland.svg
Deutsche Weinbaugebiete

Baden ist das südlichste und mit rund 15.906 Hektar Rebfläche und einem Durchschnittsmostertrag von 1,1 Millionen Hektoliter das drittgrößte Weinbaugebiet in Deutschland.[1] Als einziges deutsches Weinbaugebiet gehört es zur Weinbauzone B der Europäischen Union, wie auch das benachbarte Elsass, die Champagne und das Loire-Tal, die sämtlich in Frankreich liegen.

Bereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baden ist in 9 Weinbaubereiche unterteilt[2][3]:

  1. Badische Bergstraße
  2. Bodensee
  3. Breisgau
  4. Kaiserstuhl
  5. Kraichgau
  6. Markgräflerland
  7. Ortenau
  8. Tauberfranken
  9. Tuniberg


Weinreben am Kaiserstuhl

Rebsorten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weißwein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Weißwein angebaut werden unter anderem die Rebsorten Grauburgunder (Ruländer), Müller-Thurgau, Bacchus, Gutedel, Kerner, oder Riesling, Scheurebe, Sauvignon Blanc, Muskateller, Nobling, Auxerrois und Weißburgunder, Silvaner, Gewürztraminer.

2016 wurden für das bestimmte Anbaugebiet Baden zusätzlich die Weißweinsorten Chenin Blanc, Muscaris und Souvignier gris zugelassen.[4]

Rotwein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Rotwein angebaut werden vor allem Spätburgunder, Regent, Schwarzriesling, Dornfelder.

2016 wurden für das bestimmte Anbaugebiet Baden zusätzlich die Rotweinsorten Frühburgunder, Lagrein, Tempranillo und Zweigelt zugelassen.[5]

Cuvée/Verschnitt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badisch Rotgold, manchmal auch Badischer Rotling genannt, ist keine Rebsorte, sondern ein Verschnitt aus mindestens 51 % Trauben der weißen Rebsorte Grauer Burgunder mit höchstens 49 % Trauben der roten Rebsorte Spätburgunder.[6]

Bekannte Weinbauorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Weinbauorte sind Auggen, Achkarren, Bahlingen, Beckstein, Berghaupten, Bickensohl, Bischoffingen, Bötzingen, Buchholz, Bühl, Burkheim, Durbach, Eichstetten, Endingen am Kaiserstuhl, Fremersberg, Gengenbach, Glottertal, Hagnau, Hohberg, Ihringen, Istein, Jechtingen, Kappelrodeck, Königheim, Lauda-Königshofen, Laufen, Malsch, Malterdingen, Meersburg, Michelfeld, Müllheim, Neuweier, Oberbergen, Oberkirch, Oberrotweil, Ohlsbach, Ortenberg, Pfaffenweiler, Rauenberg, Salem, Sasbach, Sasbachwalden, Schliengen, Tauberbischofsheim, Überlingen, Waldulm und Weingarten.

Weinerzeuger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VDP-Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter (VDP) gehören an:

DLG-empfohlene Weingüter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) werden empfohlen:

Winzergenossenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badische Weinkönigin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Badische Weinkönigin wird seit 1950 gewählt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Weingärten in Baden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsches Weininstitut: Statistik 2009/2010. Mainz 2009 (archive.org [PDF; 219 kB]).
  2. Anbaugebiet Baden (Memento vom 27. Februar 2015 im Internet Archive) auf vino.la
  3. Badische Weinbaubereiche auf badischer-weinbauverband.de
  4. Matthias Düsi: Neue Rebsorten in Baden-Württemberg zugelassen. Badischer Tempranillo., 4. Oktober 2016, abgerufen am 4. Oktober 2016.
  5. Matthias Düsi: Neue Rebsorten in Baden-Württemberg zugelassen. Badischer Tempranillo., 4. Oktober 2016, abgerufen am 4. Oktober 2016.
  6. Wein-Ratgeber: Rotling. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 1. November 2010; abgerufen am 7. Dezember 2011.