Bahnstrecke Halle Klaustor–Hettstedt

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Halle Klaustor–Hettstedt[1]
Bahnhof Hettstedt
Bahnhof Hettstedt
Streckennummer (DB):6800
Streckenlänge:54,4 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 70 
Minimaler Radius:200 m
Höchstgeschwindigkeit:40 km/h, teilw. 30 km/h
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0,0 Halle (Saale) Klaustor
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von Hafenbahn Halle
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0,1 Elisabeth-Saale
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0,4 Wilde Saale
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1,2 Saaleaue
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1,4 Pfännerschaftl. Werkpl. Kohlebahn (900 mm)
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1,8 Saale-Flutbrücke
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von Merseburg
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3,6 Halle-Nietleben früher Halle (Saale) West
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vom Zementwerk Nietleben
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von der Heeres- u. Luftwaffenschule
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5,8 Halle (Saale) Heidebf früher Dölauer Heide
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Dölau Güterbahnhof
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7,1 Halle-Dölau früher Dölau (Saalkr)
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8,0 Lieskau (Saalkr)
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11,2 Salzmünde Süd früher Cöllme
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Salza
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Salzmünde–Teutschenthal
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15,3 Fienstedt
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17,0 Schochwitz früher Gorsleben (Mansf Seekr)
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19,2 Beesenstedt Ost früher Naundorf (Mansf Seekr)
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von Kaliwerke Johannashall
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20,7 Beesenstedt
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22,2 Schwittersdorf
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24,1 Rottelsdorf
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26,1 Burgsdorf (Mansf Seekr)
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Schlenze
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30,2 Polleben
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Schlenze (2×)
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32,9 Heiligenthal früher Helmsdorf (Mansf Seekr)
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von Zuckerfabrik, Gut und Brennerei Helmsdorf
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L 171 Gerbstedt–Polleben
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von Friedeburg
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36,1 Gerbstedt
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Feldweg („Krätzelweg“)
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40,2 Welfesholz
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L 72 Siersleben–Sandersleben
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von Blankenheim (Kanonenbahn)
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44,6 Hettstedt
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nach Berlin (Kanonenbahn)

Die Bahnstrecke Halle Klaustor–Hettstedt war eine eingleisige, nicht elektrifizierte Eisenbahnstrecke in Sachsen-Anhalt. Die als Kleinbahn konzessierte Bahnstrecke wurde von der Halle-Hettstedter Eisenbahn-Gesellschaft (HHE) erbaut, die bis zu ihrer Verstaatlichung 1945/49 auch den Betrieb durchführte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. Mai 1896 begann offiziell der Personenverkehr auf der rund 45 Kilometer langen Strecke vom Bahnhof Klaustor im Westen der Stadt Halle über Salzmünde Süd, wo keine Gleisverbindung zur Staatsbahn Teutschenthal–Salzmünde bestand, und Gerbstedt nach Hettstedt im Mansfelder Land. Seit dem 1. August 1896 verkehrten hier auch Güterzüge. Von Halle Klaustor bestand eine Gleisverbindung zur Hafenbahn Halle. Personen mussten zur Innenstadt allerdings die Straßenbahn benutzen oder zu Fuß gehen.

Eine Zweigbahn führte ab 2. Oktober 1899 von Gerbstedt Richtung Friedeburg. 1922 wurde in Nietleben eine Hauptwerkstatt eingerichtet.

Stilllegung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke wurde in einem Zeitraum von mehr als dreißig Jahren abschnittsweise stillgelegt. Der Personenverkehr zwischen Halle und Heiligenthal wurde am 11. März 1968 eingestellt. Fast dreißig Jahre lang fuhren noch Züge von Hettstedt bis Heiligenthal; dann war ab 23. Mai 1998 bereits in Gerbstedt Endstation. Das Reststück behielt noch bis zum 23. September 2002 Personenverkehr, der zuletzt von Fahrzeugen der Kreisbahn Mansfelder Land GmbH bedient wurde.

