Henstedt-Ulzburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Henstedt-Ulzburg
Henstedt-Ulzburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Henstedt-Ulzburg hervorgehoben
Koordinaten: 53° 48′ N, 9° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Segeberg
Höhe: 36 m ü. NHN
Fläche: 39,47 km²
Einwohner: 27.517 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 697 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24558
Vorwahlen: 04193, 04535 [2]
Kfz-Kennzeichen: SE
Gemeindeschlüssel: 01 0 60 039
Webpräsenz: www.henstedt-ulzburg.de
Bürgermeister: Stefan Bauer
Lage der Gemeinde Henstedt-Ulzburg im Kreis Segeberg
Großer Plöner See Wardersee Hamburg Kreis Herzogtum Lauenburg Kreis Ostholstein Kreis Pinneberg Kreis Plön Kreis Rendsburg-Eckernförde Kreis Steinburg Tangstedt Kreis Stormarn Lübeck Neumünster Alveslohe Armstedt Bad Bramstedt Bad Segeberg Bahrenhof Bark (Gemeinde) Bebensee Bimöhlen Blunk Boostedt Bornhöved Borstel (Holstein) Buchholz (Forstgutsbezirk) Bühnsdorf Daldorf Damsdorf Dreggers Ellerau Föhrden-Barl Fredesdorf Fahrenkrug Fuhlendorf (Holstein) Geschendorf Glasau Gönnebek Groß Kummerfeld Groß Niendorf (Holstein) Groß Rönnau Großenaspe Hagen (Holstein) Hardebek Hartenholm Hasenkrug Hasenmoor Heidmoor Heidmühlen Henstedt-Ulzburg Hitzhusen Högersdorf Hüttblek Itzstedt Kaltenkirchen Kattendorf Kayhude Kisdorf Klein Gladebrügge Klein Rönnau Krems II Kükels Latendorf Leezen (Holstein) Lentföhrden Mönkloh Mözen Nahe (Holstein) Negernbötel Nehms Neuengörs Neversdorf Norderstedt Nützen Oering Oersdorf Pronstorf Rickling Rohlstorf Schackendorf Schieren (Kreis Segeberg) Schmalensee Schmalfeld Schwissel Seedorf (Kreis Segeberg) Seth (Holstein) Sievershütten Stipsdorf Stocksee Strukdorf Struvenhütten Stuvenborn Sülfeld Tarbek Tensfeld Todesfelde Trappenkamp Travenhorst Traventhal Wahlstedt Wakendorf I Wakendorf II Weddelbrook Weede Wensin Westerrade Wiemersdorf Winsen (Holstein) WittenbornKarte
Über dieses Bild

Henstedt-Ulzburg ist eine Gemeinde im Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenplatte an der Alsterquelle

Die Gemeinde liegt rund 15 km nördlich der Hamburger Stadtgrenze an der A 7 sowie mehreren Schnell- und Regionalbahn-Linien der AKN Eisenbahn (HVV-Linien A 1, A 2 und A 3).

Henstedt-Ulzburg liegt an der Aufbauachse Nord in der Hamburger Metropolregion direkt nördlich von Norderstedt sowie südlich von Kaltenkirchen. Das Gebiet grenzt, im Uhrzeigersinn geordnet und im Norden beginnend, an Kaltenkirchen, Kisdorf, Wakendorf II, Tangstedt, Norderstedt, Quickborn, Ellerau und Alveslohe.

Die Flüsse Alster und Pinnau entspringen in der Gemeinde. An der Grenze zu Ellerau liegt die Quelle des Ebachs. Daneben durchfließen mehrere Bäche wie die Krambek das Gemeindegebiet. Die Erhebungen Beckersberg (Henstedt) und Götzberg (Götzberg) liegen in Henstedt-Ulzburg, direkt nördlich in Kisdorferwohld liegt der 89 Meter hohe Rathkrügen.

Henstedt-Ulzburg ist derzeit die größte Gemeinde Schleswig-Holsteins und die siebtgrößte Deutschlands ohne Stadtrecht, wobei die sechs größten sich allesamt in Niedersachsen befinden. In der Raumplanung des Landes Schleswig-Holstein wird der Ort als Stadtrandkern I. Ordnung eingestuft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1970 10.645
1975 16.367
1980 18.753
1990 21.244
1995 23.412
2000 24.949
2006 26.402
2008 26.512
2011 27.152
2014 27.853
2015 27.902

Die stark wachsende Großgemeinde entstand am 1. Januar 1970 aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Götzberg, Henstedt (mit Henstedt-Rhen) und Ulzburg (mit Ulzburg Süd).

