Zitronenöl

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Zitronenöl
Sicherheitshinweise
Name

Zitronenöl aus Citrus limon (L.) Burm f.

CAS-Nummer

84929-31-7

GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
08 – Gesundheitsgefährdend 02 – Leicht-/Hochentzündlich 09 – Umweltgefährlich 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 226​‐​304​‐​315​‐​317​‐​410
P: 273​‐​280​‐​301+310​‐​302+352​‐​405​‐​501 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Gesundheitsschädlich Umweltgefährlich
Gesundheits-
schädlich
Umwelt-
gefährlich
(Xn) (N)
R- und S-Sätze R: 10​‐​38​‐​43​‐​50/53​‐​65
S: 24​‐​37​‐​61​‐​62
Toxikologische Daten

Zitronenöl ist ein leicht gelblich gefärbtes, angenehm und charakteristisch riechendes und schmeckendes ätherisches Öl, das aus Zitronenschalen gewonnen wird.

Zusammensetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptinhaltsstoff ist (+)-Limonen (über 65 %), weitere Inhaltsstoffe sind β-Pinen (10 %), γ-Terpinen (10 %) und das für den charakteristischen Duft verantwortliche Citral (3–5 %, Gemisch aus Geranial und Neral).[3]

Die Dichte beträgt 0,852–0,856 g·ml−1 der Siedebereich 179–181 °C bei Normaldruck.[4]

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zitronenöl wird durch Auspressen von Zitronenschalen gewonnen, die Ausbeute beträgt dabei zwischen 30 und 60 %. Deutschland importierte im Jahr 2001 Zitronenöl aus folgenden Herkunftsländern: Italien (77 Tonnen), Spanien (22 Tonnen) und Argentinien (21 Tonnen). In Argentinien erfolgt die Herstellung im weltweit größten Anbaugebiet um Tucuman.[5] Weltweit größter Abnehmer ist The Coca-Cola Company.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zitronenöl wird zur Geschmacksgebung oder -verbesserung in der Aromaindustrie, in der Parfümerie, in der Lebensmittelindustrie, in pharmazeutischen Präparaten und in der Duftlampe zur Raumbeduftung angewandt. In der Mikroskopie wurde Zitronenöl zur Aufhellung des Präparates benutzt.[4] Aufgrund von Photodermatitis und möglichen Hautsensibilisierungseffekten sollte Zitronenöl nicht (oder nur stark verdünnt) auf der Haut angewendet werden. Zudem wird Zitronenöl für die Reinigung von Gitarrengriffbrettern benutzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Datenblatt Zitronenöl bei Sanabio, abgerufen am 13. Juni 2016.
  2. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  3. Eintrag zu Zitronenöl. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 15. Juni 2014.
  4. a b Brockhaus ABC Chemie. F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 1572.
  5. Beatriz Stein: The citrus industry in Northwestern Argentina.