Welfesholz

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Welfesholz
Stadt Gerbstedt
Koordinaten: 51° 38′ 17″ N, 11° 34′ 0″ O
Höhe: 212 m ü. NHN
Fläche: 3,9 km²
Einwohner: 215 (31. Dez. 2009)
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 06347
Vorwahl: 034783
Gerbstedt (Ortschaft)AugsdorfRottelsdorfFreistFriedeburg (Saale)FriedeburgerhütteHeiligenthalHübitzIhlewitzRottelsdorfSierslebenWelfesholzZabenstedtLandkreis Mansfeld-SüdharzKarte
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Lage von Welfesholz in Gerbstedt

Welfesholz ist ein Ortsteil der Stadt Gerbstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt.

Steinkreuz Welfesholz
Haldenlandschaft westlich von Welfesholz
Rittergut Welfesholz

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Welfesholz liegt ca. 4 km östlich von Hettstedt und 14 km nördlich von Eisleben an der Kreuzung der L72 und der L158. Direkt im Westen grenzt das Welfesholz (ein Wäldchen) an. Die mittlerweile stillgelegte Bahnstrecke Halle Klaustor–Hettstedt berührt den Ort im Süden. Im Ort beginnt ein in jüngerer Zeit trocken gefallener Graben, der früher einmal Wasser führte. Er setzt sich weiter nach Westen in Richtung Hettstedt fort.[1] Der nördlich von Welfesholz gelegene Bach Rote Welle fließt noch. Auf halber Strecke zwischen Welfesholz und Sandersleben an seinem Lauf lag die Wüstung Rote Welle. Südöstlich der Ortslage befindet sich der nicht sehr tiefe Kriegs-Grund, Krieg bedeutet hier Grenze. Durch diesen floss der 1826 ausgetrocknete Sohlbach. In einer weiteren Eintiefung südöstlich des Dorfes liegt die Wüstung Nisselsdorf.

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Welfesholz und der näheren Umgebung befinden sich mehrere ungewöhnliche Steine. Am nördlichen Ortsausgang steht das aus dem Mittelalter stammende Steinkreuz Welfesholz. Der Feldpredigerstein steht an der Straße nach Gerbstedt. Zu nennen ist auch der sogenannte Verwohrene Stein, ein mittelgroßer freistehender Nagelstein neben einem Jägerstand in einem Feld nordwestlich vom Ort, sowie der Löcherige Stein. Im Ort befindet sich außerdem die um 1900 entstandene Kapelle Welfesholz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schlacht am Welfesholz am 11. Februar 1115 kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen kaiserlichen und sächsischen Truppen, die die Sachsen für sich entscheiden konnten.

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die Gemeinden Welfesholz, Augsdorf, Friedeburgerhütte, Hübitz, Ihlewitz, Rottelsdorf, Siersleben und Zabenstedt mit der Stadt Gerbstedt zur neuen Stadt Gerbstedt zusammen.[2] Die Verwaltungsgemeinschaft Gerbstedt, zu der Welfesholz gehörte, wurde aufgelöst.

Als nach der Eingemeindung in vielen Ortschaften der neuen Stadt Gerbstedt Straßen umbenannt wurden, damit keine doppelten Straßennamen mehr in verschiedenen Ortschaften vorkommen, behielt die einzige Straße in Welfesholz ihren Namen Dorfstraße.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftliche Grundlage des Dorfes ist die Landwirtschaft.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Welfesholz ist durch Landstraßen mit Sandersleben im Norden, Gerbstedt im Osten und Siersleben im Süden verbunden. Zum nächsten Bahnhof in Hettstedt sind es in westlicher Richtung 4 km über eine weitere Landstraße.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erich Neuß: „Wanderungen durch die Grafschaft Mansfeld“ ; Band 3: Im Herzen der Grafschaft. Fliegenkopf Verlag, Halle (Saale) 2001.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Welfesholz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Vermessung und Geoinformation Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt-Viewer. Online zu finden auf: https://lvermgeo.sachsen-anhalt.de, aufgerufen am: 22. April 2019.
  2. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
  3. Stadt Gerbstedt: Amtsblatt. Ausgabe 6/2010. Verfügbar Online im städtischen Amtsblattarchiv.