Entstanden sind die drei Gemeinden Henstedt, Ulzburg und Götzberg als Bauerndörfer im Mittelalter. Urkundlich erwähnt wurden Ulzburg erstmals im Dezember 1339, Henstedt im Jahr 1343 und Götzberg 1520. Archäologische Funde zeigen jedoch, dass bereits seit der Altsteinzeit Menschen in dem Gebiet lebten und in der Bronzezeit und in der Eisenzeit schon erste Ansiedlungen entstanden.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch bedingt durch die Entstehung der Gemeinde aus drei ehemals selbstständigen Orten weisen die einzelnen Ortsteile Henstedt-Ulzburgs bis heute teilweise deutliche Unterschiede auf:

Ulzburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ulzburg befindet sich das Ortszentrum der Gemeinde mit dem Rathaus und verdichteter Wohn- und Gewerbenutzung. Nördlich davon liegt mit dem AKN-Bahnhof Henstedt-Ulzburg ein Verkehrsknotenpunkt. Die Bahnstrecke selbst unterquert seit dem Jahr 2000 dieses Gebiet in einem 630 Meter langen Tunnel.[3] Durch das Zentrum führt eine stark befahrene Landesstraße (Hamburger Straße). In der Bebauung herrschen Reihen- und Einzelhäuser vor, in direkter Zentrumslage befinden sich zudem einige Wohn-Hochhäuser aus den 1970er Jahren, daneben ein knapp über 40 Meter hohes Hotelgebäude.

Im Oktober 2014 eröffnete das neue Einkaufszentrum "City-Center Ulzburg" (CCU) zwischen Rathaus und Bahnhof. [4] Es ersetzt das deutlich kleinere Ulzburg-Center. Weitere kleinere Handelsflächen liegen im direkten Umfeld des Ulzburger Ortszentrums, das in etwa durch die beiden "Torhäuser" an der Hamburger Straße aus den 2000er Jahren begrenzt ist. Dominiert wird der Einzelhandel jedoch deutlich vom Gewerbepark Ulzburg am nördlichen Ortsrand. Hier haben sich in dezentraler Lage eine Vielzahl an Filialisten mit insgesamt etwa 44.000 Quadratmeter Verkaufsfläche[5] angesiedelt. Daran schließt sich ein großes Gewerbe- und Industriegebiet an.

In Ulzburg gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule. Das Feuerwehrhaus wird von der Freiwilligen Feuerwehr Henstedt-Ulzburg, die in Henstedt ihr Hauptgebäude hat, benutzt. Das Bürgerhaus und der nördlich davon liegende Bürgerpark befinden sich auch in Ulzburg. An der Grenze zu Ulzburg Süd befindet sich ein Biotop, in dem die Pinnau entspringt. Die Kreuzkirche an der Hamburger Straße wurde bis 1969 errichtet und gehört zur evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Henstedt-Ulzburgs.[6]

Henstedt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teich „Wöddel“

Henstedt hingegen konnte sich seinen ländlichen Charakter deutlicher bewahren. Es gibt größtenteils lockere Bebauung mit Einzel- und Reihenhäusern und nur sehr wenige Mehrfamilienhäuser. Ein Supermarkt befindet sich an der Einmündung Dorfstraße/Norderstedter Straße, kleinere Geschäfte sind vorwiegend im Umkreis der angrenzenden Straße "Neuer Weg" zu finden. An der Kisdorfer Straße steht die Erlöserkirche aus dem Jahre 1880, die im neugotischen Stil errichtet wurde. Sie gehört zur evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Henstedt-Ulzburgs. Direkt daran grenzen die beiden Gemeindehäuser sowie der Henstedter Friedhof.

Im Ortsteil befindet sich die Grund- und Gemeinschaftsschule „Olzeborchschule“ (mit angeschlossenem Förderzentrum), auf der Grenze zu Ulzburg zudem das Alstergymnasium (ehemaliges Schulzentrum, „Grüne Schule“). An der Maurepasstraße liegen die örtliche Polizeiwache und die Freiwillige Feuerwehr Henstedt-Ulzburg.

Die Verkehrsanbindung nach Ulzburg wird durch Busse gewährleistet. Im alten Ortskern Henstedts befindet sich der Teich „Wöddel“, die benachbarte alte Volksschule wurde in einen Kindergarten umgewandelt.

Ulzburg Süd[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulzburg Süd entstand in großen Teilen erst in den vergangenen Jahren. Bis heute werden dort in großem Stil Neubaugebiete vorwiegend für Reihenhäuser ausgewiesen. Ein eindeutiges Zentrum besitzt der Ortsteil nicht, Einzelhandel hat sich teilweise lang gezogen am südlichen Ende des Ortsteils entlang der Ulzburg Süd durchquerenden Landesstraße konzentriert. Am Rande Ulzburg Süds befindet sich der gleichnamige AKN-Bahnhof, ansonsten ist der Ort über eine Buslinie nach Ulzburg und Norderstedt an den ÖPNV angebunden. Die Planungen für einen neuen Ortsteil „Beckershof“ mit Häusern für mehr als 5000 Menschen westlich der AKN-Strecke, die derzeit den Ortsteil begrenzt, wurden nach der Kommunalwahl 2008 aufgrund der veränderten politischen Lage aufgegeben. Der Bau dieses Großprojektes war in der Gemeinde sehr umstritten. Die früher regierende CDU-Fraktion war für den Ausbau, die Kommunalwahl wurde jedoch von der Wählergemeinschaft Henstedt-Ulzburg (WHU) gewonnen, deren hauptsächliches Wahlkampfthema ihr Nein zum Beckershof-Projekt war. Die Planungszone ist ein Umgemeindungsgebiet und gehörte bis vor wenigen Jahren zu Alveslohe.

