Weinmann Emergency Medical Technology

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WEINMANN Emergency Medical Technology
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Rechtsform GmbH + Co. KG
Gründung 2013
Sitz Hamburg
Leitung André Schulte, Philipp Schroeder, Marc Griefahn
Mitarbeiter ca. 230
Umsatz 47 Mio. €
Branche Medizintechnik
Website www.weinmann-emergency.de
Stand: 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015

WEINMANN Emergency Medical Technology GmbH + Co. KG ist ein mittelständisches, deutsches Medizintechnikunternehmen in Familienbesitz, das sich auf die Herstellung mobiler Systeme für die Bereiche Notfall-, Transport- und Katastrophenmedizin spezialisiert hat.

Unternehmensstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WEINMANN Emergency Medical Technology GmbH + Co. KG hat seinen Hauptsitz im Hamburger Stadtteil Stellingen. Das firmeneigene Zentrum für Produktion, Logistik und Service liegt im schleswig-holsteinischen Henstedt-Ulzburg.

Weltweit ist das Unternehmen mit zahlreichen Repräsentanzen vertreten, unter anderem mit Tochtergesellschaften in Russland, Frankreich, China und Singapur sowie Vertriebsbüros in Spanien und Dubai. Darüber hinaus deckt ein Netz aus Vertriebspartnern die weltweite Kundenbetreuung in ca. 100 Ländern ab, welches Medizintechnik an Rettungsdienste, Behörden, Sanitätsdienste von Armeen und an Kliniken vermarktet.

Die Geschäftsführung des Unternehmens setzt sich aus André Schulte, Philipp Schroeder und Marc Griefahn zusammen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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1874 von Gottlieb Weinmann in Ludwigshafen gegründet, war die Gottlieb Weinmann GmbH bis in die 1960er Jahre ein Metallbaubetrieb mit Fokus auf der Fertigung feinmechanischer Armaturen. Bedingt durch den Aufkauf der medizintechnischen Sparte Weinmanns und der Marke selbst durch die Lübecker Drägerwerke zog Weinmann 1956 nach Hamburg-Altona – fortan mit dem Fokus auf dem Vertrieb von Medizintechnik, Arbeitsschutzbekleidung und -ausrüstung.

1967 löste sich Weinmann von den Drägerwerken – Weinmann Geräte für Medizin GmbH + Co. KG entstand. Die Übernahme des Unternehmens durch Karl Feldhahn und der Einstieg von Dr. Joachim Griefahn machten Weinmann wieder zu einem reinen Familienunternehmen. Nach Abbau der Geschäftsfelder „Arbeitsschutz“ und „Tauchergeräte“ und mit der Entwicklung des ersten vollautomatischen, zeitgesteuerten Notfallbeatmungsgeräts MEDUMAT vollzog sich der Wandel zum reinen Medizintechnik-Hersteller. Aus dem ersten MEDUMAT entstand eine vielfältige Produktfamilie im Sektor der Notfall- und Transportbeatmung, die heute weltweiten Einsatz findet. Mit stetig wachsendem Marktanteil ersetzte der Markenname MEDUMAT im allgemeinen Sprachgebrauch der Notfallmediziner zunehmend die Begrifflichkeit „Beatmungsgerät“.

Weitere Bekanntheit erlange Weinmann ab 1974 durch die Zusammenarbeit mit dem damaligen Chefarzt des Ulmer Bundeswehrkrankenhauses Friedrich Wilhelm Ahnefeld und dem Notfallmediziner Bodo Gorgaß. Hieraus entstand der ULMER KOFFER, welcher heute zu einem Synonym für „Notfallkoffer“ geworden ist. Ergänzt wurde das Portfolio 1975 um die elektrische Absaugpumpe ACCUVAC, welche auch heute in stetig weiterentwickelter Version im Einsatz bei Rettungsdiensten und Krankenhäusern ist.

