Wilhelm von Köln

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Wilhelm von Köln, Sarkophage des Erzbischofs Kuno von Falkenstein, Basilika St Kastor, Koblenz
Unknown (Wilhelm von Köln?) - Adoration of the Magi, St. Severus and St. Walburga, St. James and St. Philip - 26.106 - Detroit Institute of Arts

Wilhelm von Köln, auch Meister Wilhelm, ist ein in der Zeit von 1370 bis 1390 in städtischen Urkunden erwähnter Maler in Köln, welcher als das Haupt der älteren niederrheinischen oder Kölner Malerschule angesehen wird, von dem aber keine Werke mit Sicherheit nachzuweisen sind. Sein Name gilt als Sammelbegriff für eine Reihe von Altarbildern aus dem Ende des 14. Jahrhunderts, deren Haupteigenschaften inbrünstige Frömmigkeit und zarte Anmut, besonders in der Charakteristik der weiblichen Figuren, sind, deren Formenbildung sich aber dem damals herrschenden gotischen Stil anschließt. Bilder dieser Art finden sich im Museum und in verschiedenen Kirchen, unter anderem in Köln, München, Nürnberg, Frankfurt am Main und Berlin.

Eine Gedenktafel über ihn befindet sich in der Walhalla in Donaustauf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Suckale, Zur Chronologie der Kölner Malerei der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, in: Thomas Schilp, Barbara Welzel (eds.), Dortmund und Conrad von Soest in spätmittelaltlerlichen Europa, Verlag für Regionalgeschichte 2004, ISBN 978-3895345333, pp 45–72
  • Ludwig Scheibler und Carl Aldenhoven: Geschichte der Kölner Malerschule, in: Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde, Bd. 13, Köln, Bonn, Düsseldorf, 1902
  • Jakob Schnorrenberg: Wilhelm von Herle. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 43, Duncker & Humblot, Leipzig 1898, S. 224–226.