Zwischen Ulzburg Süd und dem Rhen liegt das Umspannwerk „Hamburg Nord, Teil Ulzburg“ des Stromnetzbetreibers Tennet TSO. Hier laufen mehrere Hochspannungsleitungen zusammen, über die große Teile des Stromtransports von und nach Schleswig-Holstein abgewickelt werden. Auf dem Gelände steht auch das höchste Bauwerk der Gemeinde, ein etwa 100 Meter hoher Richtfunkmast. Die Grundschule Lütte School wurde in den 2000ern gebaut und befindet sich in dem Ortsteil.

Rhen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moor bei Henstedt-Rhen

Der Rhen ist der südlichste Ortsteil Henstedt-Ulzburgs. Er gehörte bis 1970 zu Henstedt und wurde in weiten Teilen erst nach dem Zweiten Weltkrieg bebaut,[7] es herrschen auch hier Reihen- und Einzelhäuser vor. Daneben gibt es allerdings auch diverse Mehrfamilienhäuser und am Centrum Rhen zwei Wohnhochhäuser. Im Osten und Nordosten des Ortsteils existieren viele größere Einfamilienhäuser. Im Südosten befindet sich die Paracelsus-Klinik. An den ÖPNV ist der Rhen mit der Buslinie Ulzburg – Norderstedt Mitte (U-Bahn-Anschluss nach Hamburg) angebunden. Neben der Grundschule Rhen, die 2011 ihr 50-jähriges Bestehen feierte, im Zentrum des Ortsteils, befindet sich am Nordrand die Gemeinschaftsschule Rhen. Auf dem Rhen liegt auch die Sportanlage des ehemaligen Fußball-Oberligisten SV Henstedt-Rhen, der mittlerweile unter dem Namen SV Henstedt-Ulzburg in der Schleswig-Holstein-Liga (5. Liga) spielt.

Auf dem Rhen befinden sich im Osten das Naturschutzgebiet Oberalsterniederung sowie die Quelle der Alster, die in Hamburg in die Elbe mündet. Dort befindet sich außerdem ein größeres Moor, das Lütt Wittmoor. Die St.-Petrus-Kirche liegt an der Norderstedter Straße, gehört allerdings nicht zur Henstedt-Ulzburger Kirchengemeinde.

Götzberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Götzberger Mühle

Götzberg bewahrte sich weitgehend seinen ursprünglichen Charakter. Der Ortsteil liegt völlig getrennt vom Rest der Gemeinde etwa drei Kilometer östlich von Henstedt auf einer Anhöhe. Er ist erheblich dünner besiedelt als die anderen Ortsteile. Es herrschen Einzelhäuser und Landwirtschaft vor. Bekannt ist Götzberg für seine unter Denkmalschutz stehende Windmühle sowie ein größeres Trödelgeschäft. Das Feuerwehrhaus Götzbergs ist mit Fahrzeugen bestückt und wird von der Freiwilligen Feuerwehr Henstedt-Ulzburg genutzt.

Im Norden, an der Grenze zu Kisdorf, gehört ein Teil des FFH-Gebiets Landesforst Gehege Endern (kurz Endern), eines großen Waldes, zu Götzberg.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2013
Wahlbeteiligung: 42,92 % (-4 Pp.)
 %
40
30
20
10
0
33,1 %
22,3 %
20,7 %
19,9 %
4,1 %
WHU
BFB
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
 20
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
+2,72 %p
-12,55 %p
-4,41 %p
+19,9 %p
-4,6 %p
WHU
BFB
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Von den 41 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU 14, die SPD acht, die Wählergemeinschaft WHU neun Sitze, die Bürger Für Bürger Fraktion (BFB) acht Sitze und die FDP zwei Sitze. Bürgervorsteher und damit Vorsitzender der Gemeindevertretung ist Uwe Schmidt (CDU).

Kinder- und Jugendparlament[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg verfügt über ein Kinder- und Jugendparlament, das zur Aufgabe hat, alle gemeindepolitischen Fragen und Beschlüsse aus Sicht der Jugend zu prüfen und gegebenenfalls Änderungsvorschläge vorzubringen. Gewählt wird alle zwei Jahre. Bei etwa 2700 Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde gibt es laut Satzung auf Grund des 1-Prozent-Schlüssels 27 Vertreter. Die Letzte Wahl fand am 17 Juni 2014 statt, alle 27 Kandidaten wurden in das Gremium gewählt. Inzwischen ist das Gremium auf eine Zahl von 24 geschrumpft.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber zwischen einer schwebenden, fünfmal gezinnten roten Mauerkrone oben und zwei blauen Wellenfäden unten ein dreiblättriger grüner Eichenzweig.“[8]

