Marianne Wünscher
Marianne Wünscher, verheiratete Wünscher-Pietsch, (* 30. Dezember 1930 in Berlin; † 9. August 1990 ebenda) war eine deutsche Schauspielerin, Kabarettistin, Hörspielsprecherin und Sängerin.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Herkunft und Ausbildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Marianne Wünscher, Tochter eines Geigenbauers und einer Wäscherin, erhielt nach der Grund- und Oberschule von 1949 bis 1951 Schauspielunterricht an der Schauspielschule „Der Kreis“ (Fritz-Kirchhoff-Schule) in Berlin. Beim Berliner Rundfunk arbeitete sie als Nachrichten- und Hörspielsprecherin, um ihre Ausbildung zu finanzieren. Ihre Abschlussprüfung legte sie 1951 bei Marie-Borchardt ab. Am 4. Februar 1951 absolvierte sie die Bühnenreifeprüfung.[1]
Theater
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Marianne Wünscher stand am 7. Mai 1951 als Monika in Baller kontra Baller von Karl Veken am Deutschen Theater in Berlin das erste Mal auf einer Theaterbühne. Als Theaterschauspielerin interpretierte Wünscher ein breites Repertoire, das Stücke von William Shakespeare, die deutschen Autoren der Klassik und Romantik, das Theater der Jahrhundertwende, aber auch Stücke der Moderne und des zeitgenössischen Theaters umfasste.
1953 spielte sie am Theater am Schiffbauerdamm in Die Heirat von Nikolai Gogol die Rolle der Agafja unter der Regie von Franz Kutschera. Bereits ein Jahr später war sie an der Volksbühne Berlin in William Shakespeares Der Widerspenstigen Zähmung erneut unter Kutscheras Regie zu sehen – einer Bühne, der sie in den kommenden Jahrzehnten treu blieb.
Zwischen 1955 und 1989 wirkte Marianne Wünscher in zahlreichen Produktionen an der Volksbühne Berlin mit – vielfach unter der Regie namhafter Theatermacher wie Fritz Wisten, Benno Besson, Ottofritz Gaillard, Helmut Straßburger, Fritz Decho oder Ernstgeorg Hering. Besonders hervorzuheben sind ihre Auftritte in Klassikern von Gerhart Hauptmann (Die Ratten, Die Weber, Der Biberpelz, Der rote Hahn), William Shakespeare (Was ihr wollt, Romeo und Julia, Troilus und Cressida, Die lustigen Weiber von Windsor), Carlo Goldoni (Der Diener zweier Herren, Mirandolina) sowie modernen Werken von Peter Hacks, Heiner Müller oder Paul Gratzik. 1980 gab sie ein Gastspiel an der Komischen Oper. Ihre letzte Bühnenrolle hatte sie 1989 in der Heiner-Müller-Fassung von Hamlet, inszeniert von Siegfried Höchst.
Film, Fernsehen und Hörspiel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1953 gab Wünscher in der Fernsehverfilmung von Anton Tschechows Der Heiratsantrag ihr Kameradebüt. 1954 war sie als „dralles Mädchen“ in Artur Pohl DEFA-Produktion Kein Hüsung, der auf der gleichnamigen Verserzählung von Fritz Reuter basiert, erstmals auf der Kinoleinwand zu sehen. Danach spielte sie in zahlreiche Nebenrollen in weiteren Produktionen, wie die Frau Crimaldi in Martin Hellbergs Emilia Galotti (1958), als Millers Frau in Kabale und Liebe (1959), die Oberwäscherin Marcelline in Die schöne Lurette (1960) und neben Horst Lommatzsch als Martha Demuth im Kriminalfilm Tanz am Sonnabend – Mord? (1962). Wünscher avancierte zu einer gefragten Charakterdarstellerin und verkörperte oftmals Menschen und Arbeiterinnen aus dem einfachen Volk. 1964 gelang ihr an der Seite von Rolf Herricht und Gerd Ehlers mit ihrer Rolle der Frau Messmer im Filmmusical Geliebte weiße Maus ein großer Erfolg, wo sie sowohl ihr gesangliches als auch ihr komödiantisches Können einem breiten Publikum zeigen konnte.
