World Trade Center Dresden

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World Trade Center Dresden bei Nacht
Glaspassage (Atrium)

Das World Trade Center Dresden ist ein Büro- und Geschäftshaus in der Dresdner Innenstadt. Es gehört zu einem der circa 330 von der World Trade Centers Association (WTCA) anerkannten Welthandelszentren in 90 Ländern. In den letzten Jahren hat es sich zu einem führenden Wirtschafts-, Verwaltungs- und Wissenschaftsstandort in Dresden entwickelt. Es umfasst 90.000 m² Büro- und Handelsfläche.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das World Trade Center Dresden befindet sich im 26er Ring an der Freiberger Straße Ecke Ammonstraße in der Wilsdruffer Vorstadt. Damit liegt das WTC an einem für Handelszentren dieser Größe eher seltenen zentralen Standort in innerstädtischer Lage. Autofahrer können die hauseigene Tiefgarage mit rund 1.000 Stellplätzen nutzen und auch Fahrradstellplätze sind auf dem Gelände vorhanden. Außerdem ist das WTC mittels S-Bahn und Straßenbahn über den Haltepunkt Freiberger Straße zu erreichen. Zusätzlich befindet sich an der Seite zur Ammonstraße ein Taxistand.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurde auf dem Areal des liquidierten VEB Dresdner Süßwarenfabriken „Elbflorenz“ nach Plänen der Architekten Nietz Prasch&Siegl erbaut.[1] Es wurde in Teilabschnitten fertiggestellt und final nach ca. dreijähriger Bauzeit im Herbst 1996 eröffnet.

Der Turm des Centers mit 60 Metern sollte ursprünglich deutlich höher bemessen sein. Um das barocke Stadtbild von der Elbe aus nicht zu verändern, wurde nach dem Einspruch der Stadt Dresden nur auf die jetzige Höhe gebaut.

Im Jahr 2011 wurde das World Trade Center Dresden erneuert. Im „Atrium“ genannten Innenhof wurden Wasserbecken aufgestellt, die Beleuchtung erfuhr eine Erneuerung, und ein neues Leitsystem durch das Center wurde installiert. Der Umbau wurde durch den Münchner Architekten Gunter Standke mit dem Dresdner Architekturbüro Hoppe geplant und kostete etwa 1,85 Millionen Euro.[2] Die Arbeiten begannen im Juli 2010 und sollten ursprünglich bis September abgeschlossen sein. Nach Verzögerungen war das umgebaute Center im April 2011 fertiggestellt.[3]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude ist eine Stahlbetonskelettkonstruktion. Das äußere Erscheinungsbild des Baus zeigt abwechselnd eine Glasfassade, Sandsteinverkleidung oder eine bunte Putzfassade. Dominierend ist ein an der Ecke befindlicher, 16-geschossiger Turm, der rund und spiegelverglast ist. Zwischen dem Bürotrakt an der Ammonstraße und einem zweiten Büroflügel wurde eine mit Glas überwölbte Passage angelegt. Der Passagenausgang an der Westseite zur Freiberger Straße hat eine „sehr filigrane“[1] Glasfassade. Ebenso die Ostseite, die sich zum Wohngebiet der Seevorstadt öffnet. Die Passagenverglasung ruht auf einer sehr schlanken Tragkonstruktion, die von dem Stuttgarter Ingenieur Jörg Schlaich entworfen wurde.

Der gläserne Innenhof hat eine Fläche von etwa 2.500 m².[3] Die beiden Wasserbecken sind jeweils 27,5 Meter lang und 7,5 Meter breit.[2] Das World Trade Center Dresden hat eine zweigeschossige Tiefgarage, die von der Freiberger Straße aus befahren werden kann.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das WTC Dresden beherbergt vor allem Büros, Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Restaurants und Geschäfte, aber auch ein Hotel. Großmieter der ersten Stunde sind die DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH und die DREWAG NETZ GmbH. Weiterhin befinden sich die Comödie Dresden sowie die Haupt- und Musikbibliothek der Städtischen Bibliotheken Dresden in dem Gebäude. Das Technische Rathaus der Stadt Dresden zog 2010 in das WTC ein.[4] Im Jahr 2011 kam es zur Ansiedlung der Dresden International University, die berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung anbietet und etwa 2.800 Studenten hat (Stand: November 2014).[5][6]

Die Vermietungsrate lag seit März 2012 bei über 90 %, seit Oktober 2015 ist es voll vermietet.

Für das öffentlich zugängliche Atrium des WTC Dresden, eine mit einem Glasdach überspannte Passage mit Läden und Restaurants, hat der Förderverein Bürgernetz Dresden als Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Center-Management einen kostenlosen WLAN-Zugang zum Internet eingerichtet.[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Holger Gantz: 100 Bauwerke in Dresden: Ein Wegweiser zu Bauwerken von historischem und baukünstlerischem Rang. Schnell und Steiner, Regensburg 1997, ISBN 3-7954-1111-4. Nr. 66 (World Trade Center Dresden).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: World Trade Center Dresden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Gantz, Nr. 66 (World-Trade-Center Ammonstraße Freiberger Straße)
  2. a b World Trade Center schließt Umbau ab. In: Sächsische Zeitung, 13. April 2011
  3. a b Neue Eingangshalle für das World Trade Center. In: Sächsische Zeitung, 14. März 2010
  4. Bettina Klemm: World Trade Center erstmals ausgebucht. In: Sächsische Zeitung, 10. Dezember 2010
  5. Mehr Service im World Trade Center. In: Sächsische Zeitung, 2. März 2012
  6. Gesamtleistungsentwicklung. In: www.di-uni.de, 2. März 2016
  7. WLAN im World Trade Center Dresden. Förderverein Bürgernetz Dresden, 13. Mai 2013, abgerufen am 28. Februar 2017.

Koordinaten: 51° 2′ 56″ N, 13° 43′ 17″ O