Zentrale Figur im Wappen der Gemeinde Henstedt-Ulzburg ist der dreiblättrige Eichenzweig. Er bezieht sich auf die 1970 erfolgte Vereinigung der drei bis dahin selbstständigen Orte Henstedt, Ulzburg und Götzberg, von denen Ulzburg sogar über ein eigenes Wappen verfügte. Der gemeinsame Stängel weist auf das Zusammengehörigkeitsbewusstsein der Ortsteile unter dem gemeinsamen kommunalen Dach hin. Die Blätter geben Auskunft über die Art der früheren Bewaldung in allen drei Dörfern, einschließlich einer königlichen Hölzung in Henstedt. Die schwebende Mauerkrone symbolisiert die mittelalterliche „Olzeborch“, deren Spuren auf einer Anhöhe, noch heute „Burg“ genannt, erhalten sind. Über ihre Besitzer ist nichts bekannt. Ebenso unbekannten Ursprungs sind die auf einer weiteren, benachbarten Erhebung gefundenen Grundmauersteine eines vergangenen Schlosses. Die Bek, an der beide Anhöhen liegen, wird weiter westlich zur Pinnau. Auf der Gemarkung Henstedts befindet sich die Quelle der Alster. Die Wellen im Schildfuß weisen darauf hin.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Auf weißem, oben und unten von einem grünen Randstreifen begrenzten Tuch im Liek das Gemeindewappen (ohne Schild), im fliegenden Ende drei waagerechte grüne Streifen von der gleichen Breite wie die Randstreifen.“[8]

Paten- und Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ehemaliges Kirchspiel Virchow (Wierzchowo), Pommern, seit 1964
  • Lehrgruppe Generalstabs/Admiralstabsdienst mit internationaler Beteiligung/europäische Sicherheit der Führungsakademie der Bundeswehr, seit 2007

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bisherigen Bürgermeister der zusammengeschlossen Gemeinde Henstedt-Ulzburg waren:

  • 1970–1988: Heinz Glück (* 1924, † 2013; CDU); Anmerkung: Glück ist erster und einziger Ehrenbürger Henstedt-Ulzburgs und Träger des Bundesverdienstkreuzes.
  • 1988–2009: Volker Dornquast (* 1951, CDU); Anmerkung: Dornquasts 21 Jahre lange Amtszeit hätte eigentlich noch mindestens bis 2014 gedauert, er legte seinen Posten jedoch nieder, um stattdessen Staatssekretär im schleswig-holsteinischen Innenministerium zu werden.
  • Oktober 2009–Mai 2010: vakant
  • 2010–2013: Torsten Thormählen (* 1963, parteilos); Anmerkung: Gegen Thormählen wurde 2012 ein unbefristetes Arbeitsverbot aufgrund des Verdachts, er habe vor einigen Jahren Geld veruntreut, in Kraft gesetzt. So konnte er seine Arbeit nicht verrichten, wurde allerdings erst mit der Bundestagswahl 2013 offiziell abgewählt.
  • September 2013–März 2014: vakant
  • seit 2014: Stefan Bauer (* 1969, parteilos); Anmerkung: Bauer ist seit 2013 Leiter des Fachkommissariats Cybercrime (LKA 54) und stellvertretender Abteilungsleiter Wirtschaftskriminalität (LKA 5) im Landeskriminalamt Hamburg.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Treffpunkt für viele Veranstaltungen in der Gemeinde ist das Bürgerhaus. Es bietet nicht nur Vereinen und Verbänden Räumlichkeiten, sondern kann auch von Bürgern der Gemeinde für private Feierlichkeiten gemietet werden. In der Kulturkate treffen sich regelmäßig die Mitglieder von Bürger Aktiv, die Kate wird aber auch für Musikabende, Treffen, Lesungen sowie Seminare und VHS-Literaturtage genutzt.

2009 wurde die Kunst- und Kulturwoche Henstedt-Ulzburg (KuKuHU) etabliert. Ehrenamtlich wird in der Pfingstwoche mit über 100 Künstlern im gesamten Henstedt-Ulzburg Kunsthandwerk, Musik, Malerei u. a. ohne Eintritt ausgestellt.

Der aus 26 Findlingen bestehende Findlingsgarten wurde 2006 im Henstedt-Ulzburger Bürgerpark angelegt.[9]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Henstedt-Ulzburg stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Im Ortsteil Götzberg steht eine Windmühle. Der Galerieholländer aus dem Jahr 1877 hat eine gut erhaltene Technik. Der Mühlenverein Götzberger Mühle e. V. kümmert sich um die Restaurierung der alten Mühle. Traditionell wird hier der Deutsche Mühlentag am Pfingstmontag begangen.

Kulturförderungsvereinigung „forum“ Henstedt-Ulzburg e. V. veranstaltet regelmäßig Theaterabende, Lesungen, musikalische Abende, Konzerte, Kabarett und ähnliches in der Kulturkate.

Ein weiteres vergleichsweise altes Bauwerk war die als „weiße Brücke“ bekannte Alsterbrücke zwischen den Ortsteilen Henstedt und Rhen, deren Zustand im Herbst 2010 heftige Diskussionen auslöste. Viele Anwohner wollten die etwa 80 Jahre alte Brücke gerne behalten, doch eine Restaurierung war teurer als der Bau einer ganz neuen, modernen Brücke. Am Ende wurde als Kompromiss eine neue Brücke im Stil des vorherigen Bauwerks am gleichen Ort errichtet und 2013 für den Verkehr freigegeben.

