Zinn(II)-oxid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur Zinn(II)-oxid
__ Sn2+     __ O2−
Raumgruppe

P4/nmm (Nr. 129)Vorlage:Raumgruppe/129

Allgemeines
Name Zinn(II)-oxid
Andere Namen

Zinnmonoxid

Verhältnisformel SnO
Kurzbeschreibung

dunkelbrauner, geruchloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken0[Ein-/ausblenden]
CAS-Nummer 21651-19-4
Wikidata Q204980
Eigenschaften
Molare Masse 134,7 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

6,45 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

1040 °C[1] (nach Disproportionierung zu Zinn und Zinndioxid)

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302
P: 264​‐​270​‐​301+312​‐​330​‐​501 [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche nicht möglich

Zinn(II)-oxid ist eine metastabile Verbindung bestehend aus Zinn und Sauerstoff. Oberhalb von 300 °C disproportioniert SnO zu metallischem Zinn und Zinndioxid. Unter gewissen Umständen kann sich bei dieser Zersetzung auch das metastabile Zinnsesquioxid bilden.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zinn(II)-oxid kann aus Zinn(II)-chlorid über Zinn(II)-oxidhydrat gewonnen werden, das bei längerem Erhitzen in wässriger Lösung dehydratisiert wird.[2]

Modifikationen und Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Literatur beschreibt drei Modifikationen von Zinnmonoxid (SnO).

  • Die allgemein bekannte Form ist das in der tetragonalen PbO-Form kristallisierende schwarz-blaue SnO. Es ist isotyp zu α-Blei(II)-oxid und besitzt die Raumgruppe P4/nmm (Raumgruppen-Nr. 129)Vorlage:Raumgruppe/129 mit dem Gitterparametern a = 3,800 Å und c = 4,836 Å sowie zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle. Wird das grobkristalline schwarz-blaue SnO gemörsert, so ändert sich die Farbe zu Braun.
  • Unter Normalbedingungen existiert bis 270 °C eine metastabile rote Modifikation mit orthorhombischer Struktur. Sie hat die Raumgruppe Cmc21 (Nr. 36)Vorlage:Raumgruppe/36, die Gitterparameter a = 5,005 Å, b = 5,746 Å, c = 11,05 Å und acht Formeleinheiten pro Elementarzelle.[3] Diese Struktur lässt sich durch mechanischen Druck oder Kontakt zum SnO mit α-PbO Struktur in die erste Modifikation umwandelt.
  • Eine weitere rote Modifikation mit unbekannter Struktur wird zudem in der Literatur beschrieben.
Zinnmonoxid: Grobkristallin und gemörsert.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Datenblatt Zinn(II)-oxid bei AlfaAesar, abgerufen am 3. Februar 2010 (JavaScript erforderlich)..
  2. Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I. Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 759.
  3. J. Köhler, J. Tong, R. Dinnebier, A. Simon: Crystal Structure and Electronic Structure of Red SnO. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie, 638, 2012, S. 1970–1975, doi:10.1002/zaac.201200263.