Ergänzend zur Produktlinie Beatmung schuf sich Weinmann 2004 ein zweites Geschäftsfeld: Die Defibrillation. Nach der Einführung des MEDUCORE Easy, einem automatisierten externen Defibrillator für die Anwendung durch Laien, folgte 2012 die Markteinführung des MEDUCORE Standard zum Einsatz im Profisegment. In Kombination mit einem MEDUMAT-Beatmungsgerät und einer Sauerstoffflasche lässt sich MEDUCORE Standard auf dem Tragesystem LIFE-BASE montieren und so weltweit erstmals eine tragbare Einheit aus Beatmung, Defibrillation und Monitoring realisieren.

Parallel zur notfallmedizinischen Produktsparte „Emergency“ bestand seit jeher der Bereich „Homecare“, welcher sich auf die Sauerstoff- und Schlaftherapie sowie Heimbeatmung fokussierte. 2013 kam es zur Aufspaltung des Unternehmens, wodurch die Geschäftsfelder „Emergency“ und „Homecare“ strikt voneinander getrennt wurden. Ab sofort begann sich das neu gegründete Unternehmen WEINMANN Emergency Medical Technology GmbH + Co. KG ausschließlich auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung notfallmedizinischer Produkte auszurichten. Weinmann Geräte für Medizin GmbH + Co. KG hingegen, wurde im selben Jahr zu 100 Prozent Teil der Löwenstein-Gruppe.

Zeitstrahl zur Unternehmensgeschichte von Weinmann
Zeitstrahl zur Unternehmensgeschichte von Weinmann[1]

Produktlinien und Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WEINMANN Emergency produziert und vertreibt annähernd alle medizinischen Geräte, die in einem Notfalleinsatzfahrzeug benötigt werden. Sei es ein Rettungswagen (RTW), ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF), ein Rettungshubschrauber (RTH) oder auch ein Krankentransportwagen (KTW). Es handelt sich um Beatmungsgeräte, Defibrillatoren, Absauggeräte, Geräte für die Sauerstoffversorgung an Bord, Notfallkoffer und Tragesysteme LIFE-BASE, auf denen die Geräte kombiniert mittels Halterungen im Fahrzeug sicher befestigt werden können. Die Produkte sind unter den Produktlinien Beatmung, Defibrillation und Monitoring, Tragesystem LIFE-BASE, Sauerstoff- und Fahrzeuganlagen, Absaugung und Notfallkoffer und -rucksäcke zusammengefasst.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Versorgung des Patienten ist immer Teamarbeit, in Homeland Security (2015), S. 27, als Leseprobe: http://www.homeland-sec.de/wp-content/uploads/2016/01/HS_3-2015_Leseprobe.pdf
  • Vattig, Enno: Präklinisches Airwaymanagement: Technische Unterstützung bei der Guideline-konformen Atemwegssicherung, in Rettungsdienst 823 (2015); S. 23, als Leseprobe: https://www.weinmann-emergency.de/fileadmin/News_Images/RD_9-2015_vattig.pdf
  • Renne, Aurélie: On the way to automated ventilation with CPR (translated version), in Secouriste Magazine (2011), S. 48, als Leseprobe: http://www.acertys.com/fileadmin/acertys/NEWS/News/Article_Secouriste_EN_0811.pdf
  • Luxem, Jürgen; Runggaldier, Klaus; Karutz, Harald; Flake, Frank: Notfallsanitäter Heute, 6. Auflage München: Urban & Fischer 2016, S. 406
  • Hintzenstern, Ulrich; Bein, Thomas: Praxisbuch Beatmung, 5. Auflage München: Urban & Fischer 2012, S. 142–145
  • Roessler, Markus; Kill, Clemens: Nicht invasive Beatmung in der präklinischen Notfallmedizin, in Notfallmedizin up2date 5 (2010), S.297–312
  • Hintzenstern, Ulrich; Bein, Thomas: Praxisbuch Beatmung, 3. Auflage München: Urban & Fischer 2004, S. 173–174
  • Huf, R.; Sefrin, P.: Intensivtransport, 1. Auflage Matrei in Osttirol 2000: Journalverlag, S. 106

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. WEINMANN Emergency: Über uns. 2. Juni 2016; abgerufen am 29. Juni 2016.