Einmal im Leben – Geschichte eines Eigenheims[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überregionale Bekanntheit erlangte die Gemeinde im Jahre 1972 durch Dieter Wedels Debüt-Fernsehfilm, den dreiteiligen Straßenfeger Einmal im Leben – Geschichte eines Eigenheims, in dem die Familie Semmeling nahe der Alsterquelle in Henstedt-Ulzburg ein Haus baut. Die Außendreharbeiten fanden vor Ort statt.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Fusion des FC Union Ulzburg, des MTV Henstedt-Ulzburg und des SV Henstedt-Rhen ist zum Jahresbeginn 2009 der Großsportverein SVHU mit über 400 Übungsleitern und Trainern entstanden. Der neue SV Henstedt-Ulzburg konkurriert mit dem VfL Pinneberg (5543 Mitglieder) um den Titel des größten Sportvereins in Schleswig-Holstein. Mit 56 Jugendteams dürfte der SVHU 2009 die größte Jugendabteilung im Lande haben; im Kreis Segeberg stellt der Großverein ein Drittel aller Mannschaften. Neu ist auch die gegründete Sports Marketing GmbH des Vereins.

Besonders erfolgreich ist die Handballmannschaft der Männer des SV Henstedt-Ulzburg, die sich „SVHU Frogs“ nennt und 2015/16 in der 2. Handball-Bundesliga spielt.

Soziales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soziale Vereine und Einrichtungen sind unter anderem das Deutsche Rote Kreuz und die Freiwillige Feuerwehr. Dazu gehört aber auch der ehemalige Hausfrauenbund, jetzt „Bürger Aktiv“ und das Familienzentrum. Das ehemalige Mütterzentrum wurde im Ulzburg-Center erweitert, Kurse, Babysittervermittlung und Qualifizierung von Babysittern, Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund, Seminare zum Thema Erziehung und eine große Anzahl vieler Kinderspielgruppen und Eltern-Kind-Gruppen komplettieren das umfangreiche Angebot des Familienzentrums. Daneben ist noch der kommunale Rat für Kriminalitätsverhütung zu nennen.

Zudem ist ansässig der Sozialverband Deutschland e. V., die „Sozialberatung Diakonisches Werk“, die DRK-Sozialstation (unter anderem Sonntags-Mittagstisch für Senioren), der Mittagstisch Evangelisch-methodistische Kirche (dienstags im Ulzburg-Center), der Mittagstisch St. Petrus Kirche (Rhen) und auch der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB). Die Mitarbeiter des DKSB organisieren neben ihrer Funktion als Beratungsstelle etwa bei Gewalt in der Familie Kinderaktionen und sind stets bei Gemeindeaktionen wie dem Weltkindertag oder bei dem deutschen Mühlentag mit ihrem Spielmobil vertreten. Des Weiteren existieren Institutionen wie der Lions Club Henstedt-Ulzburg, die Beratungsstelle für Erziehungs-, Familien- und Lebensfragen der Therapiehilfe e. V., der Tierschutz Westerwohld oder der „Weiße Ring“ (Kisdorf).

Zudem engagieren sich Senioren aktiv in der Gemeinde, zum Beispiel durch die „Senioren-Union“ oder den Seniorenbeirat, der sich aus Senioren zusammensetzt, die von Senioren der Großgemeinde gewählt wurden. Die Ehrenamtler vertreten unter anderem die Belange der Senioren in Gemeinderatssitzungen, führen regelmäßig Beratungsstunden im Rathaus durch und sind Mitorganisatoren der Seniorentage und -woche. Der „Verein der Grünen Damen“ sind ehrenamtlich tätige Frauen, die in den Abteilungen der Paracelsus-Klinik tätig und Ansprechpartner der Patienten sind.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sportliche Angebote in Henstedt-Ulzburg gestaltet zum Beispiel der Sportverein Henstedt-Ulzburg, der zu Beginn des Jahres 2009 aus dem Zusammenschluss des SV Rhen, des MTV Henstedt-Ulzburg und des FC Union Ulzburg hervorgegangen ist, die SG Henstedt-Ulzburg, die HSG Henstedt-Ulzburg, und die Schützengilde Henstedt-Ulzburg. Außerdem wird das sportliche Angebot durch den TGHU Alsterquelle, den Reiterclub Alsterquelle, den Reit- und Fahrverein Kisdorf, Henstedt-Ulzburg und Umgebung e. V. und den Reiterverein Vogelsang e. V. sowie den Anglerverein „Karpfen“ Ulzburg e. V., der Schützengilde ergänzt.

