Oberbergen (Vogtsburg im Kaiserstuhl)

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Oberbergen
Ehemaliges Gemeindewappen von Oberbergen
Koordinaten: 48° 5′ 44″ N, 7° 39′ 26″ O
Höhe: 249 m
Fläche: 7,37 km²
Einwohner: 1002 (31. Dez. 2004)
Bevölkerungsdichte: 136 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 79235
Vorwahl: 07662
Karte
Lage von Oberbergen
in der Stadt Vogtsburg am Kaiserstuhl
Luftbild Oberbergen
Luftbild Oberbergen

Oberbergen ist ein Ortsteil von Vogtsburg im Kaiserstuhl im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg mit rund 1000 Einwohnern. Das seit 1975 zur Stadt Vogtsburg gehörende Dorf besteht aus zwei Teilen: Altvogtsburg, dem Namensgeber der Stadt Vogtsburg mit rund 50 Einwohnern, und dem Wein- und Ferienort Oberbergen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt inmitten des Weinanbaugebiets Kaiserstuhl in der Oberrheinischen Tiefebene. Der Kaiserstuhl ist ein bis 557 m ü. NHN hohes Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs. Mit einer bewirtschafteten Rebfläche von rund 350 Hektar gehört Oberbergen mit zum größten Weinbauort Baden-Württembergs, der Stadt Vogtsburg.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rebhänge Oberbergens sind mit einer Lössschicht bedeckt, welche dem Boden die Fruchtbarkeit verleiht. Das Tal, in dem Oberbergen liegt, ist aufgrund von bruchtektonischen und vulkanischen Ereignissen entstanden.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Östlich angrenzend an Oberbergen liegt Schelingen, das seine Weine in der Oberbergener Winzergenossenschaft ausbauen lässt, westlich liegen die Orte Bischoffingen, Oberrotweil und Bickensohl der Stadt Vogtsburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sankt-Mauritius-Kirche

In Oberbergen gibt es Funde aus der Jungsteinzeit (ca. 5500–4950 v. Chr.). Ab etwa 800 v. Chr. gibt es Hinweise auf eine Besiedlung der Kelten, die erst um 200 n. Chr. von den Alemannen vertrieben wurden. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 972.

Am 1. Januar 1973 wurde Oberbergen in die Stadt Oberrotweil eingegliedert, deren Name am 15. April 1977 in Vogtsburg im Kaiserstuhl geändert wurde.[1]

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf die „Bassgeige“

Oberbergen ist besonders durch die Weine der örtlichen Winzergenossenschaft und Fritz Keller als Besitzer eines Weinguts und Wirt des Restaurants Schwarzer Adler bekannt. Das Restaurant besitzt seit 1969 einen Michelin-Stern. Von den Weinen aus Oberbergen ist besonders der Müller-Thurgau und der Graue Burgunder zu erwähnen.

Das Hauptanbaugebiet der Weine in Oberbergen wird Bassgeige genannt. Der Name Bassgeige ist vermutlich von der Beschaffenheit der Weinberge abgeleitet, die aus der Vogelperspektive wie eine große Bassgeige aussehen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberbergen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 496 und 510.