Wilfried Finke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Wilfried Finke (* 25. April 1951 in Paderborn; † 15. Januar 2019 ebenda)[1] war ein deutscher Möbelunternehmer und Fußballfunktionär.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finke, der in Paderborn aufwuchs,[2] trat 1968 in das Möbelunternehmen Finke ein, 1978 übernahm er in Nachfolge seines verstorbenen Vaters Fritz die Geschäftsführung. Finke der Ältere hatte die Firma 1959 gegründet. Unter Wilfried Finkes Leitung eröffnete das Unternehmen neben dem Stammhaus in Paderborn Zweigstellen (teils unter dem Namen „Preis-Rebell“) in Elxleben (1993), Kassel (1995), Münster (1998), Jena (2004), Oberhausen (2006), Beckum (2010) und Hamm (2015).[3] 2011 übernahm Finke das Unternehmen Möbel Lehmkuhl aus Dülmen.[4] Auch die Märkte „Xara“ und „Carré“ gehörten Finke, der insgesamt 2000 Mitarbeiter beschäftigte. 2018 verkaufte Finke sein Unternehmen an die Berliner Unternehmensgruppe KHG, zu der unter anderem die Möbelhandelskette Höffner zählt.[5]

Von April 1997 bis Mai 2018[6] war Finke Präsident und Hauptgeldgeber des SC Paderborn 07.[7] 2009[8] sowie im Mai 2016 war er zurückgetreten, kehrte aber jeweils nach wenigen Monaten ins Präsidentenamt zurück.[9] In seine Amtszeit fielen die Zweitligaaufstiege der SCP-Fußballer in den Jahren 2005, 2009, 2011 und 2018 sowie der Bundesligaaufstieg 2014. Zudem setzte er sich für den Bau eines neuen Stadions ein,[10] galt als Motor der Errichtung der Spielstätte, welche im Juni 2008 eröffnet wurde,[11] sowie des Trainings- und Nachwuchsleistungszentrums. Zudem stieß er die Ausgliederung der Profimannschaft in eine Kapitalgesellschaft an.[12] Für Schlagzeilen sorgte Finke mit der Verpflichtung Stefan Effenbergs als Paderborner Trainer im Oktober 2015. Im März 2016 kam es wieder zur Trennung.[13]

Ab 2012 griff er den wirtschaftlich angeschlagenen Paderborn Baskets finanziell unter die Arme und rettete sie vor dem Bankrott. Er war bis 2016 Namensgeber der Mannschaft.[14]

Im Mai 2011 wurde er von der Stadt Paderborn und dem Stadtsportverband mit der Ehrenurkunde ausgezeichnet.[15] Finke starb an Lungenkrebs.[16]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anzeige von Wilfried Finke | NW-Trauer. Abgerufen am 25. März 2019.
  2. Lutz Wöckener: Gegen die Wand – der bizarre Stadionstreit beim Bundesliganeuling SC Paderborn. 22. August 2014 (welt.de [abgerufen am 25. März 2019]).
  3. Finke: finke: Unsere Historie. Abgerufen am 25. März 2019.
  4. https://www.dzonline.de/Duelmen/2010/05/Duelmen-Moebel-Lehmkuhl-an-Finke-verkauft
  5. Andrea Frühauf: Höffner übernimmt Möbelhändler Finke. In: lz.de. Abgerufen am 25. März 2019.
  6. Matthias Reichstein: Nur der Zeitpunkt überrascht. In: westfalen-blatt.de. Abgerufen am 25. März 2019.
  7. Falk Blesken: Finke legt Amt als Präsident des SC Paderborn nieder. In: wr.de. 16. Mai 2016, abgerufen am 25. März 2019.
  8. SC Paderborn – Die Chronik eines Auf- und Absteigers. In: Paderborn - Meine Stadt! 18. Mai 2016, abgerufen am 25. März 2019.
  9. SC Paderborn 07: Finke droht den Spielern. 8. Dezember 2016, abgerufen am 25. März 2019.
  10. Paderborn trauert um Ex-Präsident Finke. In: kicker.de. Abgerufen am 25. März 2019.
  11. Julian Koch: SC Paderborn trauert um langjährigen Präsidenten Wilfried Finke. In: liga2-online.de. Abgerufen am 25. März 2019.
  12. Hartmut Kleimann: SCP-Mitglieder gedenken Wilfried Finkes. In: nw.de. Abgerufen am 25. März 2019.
  13. So lief der Tiger-Rausschmiss: Effenberg: Erst Jobgarantie, dann Kündigung! 3. März 2016, abgerufen am 25. März 2019.
  14. Wilfried Finke ist tot – Großer Verlust für die Stadt Paderborn – Paderborn Baskets. In: paderborn-baskets.d. Abgerufen am 25. März 2019.
  15. Anzeige von Wilfried Finke | NW-Trauer. Abgerufen am 25. März 2019.
  16. SC Paderborn trauert um Ex-Präsidenten Wilfried Finke (†67). In: bild.de. Abgerufen am 25. März 2019.