In der 1972 in den Kinos angelaufene Filmkomödie Der Mann, der nach der Oma kam, die zu einer der erfolgreichsten DEFA-Komödien avancierte, übernahm sie an der Seite von Herbert Köfer die Rolle der Erna Kotschmann.[2] In der vierteiligen Fernsehkomödie Aber Vati! spielte sie 1974 neben Erik S. Klein die Tante Elsbeth und wurde in dem und im darauffolgenden Jahr zum „DDR-Fernsehkünstler des Jahres“ gekürt. Zwischen 1974 und 1987 gastierte sie regelmäßig in den Fernsehreihen Der Staatsanwalt hat das Wort und Polizeiruf 110. 1979 hatte sie eine Gastrolle als Ruth Liebig in der populären DDR-Vorabendserie Rentner haben niemals Zeit. In dem Zweiteiler Familie Rechlin übernahm sie 1982 an der Seite von Gerry Wolff und Katrin Sass die Hauptrolle des Familienoberhaupts Ingelore Rechlin. 1989 trat sie als Kabarettistin mit ihrem Programm Das Phänomen – Der Mann im Friedrichstadt-Palast auf.
Im März 1990 war Wünscher in dem Fernsehschwank Drei reizende Schwestern: Das blaue Krokodil in vier verschiedenen Rollen zu sehen, so spielte sie die Krimiautorin Lotte Bumke, den Oberförster Guido von Putzlitz, Sängerin Sybille da Costa und die Gastronomin Frieda Persicke. In der Rolle der Sybille da Costa interpretierte sie als Sängerin ihren Schlager Der Mambo vom blauen Krokodil. Posthum war sie im Oktober 1990 in dem Fernsehzweiteiler Albert Einstein als Maja Winterle-Einstein, die jüngere Schwester des Physikers Einstein (Tālivaldis Āboliņš), zu sehen. 1991 wurde zudem Edgar Kaufmanns Kurzfilm Vier Verrückte mit ihr gezeigt. Wünschers Schaffen für Film und Fernsehen umfasst mehr als 140 Film- und Fernsehproduktionen.[3][4][5][6]
Wünscher betätigte sich ab 1949 auch als Hörspielsprecherin. 1953 begann sie kontinuierlich für den staatlichen Rundfunk der DDR zu arbeiten. Sie war insgesamt an 120 Hörspielen beteiligt. 1968 war sie neben Herbert Köfer und Helga Piur in der Hörspielserie Neumann, zweimal klingeln auf Radio DDR I als Marianne Neumann zu hören.
Politisches Engagement
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wünscher engagierte sich politisch. 1971 trat sie in die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) ein und hatte von 1977 bis 1981 ein Mandat als Berliner Stadtverordnete. In der 8. Wahlperiode (1981–1986) war sie Nachfolgekandidatin für die Volkskammer der DDR.
Privates und Tod
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Von 1949 bis 1953 war Wünscher in erster Ehe mit dem 15 Jahre älteren Regisseur Gottfried Herrmann verheiratet. Aus dieser Ehe stammt ihr erster Sohn Thomas (1952–2018), der als Drehbuchautor arbeitete. Im Jahr 1963 heiratete sie den Komponisten Wolfgang Pietsch und hatte mit ihm einen zweiten Sohn.
Marianne Wünscher starb am 9. August 1990 im Alter von 59 Jahren an einer Krebserkrankung.[7] Ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem Friedhof Pankow III in Berlin-Niederschönhausen.[8]
Fotografische Darstellung Marianne Wünschers
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Barbara Morgenstern: Wolfgang Pietsch und Marianne Wünscher[9]
Filmografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kino
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1954: Kein Hüsung
- 1955: Ein Polterabend
- 1955: Das Stacheltier: Es geht um die Wurst (Kurzfilm)
- 1956: Die Millionen der Yvette
- 1956: Das Stacheltier: Das Gold in der Ackerstraße (Kurzfilm)
- 1957: Wo du hingehst...
- 1957: Gejagt bis zum Morgen
- 1957: Das Stacheltier: Ein Mann mit Herz (Kurzfilm)
- 1958: Emilia Galotti
- 1958: Nur eine Frau
- 1958: Der Prozeß wird vertagt
- 1958: Klotz am Bein
- 1959: Ware für Katalonien
- 1959: Senta auf Abwegen
- 1959: Verwirrung der Liebe
- 1959: Kabale und Liebe
- 1959: Das Stacheltier: Schlauberger oder Die Kinderkonferenz
- 1960: Seilergasse 8
- 1960: Was wäre, wenn …?
