Yvonne Adhiambo Owuor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Yvonne Adhiambo Owuor

Yvonne Adhiambo Owuor (* 1968 in Nairobi, Kenia) ist eine kenianische Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Owuor studierte Anglistik und Geschichte an der Kenyatta University in Nairobi, bevor sie ihren MA-Abschluss zum Thema Fernsehen/Video an der University of Reading in England machte. Anschließend studierte sie Kreatives Schreiben an der University of Queensland in Australien, welches sie mit einer Arbeit zum Poeten Haji Gora Haji abschloss.

2003 erhielt Owuor den britischen Caine Prize for African Writing für die beste neu erschienene Kurzgeschichte in englischer Sprache The Weight of Whispers. Diese war im gleichen Jahr in der von Binyavanga Wainaina gegründeten kenyanischen Literaturzeitschrift Kwani? (Swahili: für?) erstveröffentlicht worden. Abdulrazak Gurnah traf in diesem Fall als Vorsitzender des Preiskomitees die Entscheidung zugunsten von Owuor. Die Kurzgeschichte erschien 2006 als Buch bei Kwani Trust.

2004 war Owuor als Direktorin des Zanzibar International Film Festival zuständig für das Literaturforum. Zu den Veröffentlichungen der Schriftstellerin in den letzten Jahren zählen unter anderem die Novellen Dressing the Dirge, The State of Tides und The Knife Grinder's Tale.[1] The Grinder's Tale wurde 2007 von R. L. Hooker verfilmt[2].

2006 wurde ihr erster Roman veröffentlicht. In Dust thematisiert sie die politischen Unruhen nach den Wahlen in Kenia. Der Roman spielt im Norden Kenias, der im Land zunehmend marginalisiert wird.

In ihrem 2019 erschienenen Roman The Dragonfly Sea nimmt Owuor eine weitere Gegend Kenias in den Fokus: die Swahili-Küste und das Lamu-Archipel. Owuor webt die Insel Pate in eine transnationales Beziehungsgeflecht ein, das die Protagonistin Ayaana von Kenia über China bis nach Istanbul führt. Der Entwicklungsroman nimmt die Verflechtungen des Indischen Ozean Raums zum Vorbild.

2018/19 war Owuor Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, wo sie an ihrem dritten Roman arbeitete.

2019 wurde sie in die Anthologie New Daughters of Africa von Margaret Busby aufgenommen.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fiktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Essays[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • O-Swahili - language and liminality. In: Matatu Nr. 46. April 2015.
  • In Search of Poem-Maps of the Swahili Seas: Three Sea Poems by Haji Gora Haji. In: Eastern African Literary and Cultural Studies Nr. 3–4, Oktober 2018, S. 164–178.
  • Imagined Waters, in: Chimurenga Chronics.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Saubere Tassen. Ostafrikanische Autoren im Hessischen Literaturforum. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26. Februar 2011, S. 51.
  2. http://www.imdb.com/