Wilfried Hinsch

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Wilfried Hinsch (* 17. September 1956 in Hamburg) ist ein deutscher Philosoph, dessen Arbeitsschwerpunkt die politische Philosophie und Ethik bildet. Zurzeit lehrt Hinsch an der Universität zu Köln.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinsch studierte von 1976 bis 1984 Philosophie in Hamburg mit den Nebenfächern Allgemeine Sprachwissenschaften und Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Im Jahr 1984 erfolgte seine Promotion, nach der er noch von 1985 bis 1988 ein Post-Doc-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft bekam und am St John’s College (Cambridge) und an der philosophischen Fakultät der Harvard University zu Besuch war.

Seine Habilitation in Philosophie erfolgte an der WWU Münster mit der Arbeit „Gerechtfertigte Ungleichheiten. Grundsätze sozialer Gerechtigkeit“. Es folgten eine Lehrstuhlvertretung für Praktische Philosophie in Leipzig im Wintersemester 1997/1998 und eine weitere im Sommersemester 1998 in Heidelberg. Ab 1998 hatte er seine erste Professur für Praktische Philosophie in Saarbrücken bis 2005, seit 2002 außerdem eine ständige Gastprofessur am Collège d'Europe in Brügge, Belgien. Von 2006 bis 2011 war er als Professor der Philosophie an der RWTH Aachen tätig.

2006–2012 war er Mitglied des deutschen Wissenschaftsrats. 2007 gründete er das „Human Technology Centre“ an der RWTH Aachen. Ab 2010 hatte er ein Jahr Forschungsstipendien am Max-Weber-Kolleg in Erfurt und am Forschungskolleg Humanwissenschaften in Bad Homburg inne. Seit 2011 ist er Professor an der Universität zu Köln.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zur Idee des politischen Liberalismus Frankfurt a. M. Suhrkamp, 1997
  • Gerechtfertigte Ungleichheiten. Grundsätze sozialer Gerechtigkeit Berlin/New York: de Gruyter, 2002
  • Menschenrechte militärisch schützen. Ein Plädoyer für humanitäre Interventionen mit Dieter Janssen, München: C.H. Beck, 2006
  • Handbuch der Politischen Philosophie und Sozialphilosophie (HPPS), 2 Vol., (mit Stefan Gosepath und Beate Rössler, Berlin/New York: de Gruyter 2008)
  • Die Moral des Krieges. Für einen aufgeklärten Pazifismus. Mitautor: Peter Sprong. Piper 2017, ISBN 978-3-492-05771-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]