- 1960: Das Stacheltier: Die Trickbetrügerin (Kurzfilm)
- 1960: Die schöne Lurette
- 1960: Das Stacheltier: Alles maßlos... ist übertrieben (Kurzfilm)
- 1961: Das Filmmagazin Nr. 1
- 1961: Der Mann mit dem Objektiv
- 1962: Tanz am Sonnabend – Mord?
- 1962: Die schwarze Galeere
- 1962: Ach, du fröhliche …
- 1962: Unsere Straße – unsere Liebe
- 1963: An französischen Kaminen
- 1963: Das Stacheltier: Der Tanzlehrling (Kurzfilm)
- 1963: Das Stacheltier: Klapper macht Karriere (Kurzfilm)
- 1964: Geliebte weiße Maus
- 1964: Mir nach, Canaillen!
- 1964: Das Stacheltier: Engel, Sünden und Verkehr, 1. Schutzengel (Kurzfilm)
- 1965: König Drosselbart
- 1967: Geschichten jener Nacht (Episodenfilm, Teil 4 Der große und der kleine Willi)
- 1965: Tiefe Furchen
- 1965: Berlin um die Ecke
- 1967: Turlis Abenteuer
- 1967: Ein Lord am Alexanderplatz
- 1968: Heißer Sommer
- 1969: Jungfer, Sie gefällt mir
- 1969: Nebelnacht
- 1970: Aus unserer Zeit (Episodenfilm, Teil 4 Der Computer sagt: nein)
- 1970: Weil ich dich liebe …
- 1970: Dr. med. Sommer II
- 1970: Der rote Reiter
- 1972: Der Mann, der nach der Oma kam
- 1973: Der kleine Kommandeur
- 1974: Wie füttert man einen Esel
- 1976: Konzert für Bratpfanne und Orchester
- 1976: Liebesfallen
- 1976: Soviel Lieder, soviel Worte
- 1977: DEFA Disko 77
- 1977: Ottokar der Weltverbesserer
- 1977: Die Flucht
- 1978: Anton der Zauberer
- 1979: Einfach Blumen aufs Dach
- 1979: Für Mord kein Beweis
- 1983: Verzeihung, sehen Sie Fußball?
- 1983: Zille und ick
- 1987: Wie die Alten sungen…
Fernsehen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fernsehfilme
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1953: Der Heiratsantrag
- 1956: Nekrassow
- 1957: Die Ratten
- 1957: Der Raub der Sabinerinnen
- 1957: Das tote Tal
- 1958: Die Heirat
- 1958: Alexis Eseleien
- 1958: Hexen von Paris
- 1959: Das standhafte Fräulein
- 1960: Die letzte Probe
- 1960: Menschen von Budapest
- 1960: Die Gänse von Bützow
- 1960: Der Diener zweier Herren
- 1960: Der Raub der Sabinerinnen
- 1962: Josef und alle seine Brüder
- 1962/1990: Monolog für einen Taxifahrer
- 1963: Jupitersinfonie
- 1963: Die gute Partie
- 1964: Sommer in Heidkau
- 1965: Wolf unter Wölfen (Vierteiler)
- 1965: Die Himmelfahrt der Galgentoni
- 1966: Irrlicht und Feuer
- 1967: Mirandolina
- 1967: Geliebter Herr Kollege
- 1968–1970: Ich – Axel Cäsar Springer (Fünfteiler)
- 1969: Krupp und Krause (Fünfteiler)
- 1969: Androklus und der Löwe
- 1969: Telegenerell
- 1970: Ehrenmänner
- 1970: Effi Briest
- 1970: Fisch zu viert
- 1970: Denn ich sah eine neue Erde (Vierteiler)
- 1971: Der Sonne Glut (Vierteiler)
- 1971: Die Verschworenen (Fünfteiler)
- 1971: Die kürzeste Nacht
- 1972: 27 Waggons Baumwolle
- 1972: Das Hochzeitskleid war tintenblau
- 1973: Eva und Adam (Vierteiler)
- 1974: Aber Vati! (Dreiteiler)
- 1974: Spätsaison (Dreiteiler)
- 1974: ABC der Liebe – Die Freuden der Frommen
- 1975: Im Schlaraffenland
- 1975: Heute ist Freitag
- 1975: Bin ich Moses? (Zweiteiler)
- 1976: Jede Woche Hochzeitstag
- 1976: Die Jungfrau von Orleans
- 1976: Strategie der Träume
- 1976: Die Entführung
- 1977: Cyankali (Studioaufzeichnung)
- 1978: Vier Tropfen
- 1978: Caballero in geborgtem Frack
