(6175) Cori

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Asteroid
(6175) Cori
Eigenschaften des Orbits (Animation)
Epoche: 4. November 2013 (JD 2.456.600,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie Themis-Familie
Große Halbachse 3,1886 AE
Exzentrizität 0,2083
Perihel – Aphel 2,5245 AE – 3,8527 AE
Neigung der Bahnebene 0,4030°
Länge des aufsteigenden Knotens 35,0789°
Argument der Periapsis 8,0885°
Siderische Umlaufzeit 5,69 a
Mittlere Orbitalgeschwindigkeit 16,67 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 11,4 km
Albedo 0,1573 (± 0,049)
Absolute Helligkeit 12,6 mag
Geschichte
Entdecker Antonín Mrkos
Datum der Entdeckung 4. Dezember 1983
Andere Bezeichnung 1983 XW, 1954 WF, 1988 PY1, 1988 UX
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten von JPL Small-Body Database Browser. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

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(6175) Cori ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 4. Dezember 1983 von dem tschechischen Astronomen Antonín Mrkos am Kleť-Observatorium (IAU-Code 046) bei Český Krumlov entdeckt wurde. Unbestätigte Sichtungen des Asteroiden hatte es schon im November 1954 unter der vorläufigen Bezeichnung 1954 WF am Goethe-Link-Observatorium in Indiana gegeben.[1]

Der mittlere Durchmesser des Asteroiden wurde mit 11,4 km ermittelt. Er gehört der Themis-Familie an, einer Gruppe von Asteroiden, die nach (24) Themis benannt wurde.[2] Nach der SMASS-Klassifikation (Small Main-Belt Asteroid Spectroscopic Survey) wurde bei einer spektroskopischen Untersuchung[3] von Gianluca Masi, Sergio Foglia und Richard P. Binzel bei (6175) Cori von einer dunklen Oberfläche ausgegangen, es könnte sich also, grob gesehen, um einen C-Asteroiden handeln.[4]

(6175) Cori ist nach dem in Prag geborenen Biochemiker-Ehepaar Gerty (1896–1957) und Carl Ferdinand Cori (1896–1984) benannt, die 1947 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin erhielten, „für ihre Entdeckung des Verlaufs des katalytischen Glykogen-Stoffwechsels“. Ebenfalls 1947 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet worden war der argentinische Physiologe Bernardo Alberto Houssay, nach dem schon 1986 der Asteroid des äußeren Hauptgürtels (2550) Houssay benannt worden war. Die Benennung von (6175) Cori erfolgte auf Vorschlag der tschechischen Astronomin Jana Tichá durch die Internationale Astronomische Union (IAU) am 23. Mai 2000. In der Erstlaudatio vom 23. Mai wurde den beiden der Chemienobelpreis zugesprochen, was aber in der übernächsten IAU-Publikation am 26. Juli korrigiert wurde.[5] Nach Gerty Cori wurde dazu 1979 ein Mondkrater der südlichen Mondhemisphäre (Mondkrater Cori)[6] und 1979 ein Venuskrater der nördlichen Venushemispähre (Venuskrater Cori)[7] benannt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Observationen von (6175) Cori auf minorplanetcenter.net (englisch)
  2. Familienzugehörigkeit von (6175) Cori in der Datenbank AstDyS-2 (englisch)
  3. Giancluca Masi, Sergio Foglia, Richard P. Binzel: Search for Unusual Spectroscopic Candidates Among 40313 minor planets from the 3rd Release of the Sloan Digital Sky Survey Moving Object Catalog. (englisch)
  4. Unterteilung von Asteroiden nach S-types, C-types und V-types (englisch)
  5. Eintrag des Asteroiden auf der Website des Kleť-Observatoriums (englisch)
  6. Daten und Benennung des Mondkraters Cori auf planetarynames.wr.usgs.gov (englisch)
  7. Daten und Benennung des Venuskraters Cori auf planetarynames.wr.usgs.gov (englisch)