In der Gemeinde existieren neben mehreren großen Sporthallen und Fußballplätzen eine Tennisplatzanlage mit entsprechender -halle sowie das Stadion B-Anlage mit Kunststoffbahn in der Beckersbergstraße/Jahnstraße. Sportzentren des SVHU mit mehreren Platzen befinden sich in Henstedt und auf dem Rhen.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugendeinrichtungen sind zum Beispiel das Deutsche Jugendrotkreuz und die Jugendfeuerwehr als Pendant zum Deutschen Roten Kreuz und der Freiwilligen Feuerwehr; außerdem der Musikzug Alstergarde e. V. Henstedt-Ulzburg und die Freie Pfadfinderschaft Nordland e. V. Die evangelische Pfadfinderschaft St. Johannes Henstedt gehört dem Ring Evangelischer Gemeindepfadfinder an und ist mit weit über 100 Mitgliedern einer der größten Stämme des Verbands.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Ansiedlung von Gewerbe hat sich die Gemeinde insbesondere in den vergangenen 15 Jahren gewandelt. Während in der Vergangenheit viele Einwohner zu ihren Arbeitsplätzen ins benachbarte Norderstedt oder nach Hamburg pendeln mussten, bietet Henstedt-Ulzburg heute Arbeitsplätze vor Ort. Bedeutung hat dabei vor allem das nördlich des Ortsteils Ulzburg gelegene Gewerbegebiet. Es bietet neben Flächen für Dienstleistungsbetriebe Platz für viele namhafte Handelsunternehmen, die hier Filialen auf der Grünen Wiese eröffneten. Darunter befinden sich Ketten wie Media Markt oder Real. Die Läden im Ortszentrum selbst haben mit der nahen Konkurrenz deutlich zu kämpfen.

Ein weiteres, deutlich kleineres Gewerbegebiet liegt nördlich des Ortsteils Rhen.

Die Gastronomielandschaft gibt neben italienischen, griechischen und sonstigen Restaurants drei Döner-Läden, eine Burger-King-, eine McDonald’s-, eine Fresh!- und eine Kentucky-Fried-Chicken-Filiale her. Des Weiteren sind zwei Pizza-Services, zwei Hähnchenstände und ein Croque-Laden in Henstedt-Ulzburg vertreten.

Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt zurzeit 322 %.

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henstedt-Ulzburg verfügt über ein Naturfreibad am Beckersbergsee, das in den Sommermonaten geöffnet ist. An dem See liegt außerdem die Henstedt-Ulzburger Schützengilde. In Henstedt sowie auf dem Rhen befindet sich jeweils ein Jugendzentrum. Es stehen außerdem zwei Minigolfplätze (von denen aktuell nur einer in Betrieb ist) und eine Paintball-Anlage in Ulzburg zur Verfügung. In der Nähe der Gemeinde befinden sich zwei Golfplätze: das Gut Kaden mit 27 Löchern in Alveslohe und das Gut Waldhof als 18-Loch-Platz in Kisdorf.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Henstedt-Ulzburg

Der Bahnhof Henstedt-Ulzburg liegt an der Bahnstrecke Hamburg-Altona–Neumünster und der Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer Eisenbahn. Der Bahnhof Ulzburg Süd an der Alsternordbahn. Es verkehren folgende Züge der AKN Eisenbahn:

  • Hamburg-Eidelstedt – Neumünster (Linie A1)
  • Ulzburg Süd – Norderstedt Mitte (Linie A2)
  • Ulzburg Süd – Elmshorn (Linie A3).

Es existieren mit den Stationen Henstedt-Ulzburg und Ulzburg Süd zwei Bahnhöfe, die von jeweils allen drei Linien der AKN angefahren werden. Für die Einwohner des Ortsteils Rhen kann zusätzlich die auf Norderstedter Gebiet liegende Station Meeschensee der Linie A2 günstig sein. Die Fahrzeit zum Hamburger Hauptbahnhof beträgt etwa 50 bis 60 Minuten, nach Elmshorn etwa 35 Minuten, nach Kiel sind es etwa 80 Minuten. Über eine Beschleunigung der im Vergleich zur Straße nicht konkurrenzfähigen Bahnverbindung wurde bereits mehrfach nachgedacht. So wurde 2008 geprüft, ob eine deutliche Verbesserung des bestehenden ÖPNV-Angebots durch die Verlängerung der Hamburger Flughafen-S-Bahn zur AKN-Trasse und damit verbunden eine S-Bahn über Henstedt-Ulzburg bis Kaltenkirchen bis 2015 möglich ist.[10] Diese Variante scheiterte an den zu hohen Kosten. Nunmehr streben die AKN und das Land Schleswig-Holstein an, die bestehende AKN-Strecke von Hamburg-Eidelstedt nach Kaltenkirchen bis 2017/18 mit einer Oberleitung zu elektrifizieren und in das Netz der S-Bahn Hamburg zu integrieren. Mit dem Ausbau wäre auch Henstedt-Ulzburg per S-Bahn umsteigefrei mit der Hamburger Innenstadt verbunden, die Fahrzeit könnte sich zudem um einige Minuten verkürzen.

Die Busse der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG (VHH) verbinden die Ortsteile der Gemeinde mit dem als Zentrum des Ortes geltenden AKN-Bahnhof Henstedt-Ulzburg. Von hier führt die Buslinie 293 über Rhen und Norderstedt-Harksheide zum U-Bahnhof Norderstedt Mitte. Außerdem gibt es die Regionalbuslinie 7141 von Barmstedt über Alveslohe, AKN-Bahnhof Henstedt-Ulzburg, Henstedt, Götzberg, Nahe, Itzstedt nach Bad Oldesloe.