- 1978: Ein Kinderheim
- 1979: Die lange Straße (Fünfteiler)
- 1979: Alles im Garten
- 1980: Ein Recht seriöser Herr
- 1981: Verflucht und geliebt (Fünfteiler)
- 1981: Casanova auf Schloss Dux
- 1982: Familie Rechlin (Zweiteiler)
- 1983: Der Biberpelz
- 1983: Ich, der Vater
- 1983: Alfons Köhler
- 1983: So wie du lebst
- 1984: Schlucker oder Fahren wir eben mal nach Görlitz
- 1984: Koritke
- 1984: Ach du meine Liebe
- 1985: Männerwirtschaft
- 1986: Pelle der Eroberer
- 1986: Die Weihnachtsklempner
- 1986: Das Buschgespenst (Zweiteiler)
- 1987: Claire Berolina
- 1987: Jan Oppen
- 1987: Künstler, König und Modell
- 1990: Pause für Wanzka
- 1990: Albert Einstein (Zweiteiler)
- 1991: Vier Verrückte
Fernsehserien und -reihen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1967: Hannes Scharf (Folge: Auf Freiers Füßen)
- 1974: Der Staatsanwalt hat das Wort: Schwester Martina (Fernsehreihe)
- 1975: Der Staatsanwalt hat das Wort: 2,5 Karat (Fernsehreihe)
- 1976: Das Mädchen Krümel (Folge: Bewährung)
- 1977: Polizeiruf 110: Alibi für eine Nacht (Fernsehreihe)
- 1978: Polizeiruf 110: Bonnys Blues (Fernsehreihe)
- 1979: Rentner haben niemals Zeit (Folge: Der Hexenschuss)
- 1980–1986: Schauspielereien (verschiedene Rollen, 2 Folgen)
- 1982: Polizeiruf 110: Der Unfall (Fernsehreihe)
- 1982: Der Staatsanwalt hat das Wort: Hoffnung für Anna (Fernsehreihe)
- 1984: Der Staatsanwalt hat das Wort: Ich geh’ zur Oma (Fernsehreihe)
- 1986: Polizeiruf 110: Das habe ich nicht gewollt (Fernsehreihe)
- 1987: Polizeiruf 110: Im Kreis (Fernsehreihe)
- 1988: Tiere machen Leute (4 Folgen)
- 1989: Tierparkgeschichten (5 Folgen)
- 1990: Drei reizende Schwestern: Das blaue Krokodil (Fernsehreihe)
Synchronrollen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1958: Lea Padovani als Rosalie in Montparnasse 19
- 1972: Míla Myslíková als Mutter Blahova in Das Mädchen auf dem Besenstiel
- 1980: Irene Kownas als Mutter Anskath in Die Schmuggler von Rajgrod
Theater
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1953: Nikolai Gogol: Die Heirat (Agafja) – Regie: Franz Kutschera (Theater am Schiffbauerdamm)
- 1954: William Shakespeare: Der Widerspenstigen Zähmung – Regie: Franz Kutschera (Volksbühne Berlin)
- 1955: Carlo Goldoni: Der Diener zweier Herren (Rosaura) – Regie: Otto Tausig (Volksbühne Berlin)
- 1956: Gerhart Hauptmann: Die Ratten (Engelmacherin Kielbacke) – Regie: Walther Suessenguth (Volksbühne Berlin)
- 1956: Jean-Paul Sartre: Nekrassow – Regie: Fritz Wisten (Volksbühne Berlin)
- 1957: Franz und Paul von Schönthan: Der Raub der Sabinerinnen (Professorenfrau) – Regie: Rochus Gliese (Volksbühne Berlin)
- 1957: Lew Tolstoi: Die Macht der Finsternis – Regie: Fritz Wisten (Volksbühne Berlin)
- 1957; Gerhart Hauptmann: Die Weber – Regie: Ernst Kahler (Volksbühne Berlin)
- 1958: Johann Nestroy: Der Talisman – Regie: Franz Kutschera (Volksbühne Berlin)
- 1959: Wladimir Majakowski: Das Schwitzbad – Regie: Nikolai Petrow (Volksbühne Berlin)
- 1959: Seán O’Casey: Abschied 4 Uhr Früh – Regie: Hagen Mueller-Stahl (Volksbühne Berlin – Theater im 3. Stock)
- 1960: Carl Sternheim: Der Kandidat – Regie: Fritz Wisten (Volksbühne Berlin)
