Wolfsschlucht (Mangfallgebirge)

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Wolfsschlucht
im Mangfallgebirge
Die Wolfsschlucht von Südwesten und „halber Höhe“ aus gesehen

Die Wolfsschlucht von Südwesten und „halber Höhe“ aus gesehen

Lage Deutschland, Bayern
Teil des Mangfallgebirge
Wolfsschlucht (Bayern)
Wolfsschlucht
Koordinaten 47° 35′ 54″ N, 11° 44′ 30″ OKoordinaten: 47° 35′ 54″ N, 11° 44′ 30″ O
Gestein Kalk
Fläche 1 km²
Felsweißach in der Wolfsschlucht

Felsweißach in der Wolfsschlucht

p1
p3

Die Wolfsschlucht ist ein kurzes malerisches Tal im Mangfallgebirge südlich von Wildbad Kreuth am Rande der Blauberge in Oberbayern.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wolfsschlucht ist ein knapp zwei Kilometer langes Tal, das von Südwesten nach Nordosten bergabwärts verläuft. Im Südwesten wird sie vom Sattel zwischen dem Schildenstein im Westen und dem Blaubergmassiv im Osten steil abgeschlossen. Die Flanken dieser Bergstöcke werden von der Felsweißach entwässert, die in der Wolfsschlucht nach Nordosten fließt. Im mittleren und oberen (südwestlichen) Teil ist die Wolfsschlucht ein sich zum südwestlichen Ende hin verengendes Tal. Nur im unteren (nordöstlichen) Teil ist sie eine stark eingekerbte Schlucht im eigentlichen Sinne des Wortes. Am nordöstlichen Ausgang der eingekerbten Schlucht – südöstlich von Siebenhütten – mündet die Felsweißach in die Hofbauerweißach. Dort endet die Wolfsschlucht.

Der südliche Talschluss der Wolfsschlucht liegt auf ca. 1010 m, der nordöstliche Ausgang bei ca. 880 m.

Erschließung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Wolfsschlucht läuft ein Wanderweg. Er führt von Wildbad Kreuth oder von einem Parkplatz 1 km westlich davon über Siebenhütten erst westlich an der Wolfsschlucht vorbei und dann in sie hinein bis zu ihrem oberen Ende. Ab dort windet er sich als anspruchsvoller Bergsteig in steilen Kehren und mit kurzen seilgesicherten Abschnitten die Bergflanke hinauf zum Blaubergsattel, von wo aus man nach Westen zum Schildenstein und der Königsalm und nach Osten in Richtung Blauberge und Halserspitze wandern kann.

Wegen seiner Nähe zum Wasser, der abwechslungsreichen Umgebung und der geringen Höhenunterschiede ist der Weg bis zum Fuß des Anstiegs für Kinder geeignet. Der Bergsteig zum Schildensteinsattel und die Königsalm ist nur für geübte Wanderer zu empfehlen, da er rutschige Passagen enthält. Trittsicherheit ist erforderlich, da der Steig durch Absturzgelände führt und bei Regen oder Schnee nicht zu empfehlen ist.[1][2][3]

Kleine Wolfsschlucht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nahe dem südwestlichen Talschluss der Wolfsschlucht zweigt von ihr die Kleine Wolfsschlucht nach Südosten ab, die nach wenigen hundert Metern steil abgeschlossen ist. Sie ist über einen Stichweg einfach begehbar. An ihrem Abschluss findet man einen pittoresken Wasserfall mit einer Fallhöhe von etwa 40 Metern.

Zur Unterscheidung von der Kleinen Wolfsschlucht wird das Haupttal manchmal auch Große Wolfsschlucht genannt.

Naturschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Teil des Mangfallgebirges ist die Wolfsschlucht ein FFH-Gebiet[4].

Als Teil des Weißachtals ist die Wolfsschlucht auch Landschaftsschutzgebiet[5].

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Szenen des gleichnamigen Alpen-Kriminalromans von Andreas Föhr spielen in der Wolfsschlucht bei Kreuth.[6]

Literatur und Karte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wolfsschlucht (Mangfallgebirge) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfsschlucht: Wanderer 20 Meter tief abgestürzt. Münchener Zeitungs-Verlag GmbH & Co.KG, 8. Juli 2014, abgerufen am 10. November 2016.
  2. Münchner muss aus Wolfsschlucht gerettet werden. Münchener Zeitungs-Verlag GmbH & Co.KG, 10. August 2015, abgerufen am 10. November 2016.
  3. Mark Zahel: Wilde Wege Bayerische Alpen. Bergverlag Rother, 2013, ISBN 3-7633-3084-4, S. 208 (online [abgerufen am 10. November 2016]).
  4. WDPA-ID 555537969
  5. WDPA-ID 395468
  6. Krimi "Wolfsschlucht": Noch abgedrehter als bisher. Münchener Zeitungs-Verlag GmbH & Co.KG, 10. März 2015, abgerufen am 10. November 2016.