Wolf Reiser

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Wolf Reiser (* 30. Dezember 1955 in Munderkingen, Baden-Württemberg) ist ein deutscher Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reiser wuchs auf der Schwäbischen Alb auf. Die Zeit dieser Jugend schildert er in dem Langessay Die ganze Wahrheit über Stuttgart 21,[1] in dem er die schwäbische Psyche und Befindlichkeit zwischen Elser und Rommel, RAF und Hölderlin auslotet. Reiser studierte von 1975 bis 1982 an der FU Berlin Literatur- und Theaterwissenschaften und später an der LMU München.

Zu Beginn der achtziger Jahre begann er seine Autorentätigkeit und arbeitete in Folge für mehrere namhafte Magazine im deutschsprachigen Raum, u. a. veröffentlichte er Reportagen, Essays und Kurzgeschichten in Cicero, Mare, brand eins, Playboy und Maxim. Ausgiebige Reisen, etwa nach Haiti, Ägypten, Mexiko, Polen, in die Sowjetunion und vor allem im gesamten Mittelmeerraum, fanden in sensiblen wie assoziativreichen Reportagen ihren Niederschlag. In einem Briefwechsel mit Jörg Fauser notiert Harry Rowohlt: „So möchte ich auch schreiben können. So möchte ich auch reden können. Wo kann man mehr von ihm lesen?“[2]

Seine Begegnungen etwa mit Jean-Claude Ellena, Sir Patrick Fermor, Vincent Klink, Taj Mahal, Henry Maske, Barbara Rudnik oder Wolf Wondratschek hat er in Porträt-Interviews geschildert. Mit dem Berliner Künstler Klaus Schweier gab es zwei Bild-Text-Zyklen: Männer.Boxen.Runden (1996) und 126 Tage (1997) mit Ausstellungen in Berlin, Hamburg, Amsterdam, München.

Heute lebt Wolf Reiser in München-Schwabing und zeitweise in einem Strandhaus auf dem Peloponnes, in dem vorher unter anderem Nikos Kazantzakis und Georgios Zorbas lebten.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Griechische Inseln. Mykonos selbst entdecken, Regenbogen Verlag 1989, ISBN 3858620513, (zusammen mit Waltraud Sperlich)
  • Die Bayern pauschal, Fischer Verlag 1998, ISBN 359614051X
  • Die ganze Wahrheit über Stuttgart 21, Scorpio Verlag 2011, ISBN 3942166267
  • Krachkultur: Ausgabe 13, [u. a.], Krachkultur 2010, ISBN 3931924084
  • Unter Kollegen: 44 Überlebensstrategien fürs Büro, Beltz 2015, ISBN 3407366019

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die ganze Wahrheit über Stuttgart 21, In: beschreiber.de. 8. Februar 2011, abgerufen am 25. August 2018
  2. Harry Rowohlt: Der Kampf geht weiter, Kein und Aber, Zürich, 2012, ISBN 978-3-03699-175-7, S. 83 (Vorschau in der Google-Buchsuche)