Zitronenöl

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Sicherheitshinweise
Name

Zitronenöl aus Citrus limon (L.) Burm f.

CAS-Nummer

84929-31-7

GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][3]
Gesundheitsschädlich Umweltgefährlich
Gesundheits-
schädlich
Umwelt-
gefährlich
(Xn) (N)
R- und S-Sätze R: 10​‐​38​‐​43​‐​50/53​‐​65
S: 24​‐​37​‐​61​‐​62
Toxikologische Daten
Zitronenöl

Zitronenöl ist ein leicht gelblich gefärbtes, angenehm und charakteristisch riechendes und schmeckendes ätherisches Öl, das aus Zitronenschalen gewonnen wird.

Zusammensetzung[Bearbeiten]

Hauptinhaltsstoff ist (+)-Limonen (über 65 %), weitere Inhaltsstoffe sind β-Pinen (10 %), γ-Terpinen (10 %) und das für den charakteristischen Duft verantwortliche Citral (3–5 %, Gemisch aus Geranial und Neral).[4]

Die Dichte beträgt 0,852–0,856 g·ml−1 der Siedebereich 179–181 °C bei Normaldruck.[5]

Herstellung[Bearbeiten]

Zitronenöl wird durch Auspressen von Zitronenschalen gewonnen, die Ausbeute beträgt dabei zwischen 30–60 %. Deutschland importierte im Jahr 2001 Zitronenöl aus folgenden Herkunftsländern: Italien (77 Tonnen), Spanien (22 Tonnen) und Argentinien (21 Tonnen). In Argentinien erfolgt die Herstellung im weltweit größten Anbaugebiet um Tucuman.[6] Weltweit größter Abnehmer ist The Coca-Cola Company.

Verwendung[Bearbeiten]

Zitronenöl wird zur Geschmacksgebung oder -verbesserung in der Aromaindustrie, in der Parfümerie, in der Lebensmittelindustrie, in pharmazeutischen Präparaten und in der Duftlampe zur Raumbeduftung angewandt. In der Mikroskopie wurde Zitronenöl zur Aufhellung des Präparates benutzt.[5] Aufgrund von Photodermatitis und möglichen Hautsensibilisierungseffekten sollte Zitronenöl nicht (oder nur stark verdünnt) auf der Haut angewendet werden. Zudem wird Zitronenöl für die Reinigung von Gitarrengriffbrettern benutzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse. Aus diesem Grunde fehlen in aktuellen Artikelversionen gelegentlich die S-Sätze oder Quellen dafür; die vollständige EU-Kennzeichnung findet sich dann in Artikelversionen vor Dezember 2012.
  3. a b c Datenblatt Zitronenöl, italienisch (PDF; 54 kB) bei Eramex Aromatics, abgerufen am 9. April 2013.
  4. Zitronenöl. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 15. Juni 2014.
  5. a b Brockhaus ABC Chemie. F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 1572.
  6. Beatriz Stein: The citrus industry in Northwestern Argentina.