- 1960: Lajos Mesterházi: Menschen von Budapest – Regie: Fritz Wisten (Volksbühne Berlin)
- 1961: Erich Engel nach Robert Adolf Stemmle: Affäre Blum (Lucie) – Regie: Hagen Mueller-Stahl (Volksbühne Berlin)
- 1961: William Shakespeare: Was ihr wollt – Regie: Gerd Keil (Volksbühne Berlin)
- 1961: Euripides: Die Troerinnen – Regie: Fritz Wisten (Volksbühne Berlin)
- 1961: Hedda Zinner: Ravensbrücker Ballade (Emmi) – Regie: Fritz Wisten (Volksbühne Berlin)
- 1964: William Shakespeare: Romeo und Julia (Amme) – Regie: Fritz Bornemann (Volksbühne Berlin)
- 1964: Carlo Goldoni: Mirandolina (Mirandolina) – Regie: Ottofritz Gaillard (Volksbühne Berlin)
- 1965: Peter Hacks: Moritz Tassow (Dreißigacker) – Regie: Benno Besson (Volksbühne Berlin)
- 1965: Jan Skopeček nach Sir Arthur Conan Doyle: Der Hund von Baskerville – Regie: Rudolf Vedral (Volksbühne Berlin)
- 1967: George Bernard Shaw: Cäsar und Cleopatra – Regie: Ottofritz Gaillard (Volksbühne Berlin)
- 1967: William Shakespeare: Die lustigen Weiber von Windsor (Frau Fluth) – Regie: Harald Engelmann/Hans-Joachim Martens/Volkmar Neumann (Volksbühne Berlin)
- 1968: Boris Djacenko: Doch unterm Rock der Teufel (Bäuerin Ewa) – Regie: Fritz Bornemann (Volksbühne Berlin)
- 1969: William Shakespeare: Troilus und Cressida – Regie: Hannes Fischer (Volksbühne Berlin)
- 1969: Heiner Müller nach Gerhard Winterlich: Horizonte – Regie: Benno Besson (Volksbühne Berlin)
- 1970: Bertolt Brecht: Der gute Mensch von Sezuan (Hausbesitzerin) – Regie: Benno Besson (Volksbühne Berlin)
- 1971: Günther Cwojdrak: Pfeile des Eros – Regie: Fritz Decho (Volksbühne Berlin – Theater im 3. Stock)
- 1971: Carlo Gozzi: König Hirsch – Regie: Benno Besson/Brigitte Soubeyran (Volksbühne Berlin)
- 1972: Peter Hacks: Die schöne Helena – Regie: Benno Beson (Volksbühne Berlin)
- 1973: Emil Rosenow: Kater Lampe – Regie: Helmut Straßburger (Volksbühne Berlin – Vorbühne)
- 1974: Regina Weicker: Die Ausgezeichneten – Regie: Ernstgeorg Hering (Volksbühne Berlin – Sternfoyer)
- 1976: Paul Gratzik: Handbetrieb – Regie: Helmut Straßburger/Ernstgeorg Hering (Volksbühne Berlin – Sternfoyer)
- 1976: Georg Hirschfeld: Pauline – Regie: Alexander Lang (Deutsches Theater Berlin)
- 1980: Gerhart Hauptmann: Der Biberpelz – Regie: Helmut Straßburger/Ernstgeorg Hering (Volksbühne Berlin)
- 1982: Friedrich Wolf: Koritke – Regie: Helmut Straßburger/Ernstgeorg Hering (Volksbühne Berlin – Theater im 3. Stock)
- 1985: Gerhart Hauptmann: Die Ratten – Regie: Helmut Straßburger/Ernstgeorg Hering (Volksbühne Berlin)
- 1985: Peter Ensikat/Bernd Wefelmeyer: Was soll das ganze Theater? (Volksbühne Berlin – Sternfoyer)
- 1987: Gerhart Hauptmann: Der rote Hahn – Regie: Helmut Straßburger/Ernstgeorg Hering (Volksbühne Berlin)
- 1989: Heiner Müller nach William Shakespeare: Hamlet – Regie: Siegfried Höchst (Volksbühne Berlin)
Hörspiele
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1952: Nikolai Gogol: Die Heirat – Regie: Gottfried Herrmann (Rundfunk der DDR)
- 1955: Anna Seghers: Das siebte Kreuz – Regie: Hedda Zinner (Rundfunk der DDR)
- 1960: Rosel Willers: Gelegenheit macht Liebe (Hanni Heinz) – Regie: Werner Wieland (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
