Wolfram Hagspiel

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Wolfram Hagspiel (* 1952 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Kunsthistoriker, Denkmalpfleger und Autor von Publikationen zur Architekturgeschichte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfram Hagspiel studierte Kunstgeschichte, Archäologie, Geschichte und Ägyptologie an den Universitäten in Bonn und Köln. Dort wurde er 1981 bei Günther Binding mit einer Dissertation über den Kölner Architekten Wilhelm Riphahn zum Dr. phil. promoviert.

Seit 1975 war er an mehreren Kunst- und Architekturausstellungen in Köln, München und Düsseldorf beteiligt, zuletzt im Jahre 2010 an der Gedenkausstellung Köln und seine jüdischen Architekten im Kölner NS-Dokumentationszentrum. Mit bislang mehr als 150 Fachpublikationen als Autor bzw. Co-Autor zur kölnischen und rheinischen Architekturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts zählt er zu den profiliertesten Architekturhistorikern der Region.

Von 1977 bis 2012 war Wolfram Hagspiel als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Dienst der Stadt Köln, zunächst bis 2011 im Amt des Stadtkonservators, zuletzt vom 1. Februar 2011 bis zum 31. Mai 2012beim NS-Dokumentationszentrum.[1][2]

Hagspiel, der in den Bereichen Architektur und Denkmalpflege über einige Jahre eine Lehrtätigkeit mit Lehrstuhlvertretung an der Fachhochschule Köln ausübte, gehört zu den Gründungsmitgliedern des Architektur Forum Rheinland e.V.[3]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Kölner Architekt Wilhelm Riphahn. Sein Lebenswerk von 1913 bis 1945. König, Köln 1982, ISBN 3-88375-017-4. (zugleich Dissertation, Universität Köln, 1981.)
  • Das Kölner Opernhaus 1957–1987. Oper der Stadt Köln, Köln 1987.
  • Köln. Marienburg. Bauten und Architekten eines Villenvororts. (= Stadtspuren, Denkmäler in Köln, Band 8.) 2 Bände, J.P. Bachem Verlag, Köln 1996, ISBN 3-7616-1147-1.
  • Marienburg. Ein Kölner Villenviertel und seine architektonische Entwicklung. (mit Fotografien von Hans-Georg Esch) J.P. Bachem Verlag, Köln 2007, ISBN 978-3-7616-2012-0.
  • Köln und seine jüdischen Architekten. J.P. Bachem Verlag, Köln 2010, ISBN 978-3-7616-2294-0.
  • Villen im Kölner Süden. Rodenkirchen, Sürth, Weiss und Hahnwald. (mit Fotografien von Hans-Georg Esch) J.P. Bachem Verlag, Köln 2012, ISBN 978-3-7616-2488-3.
  • Köln. In Fotografien aus der Kaiserzeit, Regionalia Verlag, Rheinbach 2016, ISBN 978-3-95540-227-3.

