Wilhelm Werdelmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wilhelm Werdelmann (* 20. März 1865 in Leopoldshöhe, Fürstentum Lippe; † 25. April 1919 in Barmen, heute zu Wuppertal; vollständiger Name: Bernhard August Wilhelm Werdelmann) war ein deutscher Architekt und Architekturlehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werdelmann besuchte das Gymnasium Leopoldinum in der lippischen Residenzstadt Detmold und studierte anschließend 1885 bis 1886 an der Technischen Hochschule Dresden und 1886 bis 1889 an der Technischen Hochschule Charlottenburg. 1890 bestand er das 1. Staatsexamen, im Rahmen seines Referendariats arbeitete er als Regierungsbauführer bei der Ausführung des Reichsgerichtsgebäudes in Leipzig unter den Architekten Ludwig Hoffmann und Peter Dybwad. 1894 legte er das 2. Staatsexamen zum Regierungsbaumeister (Assessor) ab. Im gleichen Jahr beteiligte er sich an dem Architekturwettbewerb für den Neubau eines städtischen Hallenschwimmbades in Breslau. Sein Entwurf gewann den Wettbewerb, und der Bau wurde unter seiner Leitung 1895 bis 1897 ausgeführt. Er faßte dadurch in Breslau Fuß und arbeitete dort bis 1899 als selbstständiger Architekt. Im Jahr 1899 wurde Werdelmann als Nachfolger von Erdmann Hartig zum Direktor der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Barmen / Elberfeld berufen, wo er bis zu seinem Tod 1919 blieb.

Bauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hallenschwimmbad / Łaźnia Miejska in Breslau / Wrocław (Foto 2005)
  • 1895–1897: städtisches Hallenschwimmbad (Łaźnia Miejska) in Breslau (Wrocław), Zwingerstraße 10 (ulica Teatralna) (mit Veränderungen erhalten)
  • 1898: Palais Wiskott (für Kommerzienrat Th. Wiskott) in Breslau, Am Stadtgraben (ulica Podwale)
  • vor 1900?: „Militärkurhaus“ in Bad Landeck (Niederschlesien) (Lądek-Zdrój)
  • 1903–1905: Volksbadeanstalt (auch bezeichnet als „Stadtbad und Volksheim“) in Striegau (Niederschlesien)[1]
  • 1907–1909: Volksbad in Jena
  • 1909–1911: evangelische Lutherkirche mit Pfarrhaus und Gemeindehaus in (Wuppertal-) Barmen-Heckinghausen
  • 1913–1914: evangelisch-lutherische Erlöserkirche in (Wuppertal-) Barmen-Sedansberg, Stahlstraße 9

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann J. Mahlberg, Christoph Heuter (Red.): kunst, design & co. Von der Kunstgewerbeschule Barmen-Elberfeld, Meisterschule, Werkkunstschule Wuppertal zum Fachbereich 5 der Bergischen Universität / Gesamthochschule Wuppertal (1894–1994). Müller + Busmann, Wuppertal 1994, ISBN 3-928766-10-4, S. 100–103.
  • Iwona Bińkowska, Marzena Smolak: Nieznany portret miasta. Verlag des Muzeum Historyczne in Wrocław, Biblioteka Uniwersytecka we Wrocławiu, Wrocław 1997.
  • Ruth Meyer-Kahrweg: Architekten, Bauingenieure, Baumeister, Bauträger und ihre Bauten im Wuppertal. Wuppertal 2003, ISBN 3-928441-52-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wilhelm Werdelmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ostdeutsche Bauzeitung, 7. Jahrgang 1909, Nr. 75 (vom 18. September 1909), S. 451