Wie füttert man einen Esel

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Filmdaten
OriginaltitelWie füttert man einen Esel
ProduktionslandDDR
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1974
Länge91 Minuten
AltersfreigabeFSK 0
Stab
RegieRoland Oehme
DrehbuchRoland Oehme
Maurycy Janowski Szenarium
Dieter Scharfenberg Szenarium
ProduktionDEFA, KAG „Johannisthal“
MusikGünther Fischer
KameraEmil Sirotek
SchnittHelga Emmrich
Besetzung

Wie füttert man einen Esel ist ein deutsches Roadmovie der DEFA von Roland Oehme aus dem Jahr 1974.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernfahrer Fred und sein Mitfahrer Orje haben einen Auftrag, der sie von Dresden über die ČSSR nach Bulgarien führt. In Prag kollidiert ihr Schwerlaster mit dem Eiertransporter der jungen Jana. Orje verschluckt bei dem Unfall seine kleine Mundharmonika und muss in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Als Ersatzfahrer wird Fred durch ihren heimlichen Einsatz dafür Jana zugeteilt und Fred ist wenig begeistert. Beide wechseln sich nun mit dem Fahren ab. Größere Pausen nutzt Fred vor allem, um in verschiedenen Städten seinen zahlreichen Liebschaften einen Besuch abzustatten, über die er in einem kleinen roten Heft Buch führt. Jana gibt sich tough. Als Fred sie jedoch einen schwierigen Gebirgspass hochfahren lässt, bricht sie irgendwann zusammen: Sie sei nur eine Frau, habe vorher noch nie einen Schwerlaster gefahren und er habe sie nur die Abkürzung fahren lassen, weil er gewusst habe, dass sie es nie schaffen würde. Am Ende erreichen beide dennoch ihr Ziel in Bulgarien, wo sie bereits von den Arbeitern eines Chemiewerks erwartet werden. Die geben abends ihnen zu Ehren ein Fest. Bei dem traditionellen Kusstanz küsst Jana Fred, der jedoch nachts, als sie ihn bittet, ihr Kleid zu öffnen, kläglich versagt. Am nächsten Morgen erhält Jana von den Arbeitern einen kleinen Esel und Jana, Esel und Fred treten die Rückfahrt an.

Fred hat sich geändert. Er besucht eine befreundete Familie, von der Jana nur die Frau zu sehen bekommt und sich in ihrer Ablehnung Freds nur bestätigt fühlt. Als Fred ihr wenig später jedoch Blumen schenkt, kommen sich beide erstmals näher. Sie wollen die Nacht in einem Hotelzimmer verbringen, das jedoch nach einem Rohrbruch im Chaos versinkt. Am Ende finden sich beide auf einer Polizeiwache wieder und die Nacht endet anders als geplant. Bei einem zweiten Halt in Debrecen glaubt Jana, Fred wolle erneut einer Geliebten einen Besuch abstatten, doch kehrt er nur bei einem Freund ein, den auch Jana noch aus Prag kennt. Als Jana das sieht, kommt auch sie aus der Koje des Lasters und sie und Fred verbringen eine Nacht gemeinsam. Die restliche Reise nach Prag verläuft ohne Probleme. Fred wirft sein rotes Büchlein weg und bittet Jana, in Zukunft immer seine Mitfahrerin zu werden, wollte Orje doch sowieso lieber Inlandstrecken fahren. Als Fred sein rotes Büchlein von der Polizei nachgetragen wird, reißt er es in der Mitte durch und er und Jana werfen es bald in kleinen Schnipseln von einer Brücke.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Film, der an Originalschauplätzen gedreht wurde, waren die Filmstudios Barrandov in Prag, das Ma-Filmstudio Budapest, das Buftea-Filmstudio Bukarest und das Kino-Center Sofia beteiligt. Wie füttert man einen Esel erlebte am 27. Juni 1974 auf der Schweriner Freilichtbühne seine Premiere.

Im Film treten verschiedene Bands auf, wobei die Gesangseinlagen unabhängig von der Handlung erfolgen und fast Musikvideocharakter besitzen. Die Kritik bemängelte unter anderem, dass die „Auftritte einzelner Rockbands aus osteuropäischen Ländern […] hilflos in die Handlung eingebaut“ wurden.[1] Zu hören und zu sehen sind die Klaus Renft Combo (Aber ich kanns nicht verstehen), Viktor Sodoma und Shut up, Phönix, Impuls 73 und die Gruppe Illés. Das Titellied schrieb Günther Fischer; gesungen wird es von Manfred Krug.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zeitgenössische Kritik befand, dass der Film „eine komische, oft auch schnulzige Geschichte“ sei, deren Handlung „durch allerlei Pannen […] immer wieder flott vorangetrieben“ werde.[2] Der Spaß werde jedoch „nicht in der komischen Polemik gesucht, ebenso steigert sich die Situationskomik nicht“, kritisierte das Neue Deutschland.[3]

Der film-dienst nannte Wie füttert man einen Esel eine „Liebesgeschichte im Fernfahrermilieu, überwiegend kurzweilig und heiter erzählt, aber oberflächlich in Konfliktgestaltung und Regie.“[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Wie füttert man einen Esel im Lexikon des internationalen Films
  2. Sigrid Schmitt in: Frankfurter Rundschau, 20. März 1976.
  3. Rolf Richter: Besinnliches, heiteres Kino. In: Neues Deutschland, 29. Juni 1974.