Heidebahnhof (2012)

Der Güterverkehr zwischen Halle Klaustor und Nietleben endete am 28. September 1968, weil die Trasse dem Bau der Trabantenstadt Halle-Neustadt hinderlich war. Die Strecke nach Hettstedt wurde von Merseburg über Holleben angeschlossen. Doch schon als das Mittelstück Schochwitz–Heiligenthal am Frühjahr 1968 aufgegeben wurde, war ein durchgehender Verkehr unmöglich geworden.

Die Trasse zwischen Nietleben und Dölau diente ab 26. Oktober 1971 der neuen S-Bahn, Personenverkehr zwischen Dölau und Schochwitz fand nicht mehr statt. Seit dem 1. August 2002 fährt die S-Bahn nur noch bis Halle-Nietleben, dem früheren Bahnhof Halle (S) West. Der Abschnitt zwischen Halle-Nietleben und Dölau wird nicht mehr betrieben.

Der Güterverkehr von Halle nach Schochwitz wurde bis zum 1. Juni 1991 bedient, auf dem verbliebenen Teilstück Hettstedt–Heiligenthal bis 1994.

Pläne zur Wiederinbetriebnahme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein Freunde der Halle-Hettstedter Eisenbahn e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die HHE wiederzubeleben. Einstige Teilabschnitte sollen als historische Eisenbahnstrecke wieder in Betrieb genommen werden.[2] Erste Arbeitsschritte wurden im Bereich zwischen Halle-Nietleben und Halle-Dölau und im Bahnhof Gerbstedt unternommen. Die geplante Reaktivierung dieser Teilstrecke steht jedoch im Widerspruch zum Vorhaben der Stadt Halle (Saale), nach Entfernung der alten Gleisanlagen einen Fuß- und Radweg zwischen den Stadtteilen anzulegen.

Die Deutsche Regionaleisenbahn erhielt 2008 eine bis 2058 gültige Betriebsgenehmigung für den Abschnitt Halle-Nietleben–Hettstedt.[3] Zur Betriebsaufnahme ist es jedoch bislang nicht gekommen.

Am 28. April 2017 wurde der Abschnitt zwischen Halle Heidebahnhof und Halle-Dölau nach Aufarbeitung wieder in Betrieb genommen.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ralph Lüderitz, Hans-Dieter Rammelt: Die Halle-Hettstedter-Eisenbahn – Die wechselvolle Geschichte der H. H. E. In: EK-Reihe Regionale Verkehrsgeschichte. Band 11. EK-Verlag, Freiburg 1996, ISBN 3-88255-422-3 (Die Halle-Hettstedter-Eisenbahn – Die wechselvolle Geschichte der H. H. E. (Memento vom 27. September 2008 im Internet Archive)).
  • Wolfgang List, Hans Röper, Gerhard Zieglgänsberger: Archiv deutscher Klein- und Privatbahnen – Sachsen-Anhalt. Transpress, Stuttgart 1998, ISBN 3-613-71087-0.
  • Werner Kühn: Sammelwerk Klein- und Nebenbahnen in Deutschland, Halle-Hettstedter Eisenbahn.
  • Friedrich Löwe: Halle-Hettstedter Eisenbahn: Reaktivierung oder nicht? In: Bahn-Report. Nr. 5, 2013, S. 79–81.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Halle-Hettstedter Eisenbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ralph Lüderitz, Hans-Dieter Rammelt: Die Halle-Hettstedter-Eisenbahn – Die wechselvolle Geschichte der H.H.E., S. 34
  2. Vereinsziel „HHE-Strecke aktivieren“
  3. Vgl. Vereinsarbeit 2008, Erteilung der Betriebsgenehmigung für die Strecke Halle/S.-Nietleben - Hettstedt. Freunde der Halle-Hettstedter Eisenbahn e. V., 19. September 2008, archiviert vom Original am 26. August 2014; abgerufen am 14. November 2009.
  4. Wiedereröffnung bis Halle-Dölau. In: eisenbahn-magazin. Nr. 7, 2017, ISSN 0342-1902, S. 33.