Willfried Maier

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Willfried Maier (* 30. April 1942 in Schwelm) ist ein deutscher Politiker der Grün-Alternativen Liste (GAL) und ehemaliger Senator des Hamburger Senats.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Willfried Maier studierte nach dem Abitur am Wuppertaler Carl-Duisberg-Gymnasium an den Universitäten Göttingen und Kiel Philosophie, Germanistik sowie Geschichte. Sein Studium schloss er mit der Promotion zum Dr. phil. ab. Später absolvierte er eine Ausbildung zum Werkzeugmacher. Danach war er als Dozent in der Erwachsenenbildung tätig.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maier war zunächst Mitglied der SPD[1], trat dann aber in den Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW)[2] ein und war dort zeitweilig führendes Mitglied. Von 1973 bis 1976 war er leitender Redakteur dessen Zentralorgans Kommunistische Volkszeitung (KVZ). Ab 1979 betätigte er sich aktiv in den Komitees für Demokratie und Sozialismus (KDS). Von 1979 bis 1981 war er Redakteur der Zeitschrift Moderne Zeiten.

Maier ist Gründungsmitglied der Grünen und Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft seit dem 6. Oktober 1993. Von 1994 bis 1997 übernahm er das Amt des Fraktionsvorsitzenden der GAL.

In den Jahren 1997 bis 2001 war Maier Senator für Stadtentwicklung, Bundes- und Europaangelegenheiten. In dieser Zeit des Senats unter Bürgermeister Ortwin Runde ruhte das Bürgerschaftsmandat. Vom 31. Oktober 2001 bis zur Bürgerschaftswahl in Hamburg 2008 war er wieder normales Mitglied der GAL-Fraktion.

Von 2002 bis 2008 war Willfried Maier stellvertretender Vorsitzender der GAL-Bürgerschaftsfraktion, Sprecher der Fraktion für Haushalts-, Kultur- und Wissenschaftspolitik sowie Vorsitzender des Kulturausschusses der Bürgerschaft.

Er ist Mitglied des Kuratoriums von abgeordnetenwatch.de.[3]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leben, Tat und Reflexion. Untersuchungen zu Heinrich Heines Ästhetik. In: Literatur und Wirklichkeit 5; zugleich Dissertation an der Universität Kiel, Bouvier, Bonn 1969.
  • Jugendhof Dörnberg. Politische Bildungsarbeit im Schatten des Skandals. Hessischer Jugendring, Wiesbaden 1970.
  • Mit Erik Kühl: Thesen zur Taktik der westdeutschen Kommunisten. Beilage zur Wahrheit. Monatszeitung des Kommunistischen Bundes Bremen, Nr. 5/6 (Mai/Juni) 1973.
  • (Als Hrsg.): Klassenkampf und Programm. Die Auseinandersetzung mit der rechten Liquidatorenfraktion in der Bremer Ortsgruppe des KBW. Kühl, Mannheim 1973.
  • Thesen zur Kritik der kapitalistischen Produktivkraftentwicklung. In: Jan Robert Bloch, Willfried Maier (Hrsg.): Wachstum der Grenzen. Selbstorganisation in der Natur und die Zukunft der Gesellschaft. Sendler, Frankfurt am Main 1984, S. 21–49.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Die Woche im Rathaus, Welt am Sonntag vom 14. Januar 2001 (9. Januar 2007)
  2. Kurzbiografie Maiers bei der Heinrich-Böll-Stiftung
  3. Das Kuratorium von abgeordnetenwatch.de, abgerufen am 12. Oktober 2017.