Wendegetriebe

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Ein Wendegetriebe dient zur Umsteuerung der Fahrtrichtung eines Fahrzeuges.[1] Betätigt wird es im Stillstand. Es muss für beide Drehrichtungen die gleiche Drehzahl übertragen können. Eingebaut wird es u.a. in Lokomotiven, Triebwagen, Motorschiffen und in Traktoren. Es ermöglicht Vorwärts- und Rückwärtsfahrt sowie Leerlauf. In dieselhydraulischen Lokomotiven ist es zwingend vorhanden, weil der Haupt-Dieselmotor eine fest vorgegebene Drehrichtung hat.

Aufbau und Prinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wendegetriebe, vereinfachte Darstellung

Im einfachsten Fall besteht das Wendegetriebe aus drei Kegelrädern und einer Schaltvorrichtung. Die Zahnräder für den Abtrieb zu den Radsätzen des Triebfahrzeugs liegen links und rechts einander gegenüber, je eines für eine Drehrichtung. Dazwischen liegt das Kegelrad für den Antrieb. Über die Schaltvorrichtung wird immer nur eines der Abtriebsräder mit der Abtriebswelle verbunden, das andere läuft lose mit. So können die beiden Drehrichtungen vom Getriebe abgenommen werden.

Es gibt auch Gruppenwendegetriebe, bei denen entweder eine gleiche Anzahl Vor- und Rückwärtsgänge (z.B. 8 Vorwärts/8 Rückwärts) vorliegt, oder die Anzahl der Rückwärtsgänge ein ganzzahliger Teiler der Anzahl der Vorwärtsgänge ist (z.B. 8V/4R).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. wissen.de: Wendegetriebe (abgerufen am 18. Februar 2012)