Wortmann AG

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Wortmann AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1986
Sitz Hüllhorst, Deutschland
Leitung Siegbert Wortmann
Mitarbeiter über 800  (Dezember 2012)[1]
Umsatz 508,6 Mio (2012)[1]
Branche Hardwarehersteller
Website www.wortmann.de

Die Wortmann AG ist ein deutscher Computerhersteller mit Sitz in Schnathorst, einem Ortsteil von Hüllhorst in Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen stellt Business-PCs und Server her. Daneben vertreibt es Computermonitore, PCs, Server, Notebooks, Tablet-PCs und UTM-Systeme von Securepoint über Fachhändler. Die Produkte werden unter der Eigenmarke Terra geführt. Das nicht an der Börse notierte Unternehmen verfügt über ein Aktienkapital von 3 Mio. EUR.

Rechenzentrum[Bearbeiten]

Die Wortmann AG baut zur Zeit auf einer Grundfläche von 2.500 Quadratmetern ein Rechenzentrum, um ins Cloud-Computing-Geschäft einzusteigen. Das 15 Millionen Euro teure Projekt trägt den Namen „Terra Channel Cloud“ und wird direkt am Stammsitz gebaut. Platz bietet das Rechenzentrum für 550 Schränke mit 26.000 Servern.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Unternehmensgründung erfolgte 1986 durch Siegbert Wortmann als „Wortmann Terra Impex Computer- und Datenverarbeitungs GmbH“. 1996 erreichte das Unternehmen erstmals den Umsatz von 100 Millionen Euro. Im Jahre 1998 wurde die GmbH in eine AG umgewandelt. Die Aktiengesellschaft ist nicht börsennotiert und an etwa zwanzig weiteren Unternehmen, teilweise mehrheitlich, beteiligt. Mittlerweile gehen, nach eigenen Angaben des Unternehmens, etwa 15 % der eigenen Produkte in den Export.

Wortmann ist mittlerweile der größte unabhängige Computerhersteller Europas, nachdem die Maxdata AG 2008 Insolvenz anmelden musste, Siemens aus dem Joint-Venture Fujitsu Siemens Computers ausstieg und Medion Mitte 2011 durch den chinesischen Konkurrenten Lenovo gekauft wurde.

Anfang 2012 gab Wortmann bekannt, eine neue Produktionsstätte in der Nähe von Leipzig bauen zu wollen.[3] Bereits 2009 wurden neue Produktionsstätten am Hauptstandort in Hüllhorst von dem damaligen Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg eingeweiht.[4]

Im Unternehmen werden bis zu 64 Auszubildende in sechs Ausbildungsberufen ausgebildet, das entspricht einer Ausbildungsquote von 20 %.[5]

Im März 2013 wurde bekannt, dass Wortmann die insolvente b.com Computer AG übernehmen wird; b.com ging in die b.com GmbH über, die von der Wortmann AG als neuem Investor übernommen wurde. Die b.com GmbH soll als eigenständiges Unternehmen mit dem Gros der 115 Arbeitsplätze sowie der Vertriebsniederlassungen erhalten bleiben.[6]

Im Juli 2013 übernahm Wortmann 49 % der Kosatec Computer GmbH.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Elektronischer Bundesanzeiger, Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012
  2. http://www.nw-news.de/lokale_news/luebbecke/luebbecke/7191458_Wortmann_greift_nach_den_Wolken.html
  3. http://www.heise.de/resale/meldung/Wortmann-plant-Standort-Ausbau-und-neue-Produktion-in-Leipzig-1467449.html
  4. http://www.crn.de/panorama/artikel-44948.html
  5. http://www.my-connections.de/?p=615
  6. WORTMANN-Gruppe sorgt für Neustart bei b.com. Pressemitteilung der b.com Computer AG vom 27. März 2013.
  7. Samba Schulte: Wortmann beteiligt sich an Kosatec. Meldung bei crn.de vom 10. Juli 2013.

52.264898.70500850Koordinaten: 52° 15′ 53,6″ N, 8° 42′ 18″ O