In den Wochenendnächten sind die Ortsteile Ulzburg, Ulzburg Süd und Rhen über die Buslinie 616 im 40-Minuten-Takt mit der Haltestelle Norderstedt Mitte der Hamburger U-Bahn verbunden. Bis Norderstedt Mitte verkehrt in dieser Zeit die U-Bahnlinie U1 alle 20 Minuten direkt aus der Hamburger Innenstadt.

Henstedt-Ulzburg gehört zum Gebiet des Hamburger Verkehrsverbund (HVV), so dass alle (Regional- und Nah-)Verkehrsmittel zu einem einheitlichen Tarif benutzt werden können.

Individualverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henstedt-Ulzburg liegt an der Bundesautobahn 7 Flensburg – Füssen und der Landesstraße von Norderstedt nach Kaltenkirchen.

Im Ort waren am 1. Januar 2016 16.773 Pkw zugelassen, davon 1.460 auf gewerbliche Halter. Dazu kamen 928 Lkw.

Die Terminals des Hamburger Flughafens sind etwa 20 Kilometer entfernt, die Hamburger Innenstadt knapp 30 Kilometer.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als regionale Tageszeitungen erscheinen die Segeberger Zeitung sowie das Hamburger Abendblatt mit seiner Norderstedt-Regionalausgabe. Seit dem Jahr 2011 berichten die Henstedt-Ulzburger Nachrichten – ausschließlich online – insbesondere über die Lokalpolitik der Großgemeinde. Auch das Stadtmagazin Henstedt-Ulzburg erscheint online mit lokalen Nachrichten. Darüber hinaus erscheinen verschiedene wöchentliche Anzeigenblätter wie die Umschau oder das Hamburger Wochenblatt mit lokalen Inhalten.

Telekommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DSL- und Telefonvollanschlüsse werden derzeit im Ortsgebiet von der Deutschen Telekom, Versatel, WilhelmTel und HanseNet (Alice) angeboten. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Anschlüsse DSL-fähig. Weite Teile der Henstedt-Ulzburger Siedlungsfläche verfügen zusätzlich über einen Kabelanschluss der Kabel Deutschland GmbH.

Zurzeit erfolgt durch die Norderstedter Firma wilhelm.tel eine flächendeckende Erschließung mittels Glasfaser. In den erschlossenen Gebieten sind Internetanschlüsse mit Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s und Kabelfernsehen möglich.

Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich des Ortsteils Rhen befindet sich ein großes 220-kV-/110-kV-Umspannwerk des Übertragungsnetzbetreibers Tennet. Auf dem Areal dieses Umspannwerks befindet sich auch ein 99 Meter hoher, als freistehende Stahlfachwerkkonstruktion ausgeführter Richtfunkturm, unter dessen Beinen eine auch von Lastkraftwagen befahrbare, aber für den öffentlichen Verkehr gesperrte Transportstraße hindurchführt.

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tanklöschfahrzeug TLF 16/25

Die Feuerwehr der Gemeinde Henstedt-Ulzburg wurde im Jahr 1970 gegründet, eingliedert wurden die drei bisher eigenständigen Freiwillige Feuerwehren Henstedt, Ulzburg und Götzberg. In diesen drei Feuerwehren verrichten zurzeit rund 170 Kameraden ihren freiwilligen Dienst. Funkortsname der Feuerwehr Henstedt-Ulzburg ist „60“. Fahrzeuge der beiden Feuerwehren Henstedt und Ulzburg sowie Sonderfahrzeuge sind im zentralen Feuerwehrhaus in der Maurepasstraße untergebracht. Die Götzberger Feuerwehr hat einen eigenen Standort.

Die Feuerwehr Henstedt ist die älteste der drei Feuerwehren, sie wurde 1889 gegründet. Im zentralen Feuerwehrhaus stehen der Henstedter Feuerwehr neben den Sonderfahrzeugen ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 und ein Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 zur Verfügung.

Die Ulzburger Feuerwehr ist ebenfalls im zentralen Feuerwehrhaus untergebracht. Den Feuerwehrleuten der 1907 gegründeten Feuerwehr stehen ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 und ein durch den Bund beschafftes Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS zur Verfügung. Angegliedert an die Ulzburger Feuerwehr ist der Feuerwehr-Musikzug.

Im Ortsteil Götzberg befindet sich das zweite Feuerwehrhaus, in der etwa 30 Feuerwehrangehörige der 1934 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Götzberg mit einem Löschgruppenfahrzeug LF8/6 und einem Mannschaftstransportfahrzeug MTF untergebracht sind.

Neben den sechs den einzelnen Feuerwehren unterstellten Fahrzeugen werden eine Reihe von Sonderfahrzeugen vorgehalten, die alle in dem gemeinsam genutzten, 2008 vergrößerten zentralen Feuerwehrhaus vorgehalten werden. Es handelt sich hierbei um einen ELW 1 und einen ELW 2 für die Einsatzleitung bei verschieden großen Schadenslagen, ein flexibel einsetzbares MZF, einen GW-L, einen RW2, eine DLK 23-12cc, ein Krad für Erkundung beispielsweise in Waldgebieten, ein Mannschaftstransportfahrzeug MTF und ein Löschgruppenfahrzeug LF 8, die zumeist von der Jugendfeuerwehr genutzt werden. Insgesamt umfasst der Fuhrpark 15 Fahrzeuge.

