Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?

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Buchcover

Wer bin ich – und wenn ja, wie viele? Eine philosophische Reise ist ein im Jahr 2007 veröffentlichtes Sachbuch des deutschen Philosophen und Publizisten Richard David Precht.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Buch gliedert sich in drei Kapitel (Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?, nach Immanuel Kant), welche insgesamt 34 Unterkapitel haben.[1] Jedes Unterkapitel beschäftigt sich mit einer philosophischen Frage, wie etwa ob es einen Gott gibt oder was Moral ist. Dabei werden verschiedene Aspekte der Hirnforschung, der Psychologie sowie der Verhaltensforschung verknüpft, eine abschließende Schlussfolgerung wird dem Leser überlassen. Das Buch hat laut Precht den Anspruch, ein „einzigartiger Pfad durch die schier unüberschaubare Fülle unseres Wissens über den Menschen“ zu sein.

Publikumserfolg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Buch wurde von der Literaturkritikerin Elke Heidenreich in der Sendung Lesen! im ZDF empfohlen. Anschließend wurde das Buch im Februar 2008 auf den ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste genommen und blieb dort bis Oktober 2012. Es hält damit den Langzeitrekord. Bis 2013 wurden über eine Million Exemplare in 32 Sprachen verkauft. Laut Buchreport war es das erfolgreichste deutsche Hardcover-Sachbuch des Jahres 2008 und belegte in den Bestsellern des Jahrzehnts (2000–2010) den dritten Platz.[2]

Rezensionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Journalist Bernd Berke beurteilt das Werk in der WAZ als ein „Philosophiebuch, wie man es sich schon lange gewünscht“ habe. Precht beziehe dabei „Charles Darwins Evolutionslehre, Sigmund Freuds Psychoanalyse, physikalische Fakten und vor allem neueste Ergebnisse der Hirnforschung“ in seine Überlegungen ein.[3]

Michael Springer resümierte in Spektrum der Wissenschaft: „Ein Buch über Philosophie, das man gut gelaunt zuklappt wie nach einem Abend mit vielseitig interessierten und darum interessanten Gästen“.[4]

Rolf Breitenstein schrieb in der Zeitschrift der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, das Buch sei „anekdotisch gut gewürzt“, biete dem Leser aber außer einem Loblied auf Epikur nicht viel mehr als gute Hausrezepte.[5]

Gustav Falke beurteilt das Werk in der FAZ als „nicht nur überflüssig, sondern auch ärgerlich“. Mit „intellektueller Kreativität“ hätten die Aussagen „offenbar wenig zu tun“. „Vierunddreißig große philosophische Fragen und keine einzige befriedigende Antwort“, so lassen sich laut Perlentaucher Falkes Erfahrungen mit dem Werk zusammenfassen.[6][7]

Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der erste Schritt zum Glück , Sueddeutsche Zeitung – Website, 17. Mai 2010. Abgerufen am 6. Februar 2016.
  2. Buchreport: Jahresbestseller 2008
  3. WAZ: Richard David Precht: Der Deutsche bleibt auf Sinnsuche, vom 23. Juni 2008
  4. Michael Springer: Schweres leicht gedacht. In: Spektrum der Wissenschaft, August 2008, S. 100.
  5. Rolf Breitenstein: Auf der Suche nach verlorener Identität. In: liberal, Februar 2009, S. 96.
  6. FAZ: So dass man denkt, wie einfach das alles ist, vom 7. März 2008
  7. Perlentaucher: Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, abgerufen am 22. Juli 2013