- 1960: Rolf Schneider: Affären – Regie: Werner Stewe (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
- 1960: Anton Tschechow: Ein Heiratsantrag (Natalja Stepanowa, Tochter des Gutsbesitzers) – Regie: Peter Brang (Rundfunk der DDR)
- 1964: Józef Hen/Jadwiga Plonska: Skandal in Gody (Helena Wiktus) – Regie: Edgar Kaufmann (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
- 1968: Willi Bredel: Verwandte und Bekannte (8 Folgen) – Regie: Fritz-Ernst Fechner (Rundfunk der DDR)
- 1968: Ulrich Waldner: Der vergessene Hochzeitstag (Mutter Neumann) – Regie: Joachim Gürtner (Hörspielreihe: Neumann, zweimal klingeln – Rundfunk der DDR)
- 1968: Joachim Witte: Der Aufräumungseinsatz (Mutter Neumann) – Regie: Joachim Gürtner (Hörspielreihe: Neumann, zweimal klingeln – Rundfunk der DDR)
- 1968: Werner Jahn: Mit Musik geht alles besser (Mutter Neumann) – Regie: Joachim Gürtner (Hörspielreihe: Neumann, zweimal klingeln – Rundfunk der DDR)
- 1968: Peter Brock: Der verwettete Hund (Mutter Neumann) – Regie: Joachim Gürtner (Hörspielreihe: Neumann, zweimal klingeln – Rundfunk der DDR)
- 1968: Gerhard Jäckel: Oma und die Untermieter (Mutter Neumann) – Regie: Joachim Gürtner (Hörspielreihe: Neumann, zweimal klingeln – Rundfunk der DDR)
- 1969: Claude Prin: Potemkin 68 (Kundin) – Regie: Edgar Kaufmann (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
- 1969: Armin Müller: Gesichter (Objektleiterin) – Regie: Wolfgang Brunecker (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
- 1969: Franz Freitag: Der Egoist (Sabine Ziegler) – Regie: Gert Andreae (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
- 1970: Wolfgang Kohlhaase: Ein Trompeter kommt (Helene) – Regie: Fritz-Ernst Fechner (Rundfunk der DDR)
- 1970: Rolf Schneider: Platanenstraße 10 (Helga) – Regie: Werner Grunow (Rundfunk der DDR)
- 1970: Boris Jewsejew: Und auch der Dritte ist nicht überflüssig (Frau Galkin) – Regie: Peter Groeger (Komödie – Rundfunk der DDR)
- 1971: Heinrich Mann: Die Vollendung des Königs Henri Quatre – Regie: Fritz Göhler (Rundfunk der DDR)
- 1972: Heinrich von Kleist: Amphitryon (Charis) – Regie: Werner Grunow (Rundfunk der DDR)
- 1974: Helga Schütz: Le Rossignol heißt Nachtigall (Frau Schulz) – Regie: Werner Grunow (Rundfunk der DDR)
- 1974: Volksbuch: Die Schildbürger (Schultheißin, Bürgerin in Schilda) – Regie: Andreas Scheinert (Kinderhörspiel – Litera)
- 1976: Hans Skirecki: Hinter Wittenberge (Clara) – Regie: Barbara Plensat (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
- 1979: Brüder Grimm: König Drosselbart (Geflügelfrau) – Regie: Heiner Möbius (Kinderhörspiel – Litera)
- 1980: Brigitte Hähnel: Freitagnacht (Mutter) – Regie: Fritz-Ernst Fechner (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
- 1981: Brigitte Hähnel: Die Einladung (Tochter) – Regie: Barbara Plensat (Rundfunk der DDR)
- 1982: Johann Wolfgang von Goethe: Die neue Melusine (Wirtin) – Regie: Petra Wellner (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)
- 1982: Peter Hacks: Das Turmverlies – Geschichten von Henriette und Onkel Titus (Jakoba) – Regie: Fritz Göhler (Kinderhörspiel – Litera)
- 1983: Linda Teßmer: 21:00 Uhr Erlenpark (Frau Saad) – Regie: Fritz-Ernst Fechner (Kriminalhörspiel/Kurzhörspiel – Rundfunk der DDR)
