Wildgehege

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Wildgehege sind eingefriedete Flächen, auf denen sonst wildlebende Tiere, die meist dem Jagdrecht unterliegen, dauernd gehalten werden.[1] Heute haben sie oft eine touristische und gastronomische Funktion, seltener auch die der Erhaltung gefährdeter Wild- und Haustierarten, wobei eine artgerechte Haltung gewährleistet sein sollte. Wildgehege, mit Ausnahme der Wildgatter, können zu befriedeten Bezirken erklärt werden.

Die ersten Wildgehege entstanden im Vereinigten Königreich und später in dessen Kolonien als Gebiete für die Jagd von Adligen und vermögenden Industriellen im 19. Jahrhundert. In der Schweiz gibt es keine Wildgehege.

Arten[Bearbeiten]

  • Jagdgehege oder Jagdgatter zur Hege und Nutzung von Schalenwild in Größe von mindestens einem Eigenjagdbezirk.
  • Der Wildpark ist ein großes Jagdgehege und muss behördlich anerkannt sein.
  • Schau- und Sondergehege: Die kleinste Form der Wildgehege und unterliegen nicht dem Jagdrecht. Ein solches Wildgehege ist zum Beispiel das Eiszeitliche Wildgehege Neandertal.
  • Wild- und Pelztierfarm: Gehege zur Fleisch- und Pelzerzeugung. Soweit Wild darin gehalten wird, unterliegt es nicht dem Jagdrecht, sondern der landwirtschaftlichen Wildhaltung.

Sonstige Wildgehege sind Auswilderungsgehege für die Arterhaltung, Eingewöhnungsgatter, Hegegatter und Wintergatter.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Wildgehege – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Haseder S. 916