Wiesenbeker Teich

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Wiesenbeker Teich
UNESCO-Welterbe-Emblem UNESCO-Welterbe

Wiesenbeker Teich
Wiesenbeker Teich
Staatsgebiet: DeutschlandDeutschland Deutschland
Typ: Kultur
Kriterien: (i)(ii)(iii)(iv)
Referenz-Nr.: 623
UNESCO-Region: Europa und Nordamerika
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 1992  (Sitzung 16)
Erweiterung: 2010
Wiesenbeker Teich
Aufrichtigkeiter Teich
Wiesenbeker Teich mit Staudamm, Juli 2014
Wiesenbeker Teich mit Staudamm, Juli 2014
Lage: Bad Lauterberg im Harz, Landkreis Göttingen, Niedersachsen
Zuflüsse: Wiesenbek
Abfluss: Wiesenbek
Größere Städte in der Nähe: Bad Lauterberg
Wiesenbeker Teich (Niedersachsen)
Wiesenbeker Teich
Koordinaten 51° 37′ 7″ N, 10° 29′ 16″ OKoordinaten: 51° 37′ 7″ N, 10° 29′ 16″ O
Daten zum Bauwerk
Sperrentyp: Erdschüttdamm
Bauzeit: 1715
Höhe über Talsohle: 14,5 m
Höhe über Gründungssohle: 18 m
Höhe der Bauwerkskrone: 348,44 m
Kronenlänge: 120 m
Kronenbreite: 3,5 m
Betreiber: Harzwasserwerke
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 347,54 m
Wasseroberfläche 7 ha
Stauseelänge 540 m
Stauseebreite 140 m
Speicherraum 480 000 m³
Einzugsgebiet 3,26 km²
Bemessungshochwasser: 20 m³/s

Der Wiesenbeker Teich (früher Aufrichtigkeiter Teich) ist ein Kunstteich in der Nähe von Bad Lauterberg im Harz im Landkreis Göttingen, Niedersachsen. Er ist einer der Oberharzer Teiche. Der Wiesenbeker Teich und seine baulichen Anlagen wurden unter Denkmalschutz gestellt.

Seit 2010 gehört er zum UNESCO-WeltkulturerbeOberharzer Wasserwirtschaft“.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1715 in Betrieb genommene Teich diente einst der Aufschlagwasserversorgung des Kupferbergwerkes „Aufrichtigkeit“ in Lauterberg. Als der Erzabbau dort eingestellt wurde, versorgte er die Lauterberger Königshütte.

Der Wiesenbeker Teich wird durch einen Erddamm angestaut. Die Dammdichtung besteht aus Rasensoden, die hier – erstmals im Harz – in Dammmitte und nicht an der wasserseitigen Böschung eingebaut wurden („Kerndichtung“). Auch der Striegel wurde in der Mitte des Dammes angeordnet. Alle später angelegten Teiche des Oberharzes wurden nach dieser „Lauterbergischen Teichbauweise“ errichtet.

Umbau- und Sanierungsarbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1960 wurde der Grundablass umgebaut. Der Striegelschacht wurde mit achteckigen Betonfertigteilen, lichte Weite 1,10 Meter, ausgebaut und das Auslaufgerenne mit einem 300-mm-Graugussrohr versehen. Im Jahr 1980 wurde die Hochwasserentlastungsanlage für das Bemessungshochwasser deutlich ausgebaut. Im Jahr 1992 wurde die Dammdichtung von den Harzwasserwerken (als Betreiber) saniert.

Denkmalschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wenig denkmalgerechte Hochwasserentlastungsanlage prägt das südliche Dammende erheblich. Am nördlichen Ende des Dammes befindet sich ein in den 1960er Jahren errichtetes Hotel, das seit Ende der 1990er Jahre leersteht und verfällt. Da Hotel und Vorplatz fast auf dem Damm stehen, wird das Dammbauwerk auch an dieser Stelle wenig denkmalgerecht beeinflusst.

Eine Freibadanlage mit verschiedenen Becken, Sprungturm etc. am Südufer wurde um 2010 zu einer „grünen Böschung“ zurückgebaut. Das Striegelhaus wurde zuletzt 2012 erneuert; dabei wurde versucht, den originalen Baustil der Oberharzer Striegelhäuser wieder zur Geltung kommen zu lassen.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Betreiber des Teiches sind seit 1991 die Harzwasserwerke GmbH. Am Südufer befindet sich ein Campingplatz mit Freizeitmöglichkeiten und Sandstrand.

Der Teich liegt auf einer Etappe des Harzer Baudensteigs.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wiesenbeker Teich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien