Wuktyl

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Stadt
Wuktyl
Вуктыл (russisch)
Вуктыл (Komi)
Wappen
Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Republik Komi
Rajon Wuktyl
Gegründet 1968
Stadt seit 1989
Fläche 22.480 km²
Bevölkerung 12.356 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 0,5 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 100 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7)82146
Postleitzahl 169570
Kfz-Kennzeichen 11, 111
OKATO 87 412
Geographische Lage
Koordinaten 63° 52′ N, 57° 19′ OKoordinaten: 63° 52′ 0″ N, 57° 19′ 0″ O
Wuktyl (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Wuktyl (Republik Komi)
Red pog.svg
Lage in der Republik Komi‎
Liste der Städte in Russland

Wuktyl (komi und russisch Вуктыл, wiss. Transliteration Vuktyl) ist eine Stadt in der nordwestrussischen Republik Komi mit 12.356 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt im Vorland des Nordurals etwa 575 km nordöstlich der Republikhauptstadt Syktywkar am rechten Ufer der Petschora, unweit der Mündung des namensgebenden Nebenflusses Wuktyl.

Wuktyl ist der Republik administrativ direkt unterstellt. Zur Stadt gehört ein 22.480 km² großes dünn besiedeltes Territorium.

Die Stadt ist über eine Straße mit der 230 km entfernten Stadt Sosnogorsk an der Petschora-Eisenbahn verbunden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wuktyl entstand 1968 im Zusammenhang mit der Erschließung eines Erdgaskondensatfeldes und erhielt 1989 Stadtrecht.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1959 100
1970 7.814
1979 16.767
1989 19.330
2002 14.472
2010 12.356

Anmerkung: Volkszählungsdaten (1959 gerundet)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordöstlich der Stadt erstreckt sich der fast zwei Millionen Hektar große Nationalpark Jugyd Wa, dessen Verwaltung sich in Wuktyl befindet. Der am 23. April 1994 gegründete Park ist seit 1995 Teil des UNESCO-Weltnaturerbe-Gebietes Urwälder von Komi.

Entlang der Ufer der Petschora wurden Überreste mehrerer prähistorischer Siedlungen entdeckt.

Im zur Stadt gehörenden Dorf Podtscherje gibt es ein Heimatmuseum.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptwirtschaftszweig ist die Erdgasförderung. Hier beginnt die Erdgaspipeline Nordlicht (Sewernoje sijanije) Wuktyl–UchtaTorschok. Daneben gibt es Holzwirtschaft und in der Umgebung Landwirtschaft lokaler Bedeutung.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]