Zeitzonen in den Vereinigten Staaten

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Karte der Zeitzonen der USA zwischen dem 2. April 2006 und 11. März 2007. Der einzige Unterschied zur jetzigen Situation besteht darin, dass Pulaski County (Indiana) nun der Östlichen und nicht mehr der Zentralen Zeitzone angehört.

Die Größe der Vereinigten Staaten von Amerika kommt in ihren neun Zeitzonen zum Ausdruck. Die Zeit in einer Zeitzone wird als Standard Time bezeichnet. In Bundesstaaten, die auf Sommerzeit umstellen, wird diese als Daylight Saving Time bezeichnet.

Zeitzonen auf dem nordamerikanischen Festland[Bearbeiten]

Auf dem nordamerikanischen Festland der USA gibt es vier Zeitzonen:

  • Im Osten, von der Küste ins Binnenland bis zu den Great Lakes und Appalachian Mountains gilt die Eastern Standard Time Zone, (EST), UTC−5, die sechs Stunden hinter der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) liegt.
  • Von Chicago erstreckt sich die Central Standard Time Zone, (CST), UTC−6, nach Westen bis Texas und zu den Great Plains. Der Unterschied zur MEZ beträgt minus sieben Stunden.
  • Acht Stunden hinter der MEZ umfasst die Mountain Standard Time Zone, (MST), UTC−7, die Rocky Mountains und die südwestlichen Bundesstaaten.
  • An der Westküste gilt die Pacific Standard Time Zone, (PST), UTC−8, 9 Stunden hinter der MEZ.

Zeitzonen außerhalb des Festlandgebietes[Bearbeiten]

Außerhalb des zusammenhängenden Festlandgebietes der USA gibt es fünf Zeitzonen:

Sommerzeit[Bearbeiten]

Die Sommerzeit (Daylight Saving Time, kurz DST) beginnt in den USA seit 2007 in den meisten US-Bundesstaaten und Territorien am zweiten Sonntag im März um 2 Uhr morgens und endet am 1. Sonntag im November um 2 Uhr morgens.

Keine Sommerzeit gibt es in Hawaii, American Samoa, Guam, Puerto Rico, den Virgin Islands und im Staate Arizona (mit der Ausnahme der Navajo Nation Reservation, die auf Sommerzeit umstellt). Damit hat Arizona im Sommer die gleiche Zeit wie Kalifornien.

Entwicklung[Bearbeiten]

Noch im Jahr 1883 hatten die Vereinigten Staaten keine nationale einheitliche und verbindlich Systematik der jeweils lokalen Zeitzonen.[1] Im Jahr 1869 setzte sich Charles F. Dowd erstmals für die Schaffung von vier nationalen Zeitzonen ein, die weitestgehend den heute angewandten entsprachen. Der Vorschlag traf überwiegend auf Befremden und wurde von der British Association for the Advancement of Sciences als „zu utopisch“ abgelehnt.[2]
Am 18. November 1883 kam es zu der Einführung der Zeitzonen und der mit ihr verbundenen Synchronisation der lokalen Zeiten. Der Beschluss war im Rahmen der National Railway Time Convention vor allem von den nationalen Eisenbahnkonzernen vorangetrieben worden. Obwohl er keine rechtliche Bindungskraft hatte, stieß er auf weitestgehende Resonanz.[3] In einzelnen Städten – z. B. Washington – kam es infolge von Konflikten zwischen einzelnen Behörden dennoch vor, dass verschiedene öffentliche Uhren jahrelang noch voneinander abweichende Zeiten zeigten.[3] Durch die Zeitzonen entsteht bei nationalen Wahlen der Effekt des Western votings.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bill Bryson: Made in America: an Informal History of the English Language in the United States. Black Swan, 1998, ISBN 0-552-99805-2, S. 78.
  2. Michael O’Malley: Keeping Watch: A History of American Time. Viking Penguin, New York 1990, S. 107, zitiert nach Bill Bryson: Made in America: an Informal History of the English Language in the United States. Black Swan, 1998, ISBN 0-552-99805-2, S. 79.
  3. a b Bill Bryson: Made in America: an Informal History of the English Language in the United States, Black Swan, 1998, ISBN 0-552-99805-2, S. 80.