Wsewolod Michailowitsch Abramowitsch

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Wsewolod Abramowitsch mit der Fürstin Schakowskoy

Wsewolod Michailowitsch Abramowitsch (russ.: Всеволод Михайлович Абрамович; * 29. Juli 1890 in Odessa; † 25. April 1913 in Johannisthal, Deutsches Reich) war ein russischer Flugpionier und Fluglehrer.

Abramowitsch wurde in Odessa geboren und ging nach der Schule nach Deutschland, um in Charlottenburg an der dortigen Technischen Hochschule zu studieren. In dieser Zeit interessierte er sich auch für die Luftfahrt, nahm Flugstunden und erlangte im Jahr 1911 seinen Pilotenschein. Er war für die deutsche Filiale des Unternehmens der Gebrüder Wright, der „Flugmaschinen Wright“, als wichtigster Testpilot tätig und unternahm auf dem Flugfeld in Johannisthal eine Reihe von Flügen. Seine dabei erlangte Fachkenntnis erlaubte es ihm, im Jahr 1912 auch ein eigenes Flugzeug zu bauen, das er in mehreren Etappen nach Sankt Petersburg flog, wo die Maschine an einem Wettbewerb mehrerer Militärflugzeuge teilnahm. Im gleichen Jahr brach er den Höhenrekord für Flugzeuge, indem er bis auf 2100 Meter aufstieg, sowie den Langzeitrekord für den Transport von vier Passagieren durch einen Flug von 46 Minuten und 57 Sekunden Dauer.

Abramowitsch starb einen Tag nach einem Absturz seines Flugzeugs in Johannisthal an schweren Verletzungen. Gesteuert wurde das Flugzeug von seiner Freundin Fürstin Eugénie Schakowskoy, die seit dem Vorjahr eine deutsche Fluglizenz besaß. Die Fürstin wurde nur leicht verletzt.

Eine Straße unweit des alten Flugplatzes ist nach Abramowitsch benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Supf: Das Buch der deutschen Fluggeschichte. Band 2: Vorkriegszeit, Kriegszeit, Nachkriegszeit. Klemm, Berlin 1935