Die 1964 gegründete Jugendfeuerwehr Henstedt-Ulzburg ist die älteste Jugendfeuerwehr im Kreis Segeberg. Über die Hälfte aller aktiven Mitglieder der drei Feuerwehren kommt aus der Jugendfeuerwehr Henstedt-Ulzburg. Zurzeit sind in dieser etwa 40 Mädchen und Jungen zwischen 12 und 18 Jahren aktiv.

Seit 1926 ursprünglich als Teil der Freiwilligen Feuerwehr Ulzburg gegründet, gehört auch der Musikzug mit 24 aktiven Musikern zur Feuerwehr.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

in Henstedt-Ulzburg gestorben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alstergymnasium Henstedt-Ulzburg, bis August 2010: Schulzentrum

Neben vier Grundschulen verfügt Henstedt-Ulzburg über ein Gymnasium sowie zwei Gemeinschaftsschulen. Grundschulen sind die Grundschule Ulzburg, die 2008 eröffnete Lütte School in Ulzburg-Süd, die Grundschule Rhen und die der Gemeinschaftsschule angeschlossene Grundschule am Beckersberg. Im Ortsteil Henstedt-Rhen befindet sich die Gemeinschaftsschule Rhen, am Beckersberg in Henstedt die Gemeinschaftsschule mit dem Namen „Olzeborchschule“, die seit dem Schuljahr 2010/2011 ihren Betrieb aufgenommen hat und aus der Hauptschule am Beckersberg und der Realschule im Schulzentrum hervorging.

Das Bildungsangebot wird durch das 1978 eröffnete Alstergymnasium in der Maurepasstraße mit über 1200 Schülern und etwa 100 Lehrern komplettiert. Überregional konnte diese Schule vor allem bei Wettbewerben wie Business@School oder Jugend Debattiert von sich reden machen. Bis 2010 war auch die Realschule in dem Gebäude beherbergt, das damals Schulzentrum Henstedt-Ulzburg hieß und aufgrund seiner Farbe häufig „Grüne Schule“ genannt wird. Das Forum des Alstergymnasiums wird häufig neben dem Bürgerhaus für größere Veranstaltungen genutzt (u.A. für den Musikwettbewerb „Talented“). In den beiden Sporthallen bestreiten die SVHU Frogs, die aktuell in der zweiten Handball-Liga spielen, ihre Heimspiele. Die Jugend-Handball- und Fußballmannschaften des Gymnasiums sind sehr erfolgreich und waren schon mehrmals Landessieger.

Weitere Bildungseinrichtungen in Henstedt-Ulzburg sind die Volkshochschule und die Gemeindebücherei und -mediothek in Nähe des Rathauses in Ulzburg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Gülk, Jonny Steenbock et al. (2007): Chronik des Dorfes Götzberg. Hrsg. von der Gemeinde Henstedt-Ulzburg. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum, ISBN 978-3-89876-372-1.
  • Willi Neuhoff (2007): Geschichte der Schule Ulzburg. Hrsg. von der Gemeinde Henstedt-Ulzburg. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum, ISBN 978-3-89876-394-3.
  • Volkmar Zelck (2007): Ortsgeschichte Henstedt-Ulzburg. Die Entwicklung der Dörfer Götzberg, Henstedt und Ulzburg bis zur Großgemeinde. Hrsg. von der Gemeinde Henstedt-Ulzburg. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum, ISBN 978-3-88042-754-9.
  • Detlef Dreessen et al. (1997): Rhener Geschichte(n). Verlag Detlef Dreessen, Henstedt-Ulzburg, ISBN 978-3-939993-01-8.
  • Marcus Menzl (2007): Leben in Suburbia: Raumstrukturen und Alltagspraktiken am Rand von Hamburg, S. 61ff. Campus Verlag. ISBN 3-593-38538-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Henstedt-Ulzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2014 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. ONB-Grenzen der Bundesnetzagentur, Stand vom 4. Februar 2013; abgerufen am 20. Juli 2013
  3. AKN-Seite
  4. 20 neue Geschäfte: CCU eröffnet auf kn-online.de, 15. Oktober 2014, abgerufen am 24. Januar 2016.
  5. B-Plan Nr. 35, 5. Änderung 'Ohland', Kaltenkirchen. Verträglichkeitsgutachten. Stadt Kaltenkirchen, 2. Dezember 2014, S. 9, abgerufen am 26. Januar 2016 (PDF, 1,93 MB).
  6. Website der Kreuzkirche → Gebäude
  7. Rhener Geschichte(n) (Memento vom 5. September 2013 im Internet Archive)
  8. a b Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  9. Flyer Findlingsgarten. Gemeinde Henstedt-Ulzburg, Juli 2006, abgerufen am 4. Juli 2015 (PDF, 414 KB).
  10. Drei-Achsen-Konzept für den Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs in Schleswig-Holstein / Hamburg (PDF; 202 kB), Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr Schleswig-Holstein