als Co-Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • gemeinsam mit Carl-Wolfgang Schümann: Architektur zwischen den Kriegen. In: Von Dadamax zum Grüngürtel. Köln in den 20er Jahren. Köln 1975.
  • gemeinsam mit Erhard Schlieter: Architektur in Köln. Anfänge der Gegenwart. Verkehrsamt der Stadt Köln, Köln 1978.
  • gemeinsam mit Hiltrud Kier: Köln. Denkmälerverzeichnis. 12.6 Köln, Stadtbezirke 7 und 8 (Porz und Kalk). Rheinland Verlag, Köln 1980, ISBN 3-7927-0553-2.
  • gemeinsam mit Michael Behr, Werner Strodthoff und Herbert Peter Tabeling: Für Köln geplant – nicht gebaut. Am Beispiel Dom Rheinumgebung von 1900 bis 1980. Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 1981, ISBN 3-88375-010-7.
  • gemeinsam mit Hiltrud Kier, Ulrich Krings und Johannes Ralf Beines: Köln. Denkmälerverzeichnis. 12.5 Köln, Stadtbezirke 5 und 6 (Nippes und Chorweiler). J. P. Bachem Verlag, Köln 1982, ISBN 3-7616-0644-3.
  • gemeinsam mit Hiltrud Kier: Köln. Denkmälerverzeichnis. 12.3 Köln, Stadtbezirke 2 und 3 (Rodenkirchen und Lindenthal). J. P. Bachem Verlag, Köln 1984, ISBN 3-7616-0734-2.
  • Das „neue Niederrheinische Dorf“. In: Die Deutsche Werkbund-Ausstellung Cöln 1914. (= Der westdeutsche Impuls 1900–1914. Kunst und Umweltgestaltung im Industriegebiet.) (Ausstellungskatalog) Kölnischer Kunstverein, Köln 1984, S. 184–191.
  • gemeinsam mit Hiltrud Kier und Ulrich Krings: Köln. Architektur der 50er Jahre. (= Stadtspuren, Denkmäler in Köln, Band 6.) J. P. Bachem Verlag, Köln 1986, ISBN 3-7616-0858-6.
  • gemeinsam mit Ute Fendel: 100 Jahre Bauunternehmung Robert Perthel und die Entwicklung der modernen Architektur in Köln. (= Kleine Schriften zur Kölner Stadtgeschichte, Band 6.) Kölnisches Stadtmuseum, Köln 1987, ISBN 3-88375-010-7.
  • Das Baugeschehen 1928 bis 1945. Großbauten und Privathäuser. In: Köln. Seine Bauten 1928–1988. (hrsg. vom Architekten- und Ingenieurverein Köln e.V. von 1875 in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Köln) J. P. Bachem Verlag, Köln 1991, ISBN 3-7616-1074-2, S. 69–76.
  • Die Kölner Bauten. In: Alfred Ziffer (Hrsg.): Bruno Paul. Deutsche Raumkunst und Architektur zwischen Jugendstil und Moderne. (Ausstellungskatalog) Klinkhardt & Biermann, München 1992, ISBN 3-7814-0325-4, S. 273–282.
  • Carl Moritz (1863–1944). Der „Hausarchitekt“ des Barmer Bank-Vereins. In: Johannes Busmann, Joachim Frielingsdorf, Christoph Hergerath (Hrsg.): Kunst und Architektur. Festschrift für Hermann J. Mahlberg zum 60. Geburtstag. Müller + Busmann, Wuppertal 1998, ISBN 3-928766-32-5, S. 58–65.
  • gemeinsam mit Reinhold Mißelbeck: Köln-Ansichten. Fotografien von Karl Hugo Schmölz. J. P. Bachem Verlag, Köln 1999, ISBN 3-7616-1403-9.
  • gemeinsam mit Reinhold Mißelbeck: Werner Mantz. Vision vom Neuen Köln. Fotografien 1926–1932. J. P. Bachem Verlag, Köln 2000, ISBN 3-7616-1434-9.
  • Berliner Glanz in Rheinischen Städten. In: polis, 11. Jahrgang 2000, Heft 1. (zu Bauten des Berliner Architekturbüros Kayser und von Großheim im Rheinland)
  • Bauten und Architekten in Braunsfeld von 1900 bis zur Gegenwart. In: Max-Leo Schwering: Köln. Braunsfeld-Melaten. (= Publikationen des Kölnischen Stadtmuseums, Band 6.) Köln 2004, ISBN 3-927396-93-1, S. 271–336.
  • Das „St.-Claren-Viertel“. Seine bauliche und städtebauliche Entwicklung bis zur Gegenwart. In: Werner Schäfke (Hrsg.): Am Römerturm. Zwei Jahrtausende eines Kölner Stadtviertels. (= Publikationen des Kölnischen Stadtmuseums, Band 7.) Köln 2006, ISBN 3-927396-99-0, S. 205–252.
  • Vom „Klinik-Palast“ zur „Hochhaus-Breitfuß-Anlage“. In: Monika Frank, Friedrich Moll (Hrsg.): Kölner Krankenhaus-Geschichten. Am Anfang war Napoleon. Köln 2006, ISBN 3-940042-00-5, S. 224–275.
  • Die Entwicklung der stadtkölnischen Bauämter von 1821 bis 1945 und ihr Beitrag zur Baukultur. In: Architektur Forum Rheinland e.V. (Hrsg.): Kölner Stadtbaumeister und die Entwicklung der städtischen Baubehörden seit 1821. (= Publikationen des Kölnischen Stadtmuseums, Band 9.) Köln 2008, ISBN 978-3-940042-03-3, S. 37–70.
  • Spurensuche. Namhafte Architekten und ihre Bauten im Kölner Süden. Dr. Harvey Cotton Merrill und Theodor Merrill. Eine ungewöhnliche Köln-amerikanische Erfolgsgeschichte. In: köln süd stadtMAGAZIN, 23. Jahrgang 2012, Nr. 1, S. 16–20.
  • Otto Müller-Jena. Rodenkirchens erster großer Villenplaner. In: köln süd stadtMAGAZIN, 23. Jahrgang 2012, Nr. 2, S. 14–17.

als Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (Hrsg.): Jahresbericht 2011, Selbstverlag, Köln 2012, ISBN 978-3-938636-17-6, S. 85 und 103. online
  2. NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (Hrsg.): Jahresbericht 2012, Selbstverlag, Köln 2013, ISBN 978-3-938636-19-0, S. 113 und 120. online
  3. Die Entwicklung der stadtkölnischen Bauämter von 1821 bis 1945 und ihr Beitrag zur Baukultur. In: Architektur Forum Rheinland e.V. (Hrsg.): Kölner Stadtbaumeister und die Entwicklung der städtischen Baubehörden seit 1821. (= Publikationen des Kölnischen Stadtmuseums, Band 9.) Köln 2008, ISBN 978-3-940042-03-3, S. 287.