Zwieselstein

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Zwieselstein (Dorf)
Ortschaft
Zwieselstein (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Imst (IM), Tirol
Pol. Gemeinde Sölden
Koordinaten 46° 56′ 14″ N, 11° 1′ 40″ OKoordinaten: 46° 56′ 14″ N, 11° 1′ 40″ Of1
Höhe 1470 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 155 (31. Oktober 2011)
Postleitzahl 6450 Sölden
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 16453
Zählsprengel/ -bezirk Gurgl-Vent-Zwieselstein (70220 001)
Bild
Ortseinfahrt von Obergurgl kommend
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS

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Zwieselstein ist ein Dorf und eine Fraktion (Ortschaft) der Gemeinde Sölden im Bezirk Imst in Tirol mit 155 Einwohnern (Stand 2011).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwieselstein liegt rund 4 km südlich von Sölden auf 1470 m ü. A. in einem kleinen Becken im hinteren Ötztal, wo sich das Tal in das Venter und Gurgler Tal gabelt und die Venter und die Gurgler Ache zur Ötztaler Ache zusammenfließen.

Zur Fraktion gehören neben dem Dorf Zwieselstein das Zollwachhaus Timmelsjoch und die Almen Lenzenalm, Stabelealm, Zargertaje sowie Obere und Untere Zwieselsteintajen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwieselstein wird zum ersten Mal 1269 in einer Urkunde erwähnt, mit der Graf Meinhard II. von Tirol von Graf Heinrich von Eschenbach drei Höfe im Ötztal „.. tes in Eztal in Walde et Tzwiselstayn“ erhielt. In Urkunden aus den Jahren 1347 und 1367 wird der Ort Zwiselstain genannt. Der Name kommt daher, dass sich hier das Tal „zwieselt“ (teilt).[2]

Seit 1627 gehörte Zwieselstein zum Kirchspiel Sölden. 1747 bis 1749 wurde die Maria-Hilf-Kapelle erbaut.[3]

1911 wurde die Ötztalstraße bis Zwieselstein fertiggestellt. Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage zwischen Sölden und Obergurgl nahm Zwieselstein auch Anteil an der touristischen Entwicklung der Gemeinde, wenn auch in deutlich geringerem Ausmaß als die beiden genannten Orte.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zwieselstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Registerzählung vom 31.10.2011 - Bevölkerung nach Ortschaften (PDF; 8 kB)
  2. Chronik des Ötztals auf oetztal.at
  3. Sölden, in der Datenbank Geschichte Tirol des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“
  4. Hasso v. Busse, Thomas Seidel, Dietmar Munz, Helmut Heuberger: Der sozioökonomische Strukturwandel des inneren Ötztales (Gemeinde Sölden). Untersuchungen über Bevölkerungsentwicklung, Arbeitskräfte und Fremdenverkehr. In: MaB-Projekt Obergurgl, Veröffentlichungen des Österreichischen MaB-Programms, Band 10, Innsbruck 1987, S. 25–114 hdl:10013/epic.40860.d001 (PDF; 16,5 MB)