Závist (Rybník nad Radbuzou)

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Závist
Závist führt kein Wappen
Závist (Rybník nad Radbuzou) (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Plzeňský kraj
Bezirk: Domažlice
Gemeinde: Rybník nad Radbuzou
Fläche: 870[1] ha
Geographische Lage: 49° 29′ N, 12° 41′ OKoordinaten: 49° 29′ 29″ N, 12° 41′ 3″ O
Höhe: 600 m n.m.
Einwohner: 6 (2011)

Závist (deutsch Neid) ist ein Ortsteil der Gemeinde Rybník nad Radbuzou (deutsch Waier) im westböhmischen Okres Domažlice in Tschechien.

Quelle der Radbuza

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Závist liegt etwa 2,4 km südlich von Waier und 1,2 km südwestlich der Quelle der Radbuza.[2] Závist liegt auf der Europäischen Hauptwasserscheide. Eine Kuriosität ist das Haus Nr. 17, das genau auf dieser Wasserscheide steht, so dass das Wasser der südlichen Dachrinne durch das Lohtal in die Schwarzach, Naab, Donau in das Schwarze Meer fließt, während das Wasser aus der nördlichen Dachrinne in die Radbuza, Berounka, Elbe in die Nordsee fließt.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neid wurde während des Dreißigjährigen Krieges gegründet und 1644 im Teilungsvertrag der Herrschaft Muttersdorf erstmals schriftlich erwähnt. Zu dieser Zeit gab es in Závist 7 Ansiedler: Hans Schröpfer, Georg Distler, Hans Kaltz, Simon Holzgärtner, Girgl Hauser, Girgl Widl Girgl Hilpert. Hans Kaltz war 1649 Richter in Neid. 1654 gab es in Neid 7 Häusler, 10 Ochsen, 17 Kühe, 28 Kälber, 36 Schweine.

Neid war zunächst nach Muttersdorf eingepfarrt und eingeschult. Ab 1786 gehörte es zur Pfarrei Waier und die Kinder gingen nach Waier in die Schule.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Quellen wurden benutzt:

  • Historický lexikon obcí České republiky 1869–2005, Teil 1, Seite 278 für die Jahre 1869 bis 2001.[5] Die Angaben beziehen sich auf Závist und Umgebung (Franzbrunnhütte, Schwarzach, Schnaggenmühle, Ober- und Unterhütten, Paadorf).
  • Josef Bernklau nach Johann Micko: Neid. In: Franz Liebl, Heimatkreis Bischofteinitz (Hrsg.): Unser Heimatkreis Bischofteinitz. Brönner & Daentler KG, Eichstätt 1967, S. 257–258.[6] Die Angaben beziehen sich nur auf das Dorf Závist, ohne Umgebung.
bis 1900
Jahr Einwohner Gebäude Anmerkungen
1644 k. A. 7
1654 k. A. 7 Höfe
1722 52 7 Häuser
1784 175 19 Häuser Závist mit Franzbrunnhütte
1839 134 19 Häuser nur Závist
1869 1153 117 gesamte Gemeinde Závist
1880 1197 126 gesamte Gemeinde Závist
1890 1248 135 gesamte Gemeinde Závist
1900 1244 144 gesamte Gemeinde Závist
1910–2001
Jahr Einwohner Gebäude Anmerkungen
1910 1314 144 gesamte Gemeinde Závist
1910 149 21 nur Závist
1921 1319 153 gesamte Gemeinde Závist
1921 149 21 nur Závist
1930 161 23 nur Závist
1950 76 27 gesamtes Gebiet Závist
1961 74 k. A. gesamtes Gebiet Závist
1970 33 6 gesamtes Gebiet Závist
1980 23 5 gesamtes Gebiet Závist
1991 10 4 gesamtes Gebiet Závist
2001 5 7 gesamtes Gebiet Závist
2011 6 15 nur Závist

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Liebl u. a. (Hrsg.): Unser Heimatkreis Bischofteinitz mit den deutschen Siedlungen im Bezirk Taus. Furth im Wald 1967.
  • Zdeněk Procházka: Auf den Spuren der verschwundenen Dörfer des Böhmischen Waldes – Tauser Teil. Übersetzung ins Deutsche: A. Vondrušová, Verlag Nakladatelství Ceského lesa Domažlice

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Závist (Rybník) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.uir.cz/katastralni-uzemi/743925/Zavist-u-Rybniku
  2. https://geoportal.bayern.de/bayernatlas/index.html?bgLayer=tk&zoom=9&lang=de&topic=ba&layers=e528a2a8-44e7-46e9-9069-1a8295b113b5&layers_visibility=false&catalogNodes=122&E=4549736.61&N=5485038.27
  3. Josef Bernklau nach Johann Micko: Neid. In: Franz Liebl, Heimatkreis Bischofteinitz (Hrsg.): Unser Heimatkreis Bischofteinitz. Brönner & Daentler KG, Eichstätt 1967, S. 257–258.
  4. Josef Bernklau nach Johann Micko: Neid. In: Franz Liebl, Heimatkreis Bischofteinitz (Hrsg.): Unser Heimatkreis Bischofteinitz. Brönner & Daentler KG, Eichstätt 1967, S. 257–258.
  5. Jiřina Růžková, Josef Škrabal, Vladimír Balcar, Radek Havel, Josef Křídlo, Marie Pavlíková, Robert Šanda: Historický lexikon obcí České republiky 1869–2005 (1. díl). Hrsg.: Český statistický úřad. Český statistický úřad, Prag 2006, ISBN 80-250-1310-3 (PDF-Datei zum Download).
  6. online (Memento des Originals vom 5. August 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bischofteinitz.de