- 1985: Wilhelm Jacoby/Carl Laufs: Pension Schöller (U. Sprosser) – Regie: Norbert Speer (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1971: Kunstpreis der DDR
- 1974: DDR-Fernsehkünstler des Jahres
- 1975: DDR-Fernsehkünstler des Jahres
- 1977: Nationalpreis der DDR II. Klasse
- 1983: Vaterländischer Verdienstorden in Bronze
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Christoph Funke: Marianne Wünscher. Ansichten und Absichten einer Schauspielerin. Buchverlag Der Morgen, Berlin 1987, ISBN 3-371-00090-7.
- Hans-Michael Bock: Marianne Wünscher – Schauspielerin. In: CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film, Lieferung 17, 1990.
- F.-B. Habel, Volker Wachter: Lexikon der DDR-Stars. Schauspieler aus Film und Fernsehen. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 1999, ISBN 3-89602-304-7.
- F.-B. Habel, Volker Wachter: Das große Lexikon der DDR-Stars. Die Schauspieler aus Film und Fernsehen. Erweiterte Neuausgabe. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2002, ISBN 3-89602-391-8.
- F.-B. Habel: Lexikon. Schauspieler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2009, ISBN 978-3-355-01760-2.
- Jan Wielgohs: Wünscher, Marianne. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 2. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Marianne Wünscher bei IMDb
- Marianne Wünscher Biografie bei der DEFA-Stiftung
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Funke, Christoph: Marianne Wünscher - Ansichten und Absichten einer Schauspielerin. Der Morgen, Berlin 1987.
- ↑ F.-B. Habel: Das große Lexikon der DEFA-Spielfilme. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2000, S. 387.
- ↑ imfernsehen GmbH & Co KG: Filmografie Marianne Wünscher. 5. April 2016, abgerufen am 29. Juli 2024.
- ↑ OFDb - Marianne Wünscher (Darstellerin). Abgerufen am 29. Juli 2024.
- ↑ Marianne Wünscher | filmportal.de. Abgerufen am 29. Juli 2024.
- ↑ Marianne Wünscher - Serien, Sendungen auf TV Wunschliste. Abgerufen am 29. Juli 2024.
- ↑ Marianne Wünscher. 29. September 2022, abgerufen am 29. Juli 2024.
- ↑ Klaus Nerger: Das Grab von Marianne Wünscher. In: knerger.de. Abgerufen am 23. Dezember 2020.
- ↑ Barbara Morgenstern: Wolfgang Pietsch und Marianne Wünscher. Abgerufen am 10. Februar 2023.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wünscher, Marianne |
| ALTERNATIVNAMEN | Wünscher-Pietsch, Marianne (Ehename) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schauspielerin, Kabarettistin, Hörspielsprecherin und Sängerin |
| GEBURTSDATUM | 30. Dezember 1930 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 9. August 1990 |
| STERBEORT | Berlin |
- Theaterschauspieler
- Filmschauspieler
- Kabarettist (Deutschland)
- Hörspielsprecher
- Synchronsprecher
- Darstellender Künstler (DDR)
- Darstellender Künstler (Berlin)
- Träger des Nationalpreises der DDR II. Klasse für Kunst und Literatur
- Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Bronze
- Träger des Kunstpreises der DDR
- LDPD-Mitglied
- Deutscher
- DDR-Bürger
- Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Berlin (DDR)
- Geboren 1930
- Gestorben 1990
- Frau